Fototipp: Sternenfilter-Effekt

© Fotograf: Gordon Köhler, Die Höhle...., Blende-Fotowettbewerb
Gordon Köhler, Die Höhle…., Blende-Fotowettbewerb

Alle die nicht der neuesten Fotogeneration angehören, können sich sicherlich noch gut an die Sternenfilter aus der rein analogen Zeit der Fotografie erinnern – Überaus beliebt aufgrund der Bild-Effekte. Zum Einsatz kommt auch heute noch das Sternenfilter in der Dämmerung/Dunkelheit, wenn diese durch künstliches Licht wie Straßenlaternen erhält wird. Die Filter-Bezeichnung leitet sich von den sternförmigen Lichtreflexionen ab. Je nach Filter-Modell sind Sternreflexionen mit 4, 8 oder 16 Strahlen möglich. Sternenfilter werden auch gern als Gitterfilter oder Kreuzfilter bezeichnet. Grund dafür ist ihre Glasstruktur. Auf dem Glas befindet sich ein feines Gitter, an dem sich die Lichtstrahlen ausbreiten. Durch Drehen des Filters lässt sich die Richtung der Strahlen variieren. Auch heute gibt es diese Sternenfilter – ihr Effekt kann heute aber auch nachträglich mittels Bildbearbeitung herbeigeführt werden.

© Fotograf: Ralf Schwan, Sonnenuntergang am Kljuschewskaja Sopka mit Blick zum Tobaltschik, Blende-Fotowettbewerb
Ralf Schwan, Sonnenuntergang am Kljuschewskaja Sopka mit Blick zum Tobaltschik, Blende-Fotowettbewerb

Auch wenn aktuell kein besonders stark ausgeprägter Trend nach Sternenfiltern auszumachen ist, so ist der Sternenfilter-Effekt dennoch verstärkt anzutreffen. Die Rede ist hier aber nicht von mehreren leuchtenden Sternen, sondern in der Regel von einem Lichtstern. Dieser geht von der Sonne aus und nicht von einer künstlichen Lichtquelle wie einer Straßenlaterne. Der Sternenfilter-Effekt setzt als Lichtquelle die Sonne sowie Dämmerung oder die blaue Stunde voraus. Werden die Sonnenstrahlen durch etwas – beispielsweise durch ein Dach, einen Berg oder einen Baum – berührt, kommt es zur Brechung und zum Sternenfilter-Effekt. Die Aufnahmen wirken besonders stimmungsvoll und damit romantisch gespickt mit träumerischen Sehnsüchten. Eine hohe Blendenzahl von beispielsweise f/22 bringt sehenswerte Motive hervor.

© Fotograf: Karsten Milentz, FIAT LUX!, Blende-Fotowettbewerb
Karsten Milentz, FIAT LUX!, Blende-Fotowettbewerb

„Blende“ – Der Fotowettbewerb für Fotobegeisterte jeden Alters

„Blende“, ist der Wettbewerb für Fotobegeisterte aller Altersgruppen. Seit Jahrzehnten ist „Blende“ ein Trendbarometer für den Stand der Fotografie und damit ein wichtiges Zeitdokument. Die jährliche Gemeinschaftsaktion von Tageszeitungen und der Prophoto GmbH begeistert Teilnehmer, Veranstalter und Bildgenießer gleichermaßen.

© Fotograf: Herbert Steiner, Morgensonne im Hochwald., Blende-Fotowettbewerb
Herbert Steiner, Morgensonne im Hochwald., Blende-Fotowettbewerb

„Blende“ bietet allen Amateurfotografen ein Forum und die große Chance, ihre Schaffenskraft zum Besten zu geben. Dazu gehört auch, mit Gleichgesinnten zu den thematischen Vorgaben in den Wettstreit zu treten. Dabei wachsen die Teilnehmer über sich hinaus und geben Zeugnis über ihr kreatives fotografisches Potential. Ihre Bilder sind allesamt fotografisch konservierte Augeneindrücke, die durch ihre Teilnahme an „Blende“ zudem den Raum der privaten Betrachtung verlassen und den öffentlichen Schauplatz betreten. Nur die Präsentation der „Blende“-Bildeinsendungen in den Galerien auf unserer Homepage erscheint uns ausbaubar. Deshalb zeigen wir – vielfach mit Unterstützung der „Blende“-Fotografen – auf, was notwendig ist, um zu so sehenswerten Aufnahmen, wie hier veröffentlicht, zu gelangen. Damit soll nicht zum Kopieren inspiriert werden, sondern motiviert werden zum eigenen Spiel mit Zeit und Blende. Weitere Informationen zum laufenden Fotowettbewerb „Blende 2017“.

Fotografieren in der Praxis 08 / 2017

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