Schulanfang - der große Tag im Bild

Jetzt gehts los Bildgalerie betrachten

Blende ,“Jetzt geht’s los”
Chris Tettke

Ein Schulanfang ohne Photos ist wie ein Schulanfang ohne Zuckertüte, also undenkbar. Die Bilder vom ersten Schultag, sie gehören seit den Anfängen der Photographie so selbstverständlich in jedes Familienalbum, wie das Licht zur Photographie. Ist man damals zu einem so wichtigen Anlaß, wie die Einschulung des Kindes, zum Photographen gegangen, so gibt es heute kaum noch eine Familie, die nicht selbst zur Kamera greift.

Die Augenblicke dieses neuen Lebensabschnittes in Bildern zu verewigen, sollte geplant sein. Analogphotographen ist anzuraten, sich mit einer ausreichenden Anzahl an Filmen einzudecken. Überwiegend wird sicherlich der Farbnegativfilm gewählt. Eine Alternative zur Farbphotographie stellt die klassische Schwarzweißphotographie dar. Diafilme spielen ihre ungeschlagene Stärke und Brillanz bei der Projizierung auf einer großen Leinwand aus. Mit einer Filmempfindlichkeit von ISO 200 oder ISO 400 ist man in jedem Fall gut beraten, denn auch wenn man sich einen sonnigen Tag wünscht, so können dunkle Wolken den Himmel verhängen und dann ist ein empfindlicherer Film die bessere Wahl. Die Batterien der Kamera sind in jedem Fall vor dem großen Tag zu prüfen und Ersatzbatterien sind Pflicht. Wird digital photographiert, so ist ein geladener Akku ebenso ratsam wie ein Ersatzakku und eine -speicherkarte.

Kompaktkameras, ob analog oder digital, verhelfen auf einfache Weise zu guten Aufnahmen. Einen größeren photographischen Spielraum garantieren Zoom-, Superzoom- oder aber Spiegelreflexkameras. Ein Garant für ausdrucksstarke Aufnahmen ist die Beherrschung der Kamera und ihrer Menüfunktionen. Wer nicht all zu oft auf den Auslöser drückt, der sollte sich vor der Einschulung in jedem Fall mit den wichtigsten Funktionen der Kamera vertraut machen.

Zum wichtigsten Zubehör gehört das Blitzgerät. Es dient nicht nur zur Aufhellung der dunklen Umgebung, sondern verändert die Lichtstimmung im Bild und läßt die Farben leuchten. Wer bessere Bilder bekommen möchte, sollte auf die künstliche Lichtquelle nicht verzichten. Externe Biltzgeräte, die dann zum Einsatz kommen können, wenn die Kamera über einen Blitzschuh verfügt, haben eine wesentlich höhere Reichweite als die eingebauten. Da zwischen externem Blitzlicht und Objektiv ein größerer Abstand vorliegt, können rote Augen weitestgehend vermieden werden.

Die Gruppenaufnahme - sie darf in keinem Photoalbum fehlen - ist eine der vielen Möglichkeiten, die Einschulung im Bild festzuhalten. Es ist kein leichtes, die Rasselbande, die heute ihren großen Tag hat, für die Gruppenaufnahme zu disziplinieren, denn die Beziehungen, die der Photograph berücksichtigen muß, wachsen in geometrischer Progression mit der Zahl der Gruppenmitglieder. Bei einem Einzelportrait gibt es nur das zwischenmenschliche Verhältnis zwischen Modell und Photograph oder Modell und Betrachter; bei einem Gruppenportrait sollten auch die Beziehungen der einzelnen Gruppenmitglieder berücksichtigt werden.

Dem Photographen stehen verschiedene Wege für eine Gruppenaufnahme offen, Geduld und Phantasie sind in jedem Fall angesagt. Je nach Klassengröße können die Kinder auf dem Schulhof stehend von oben, beispielsweise aus dem ersten Stock, photographiert werden. Mit einer Aufnahme wird es nicht getan sein und es empfiehlt sich, möglichst oft auf den Auslöser zu drücken. Wichtig ist, bei der Gruppenaufnahme die Gemeinsamkeit zu betonen. Dies fällt nicht besonders schwer beim Schulanfang, denn die Kinder brauchen nur ihre Zuckertüte in die Höhe zu strecken.
 

Fotografieren in der Praxis 09 / 2005

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