Smartphone-Fotografie - unser Ratgeber für beste Fotos mit dem Smartphone

Die Möglichkeiten, mit dem Smartphone sind sehr vielseitig und bieten neben einer nützlichen Videofunktion, auch eine immer besser werdende Bildqualität in der Schnappschussfotografie. Die kompakte Bauweise, der wachsende Funktionsumfang, die Möglichkeit, immer und überall mit anderen in Verbindung stehen zu können sowie die immer besser werdenden Aufnahmefunktionen machen das Smartphone heute nahezu unverzichtbar – und zwar generationsübergreifend. Auch wenn Foto-Apps sehr nützliche Begleiter auf dem Weg zum Bilderfolg mit dem Smartphone sind, so gibt es Grundsätzliches was man beim Fotografieren mit dem Smartphone beachten sollte.

© James Sutton

Tipp 1: Linse sauber halten

Smartphones werden gern in Hosen- und Jackentaschen transportiert. Das Objektiv ist ungeschützt und kleinste Partikel können sich auf ihm ablagern. Die kleinste Unreinheit wirkt sich negativ auf die Bildqualität aus. In regelmäßigen Abständen sollte man das Objektiv reinigen. Hierfür bieten sich weiche Tücher, wie feine Mikrofaser, nicht-fusselnde Baumwolle oder flauschige Brillenputztücher vom Optiker an. Bitte keine Papiertaschentücher nutzen, denn die zerkratzen die Optik.

Tipp 2: Ausstattung

Auch wenn man auf den ersten Blick der Annahme verfallen könnte, dass sich die angebotenen Smartphones nicht groß voneinander unterscheiden so ist dem bei Weitem nicht so. Steht eine Neuanschaffung an und legt man Wert auf die Kamerafeatures, so sollte man diese im Blick haben. Das LG G6 beispielsweise ist mit einer Weitwinkel-Selfie-Kamera ausgestattet, so dass man noch mehr aufs Bild bekommt. Für noch mehr Fotospaß sorgen die 4 verschiedenen quadratischen Kamerafunktionen.

Tipp 3: Auflösung und Bildqualität auf Maximum

Damit die Fotos später auf größeren Displays oder als Fotodruck nicht pixelig wirken, sollte das Gerät immer auf maximale Auflösung und höchste Bildqualität eingestellt sein. Die bessere Bildqualität erleichtert auch eine spätere Nachbearbeitung mit Fotosoftware. Tipp für Smartphones mit SD-Speicherkarten-Slot: Am besten für Situationen, in denen viel geknipst wird, eine leere Speicherkarte zum Wechseln dabei haben.

Tipp 4: Nicht zoomen, sondern rangehen

Nahezu alle Smartphones sind heute mit einem Digitalzoom ausgestattet. Dies verleitet zu zoomen, wodurch beim Digitalzoom lediglich die einzelnen Bildpixel vergrößert werden. Das wirkt sich negativ auf die Bildqualität aus, weswegen man lieber näher an das Motiv herangehen sollte. Eine andere Option ist der Einsatz von Teleoptiken für Smartphones, mit denen sich Distanzen überbrücken lassen.

Tipp 5: Mehr Licht – zusätzliche Lichtquellen

Fotografieren bedeutet mit Licht zu malen. Liegen keine optimalen Lichtbedingungen vor so stößt man schnell an die fotografischen Grenzen. Der in Smartphones eingebaute Blitz bietet vielfach keine zufriedenstellenden Bildergebnisse. Mit zusätzlichen Lichtquellen können Szenerien wirkungsvoller ausgeleuchtet werden. Eine weitere Option ist der Einsatz von Foto-Apps, mit der die Belichtungszeit erhöht werden kann. Nachteil ist gegebenenfalls Bildrauschen, das die Bildqualität herabsetzen kann. Wird die Belichtungszeit erhöht, dann ist der Einsatz eines Smartphonestativs Pflicht, verwackelt man ansonsten die Aufnahmen.

Tipp 6: Haltung bewahren

Smartphones sind leicht und dies verführt dazu, sie beim Fotografieren nur in einer Hand zu halten. Besser ist es jedoch, das Smartphone mit beiden Händen festzuhalten, denn so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es gerade ausgerichtet ist was den Aufnahmen zu Gute kommt.

Tipp 7: Weniger ist mehr

Man muss auf Bildern nicht all das zeigen, was man sieht. Weniger ist mehr sollte die Devise lauten. Das bedeutet, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Einfache Bildkompositionen führen vielfach zu ausdrucksstärkeren Aufnahmen.

Tipp 8: Kreatives Spiel

Auch wenn es unzählige Foto-Apps für die diversen Effekte gibt, so ist es lohnenswert, seiner eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Ein Beispiel hierfür wäre die Ausleuchtung eines Motivs mit der Taschenlampe.

Tipp 9: HDR-Funktion hilfreich bei schlechten Lichtverhältnissen und hohem Kontrastumfang

Sofern das Smartphone über eine HDR-Funktion verfügt beziehungsweise man eine entsprechende Foto-App auf das Gerät gespielt hat, ist diese unter schlechten Lichtbedingungen und bei hohen Kontrastumfang sehr hilfreich. Es werden mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten aufgenommen und zu einer Aufnahme vereint. Ziel ist es, am Ende ein optimal ausgeleuchtetes Foto zu erhalten.

Tipp 10: Datensicherung

Regelmäßige Datensicherung ist Pflicht, denn wie schnell ist das Smartphone mal heruntergefallen, es geht verloren oder es wird geklaut. Im Prinzip gibt es dazu drei Möglichkeiten: Die einfachste erfolgt über die Cloud, also einen Speicherplatz im Internet. Wer der Cloud skeptisch gegenübersteht, der sichert seine Bild- und Videodaten auf dem heimischen Computer oder beispielsweise dem eigenen NAS. Mehr zur Datensicherung.

Fotografieren in der Praxis 08 / 2017

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