Sportfotografie - Autofokus ist die beste Wahl

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Kompakte System- und Spiegelreflexkameras mit entsprechender Teleoptik sind schon einmal die halbe Miete für tolle Sportfotos. Wer im Besitz einer brandneuen Kamera mit Wechseloptik ist, der hat gegenüber anderen, die mit einem älteren Modell fotografieren, einen klaren Vorteil. Diese Kameras sind deutlich schneller nicht nur hinsichtlich der kamerainternen Bildverarbeitung beispielsweise, sondern auch in Bezug auf Schärfenmessung und Autofokussteuerung. In kaum vorstellbarer Schnelligkeit und Präzision wird zunächst die Aufnahmeentfernung ermittelt und das Objektiv scharfgestellt. Immer komplexere Messverfahren und immer leistungsstärkere Miniantriebe und Steuerverfahren sorgen dafür, dass die Zeiten zwischen dem Druck auf den Kameraauslöser und der Scharfstellung immer kürzer werden. Davon profitieren natürlich Sportfotografen, die auf extrem kurze Fokussierzeiten angewiesen sind.

Mit der manuellen Scharfstellung kommt man unserer Ansicht nach in der Regel nicht sonderlich weit. Wenn alles scharf ist, ist die Sequenz bereits meist vorbei – außer man kann, wie bei einem Radrennen beispielsweise, genau festlegen, wo der Sportler erscheint. Ist dem aber nicht so, so sollte man auf den Autofokus setzen, der schneller ist als man selbst. Wichtig ist natürlich, dass der Autofokus so schnell ist wie das Motiv. Ist der Autofokus zu langsam, so kann es zu Fehlfokussierungen kommen, die dazu führen, dass die Sequenz, die man einfangen wollte, bereits vorbei ist. Im Vorteil sind alle Fotografen, die über ein Kameramodell mit mehreren und sehr leistungsfähigen AF-Verfolgungs-Modi verfügen. Diese ermöglichen es, ein Objekt anhand seines Umrisses zu identifizieren und es auf dem Bild zu verfolgen. Anhand von Bewegungen wird vorausberechnet, wann das Motiv wo sein wird und der Fokus wird automatisch nachgeführt. Die Serienbildfunktion sollte man als Sportfotograf natürlich auch für sich nutzen. Bildraten von acht bis zwölf Bildern in der Sekunde erhöhen die Wahrscheinlichkeit, mindestens einen Volltreffer zu landen. Damit man die Geschwindigkeit der Kamera für sich nutzen kann, ist es natürlich wichtig, auch schnelle Speichermedien einzusetzen. Und nun noch ein letzter Tipp: Damit man als Fotograf nicht selbst zum Sportler wird, ist ein Stativ in der Sportfotografie Pflicht. Auch, wenn die Kameraausrüstung auf den ersten Blick nicht schwer erscheint, so geht das Halten der Ausrüstung schon in die Arme. Aber nicht nur deshalb sollte ein Stativ zum Einsatz kommen, sondern auch, weil es ein wichtiger Verwacklungsschutz ist.

Fotografieren in der Praxis 03 / 2014

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