Stimmungsvolle Aufnahmen vom Weihnachtsfest

Was gilt es zu bedenken

Stimmungsvolle Aufnahmen vom Weihnachtsfest
Die einen lieben es, die anderen können gerne darauf verzichten – die Rede ist vom Weihnachtsfest, das gerade im Vorfeld von Hektik und mitunter von einigen Stimmungskillern getrieben ist. Aber möglicherweise gehört gerade dieses auch zum Weihnachtsfest dazu, um sich dann zu besinnen und die Zeit mit Familie und Freunden doch zu genießen. Weihnachten ist das Fest der Zusammenkunft, ob nun im Familien- und/oder Freundeskreis. Die Kamera gehört zu Weihnachten wie der geschmückte Baum, das Festessen, das Musizieren, die Geschenke und noch vieles mehr. Jede Familie hat ihre festen Bräuche, die meist von Generation zu Generation weitergegeben werden. Auch, wenn sich dementsprechend die Motive zu Weihnachten irgendwo gleichen, so gehören sie jedes Jahr aufs Neue in unwiederbringlichen Bildern festgehalten, die auch ein wichtiges Zeitzeugnis sind.

Fotografisch gerüstet sein

Für uns bevorzugte Aufnahmegeräte, um zum Weihnachtsfest bestens fotografisch gerüstet zu sein, sind hochwertige Kompaktkameras sowie kompakte System- und Spiegelreflexkameras. Diese Aufnahmegeräte bieten einen Funktionsumfang der den Smartphones nicht nur überlegen ist, sondern der einen sprichwörtlich auch nicht im Regen stehen lässt – wobei wir uns zu Weihnachten natürlich alle Schnee wünschen. Bei Kompaktkameras würden wir jenen mit einem breiteren Zoombereich den Vorzug geben, die zudem auch eine manuelle Einflussnahme zulassen. Kompakte System- und Spiegelreflexkameras bieten die Option des Objektivwechsels. Mit einem leichten Teleobjektiv ist man aus unserer Sicht bestens beraten, wobei wir auch das Normalobjektiv empfehlen. Dieses, so unserer Eindruck, ist zu Unrecht etwas aus der Mode gekommen. Für uns wäre es das Objektiv, wenn beispielsweise während der Bescherung oder beim Festessen fotografiert wird.

Wie wir neulich berichteten, erlebt die Sofortbildfotografie ihre Wiedergeburt. Diese Kameras, die Bilder mit einem ganz speziellen Look garantieren, sind natürlich auch eine tolle Idee, um die weihnachtlichen Impressionen zu Hause festzuhalten. Der Vorteil der Sofortbildkameras liegt natürlich auch darin, dass man den Familienangehörigen und Freunden auch gleich wundervolle Aufnahmen vom Fest aushändigen kann. Wir würden jedoch davon abraten, ausschließlich auf Sofortbildkameras zu setzen.

Für alle, die ihre Kamera nicht so oft in Gebrauch haben und dementsprechend der Funktionsumfang noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist, empfehlen wir, sich im Vorfeld mit seiner Kamera vertraut zu machen. Augenmerk sollte man auf die Menüoptionen legen. Ein Beispiel dafür wäre bei aktuellen Kameras beispielsweise das Aufnahmemenü „Kerzenlicht“ – dies ist prädestiniert für stimmungsvolle Aufnahmen von der Bescherung unter dem Weihnachtsbaum.

In jedem Fall gehören die Akkus im Vorfeld geladen – Ersatzakkus sind mehr ratsam, erst recht dann, wenn auch die Videofunktion zum Einsatz kommt. An Ersatzspeicherkarten ist in jedem Fall zu denken. Der Auslöser sollte lieber oft als zu wenig betätigt werden – nicht jede Aufnahme wird zum Volltreffer. Wenn von 50 Aufnahmen zehn gut sind, dann ist dies aus unserer Sicht schon eine sehr gute Quote. Auch wenn aktuelle Kameras mit Bewegungsstabilisatoren ausgestattet sind, die helfen der Handunruhe entgegen zu wirken, so ist ein Stativ mehr als ratsam. Bietet die Kamera die Option, einen separaten Blitz über den Blitzschuh anschließen zu können, dann sollte man diesen auch einsetzen. Seine Leistungen liegen über denen der eingebauten und man kann die Szenerien zudem wesentlich besser ausleuchten. Natürlich ist im Vorfeld daran zu denken, den Batterieladezustand zu überprüfen.

Alle Jahre wieder – Das Gruppenfoto

Ein Gruppenfoto am Weihnachtsbaum ist Pflicht. Die größte Kunst für uns Fotografen besteht darin, die besondere Stimmung in den Aufnahmen einzufangen. Möchte man mit aufs Bild, dann spielt jetzt das Stativ seine Stärken aus. Alle Kameraeinstellungen werden vorgenommen und der Selbstauslöser aktiviert – dann nichts wie zur Gruppe. Sofern die Kamera über eine Serienbildfunktion verfügt, würden wir auch diese aktivieren. In einem festen Intervall entstehen mehrere Aufnahmen – so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wenigstens auf einem Bild alle nett lächeln und keiner die Augen geschlossen hat.

Beim Einsatz des internen Kamerablitzes oder auch des Aufsteckblitzes ist darauf zu achten, dass die Lichtstimmung nicht weggeblitzt wird. Wer auf den Einsatz eines Blitzgerätes nicht verzichten kann oder will, der sollte das Hilfslicht dem festlichen Anlass entsprechend dosieren. Etwas knapper belichten, als es die Automatik empfiehlt, kann nicht schaden, um die „Stille Nacht“ zu betonen. Dazu nimmt man an den Kameraeinstellungen – soweit möglich – eine Blitzbelichtungskorrektur vor. Mehrere Testaufnahmen und die Kontrolle am Monitor im Vorfeld helfen, die treffende Belichtung zu finden. Wird mit Systemblitzgeräten fotografiert, so lässt sich das Licht mit Streulichtvorsätzen (Diffusoren) zügeln. Das Ergebnis sind angenehm weich ausgeleuchtete Fotografien. Als Fotograf haben wir auch die Option, mit einem indirekten Blitz über die Zimmerdecke zu fotografieren, wodurch anvisierte Motive nicht frontal beleuchtet werden. Immer mehr Kameras bieten die Option, längere Belichtungszeiten und den Einsatz eines Blitzgerätes zu kombinieren. Das ermöglicht es, soviel natürliches Licht von Kerzen und anderen Lichtquellen im Raum aufzunehmen, wie das Fotografieren aus freier Hand gerade noch erlaubt. Was dann noch fehlt, steuert das Blitzgerät per Automatik bei.

Nahezu jede Kamera bietet die Option, auf die ISO-Empfindlichkeit Einfluss zu nehmen. Eine Erhöhung der ISO-Empfindlichkeit beim Einsatz von lichtstarken Objektiven kann dazu führen, dass das Kerzenlicht des Weihnachtsbaumes völlig ausreicht und man auf ein Blitzgerät verzichten kann. Zu bedenken ist, dass mit der Erhöhung der ISO-Empfindlichkeit eine Zunahme des sogenannten Rauschens verbunden sein kann und die Aufnahmen dadurch körniger wirken können. Hier muss man gegebenenfalls abwägen – Bildrauschen und dafür eindrucksvolle und stimmungsgeladene Aufnahmen.

Fotografieren in der Praxis 12 / 2015

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