Teleobjektive - Badefreuden richtig ins Bild gesetzt

Luftiges Quartett Bildgalerie betrachten Blende ,“Luftiges Quartett”
Wolfgang Ruppert
Die Kamera ist auch beim
Baden und Surfen dabei


Kind auf dem Surfbrett, Papa beim Burgenbauen (oder umgekehrt?) werden in jedem Urlaub abgelichtet. Teleobjektive machen es möglich, noch den weit entfernten Surfer formatfüllend ins Bild zu setzen. Doch einfach den großen Spaß beim Baden, Planschen und Schwimmen festzuhalten, davor scheuen sich viele Kamerabesitzer. Zu unrecht! Ein wenig Spritzwasser schadet dem Photoapparat nicht, wenn das salzige Naß gleich abgewischt wird. Der farblose UV-Sperrfilter für bessere Photos vom Meeresstrand sollte ohnehin als ständiger Schutz vor dem Objektiv bleiben. Problematisch ist nur der Sand an den Stränden für die Kamera. Solange sie nicht benutzt wird, hilft gegen Sand das Aufbewahren in einem gut verschlossenen Plastikbeutel. Im Fachhandel werden für nahezu alle Kameratypen, einschließlich der Kompaktkameras mit Zoomobjektiv, Plastikgehäuse angeboten. Diese verfügen über eine vor dem Objektiv liegende Scheibe aus neutralem Plexiglas, welche die Qualität der Aufnahme praktisch nicht beeinträchtigt. Mit einem solchen Plastikgehäuse um die Kamera kann man nicht nur abtauchen, es ist auch ideal als Kameraschutz für den Strandläufer oder beispielsweise Wassersportler.

Photos vom Badespaß lassen sich nicht nur an fremden Ufern machen. Schon das heimische Schwimmbad oder der nächstgelegene See laden zum Baden und zum Photographieren ein. Ein ins Wasser führender Steg ist zum Beispiel ein guter Standort, um Kinder oder Erwachsene beim Schwimmen aufzunehmen. Die Bewegung des Wassers und die dadurch entstehende Lichtbrechung ergeben reizvolle Farbmotive, zumal wenn das Blau des nassen Elements mit einem farbigen Badeanzug kontrastiert. Für Besitzer von Spiegelreflexkameras bietet sich bei solchen Aufnahmen die Verwendung eines Polarisationsfilters an, das die Spiegelung des Wassers reduziert und damit einen klareren Durchblick auf den Schwimmer gewährt.

Vom Badesteg aus oder vom Rand eines Schwimmbeckens lassen sich auch die tollsten Sprünge beobachten. Hier heißt es, reaktionsschnell zu sein. Eine sehr kurze Belichtungszeit von 1/1.000 friert die Bewegung ein. In gewisser Weise könnte man dabei von Überraschungsphotos sprechen, denn bei so schnellen Abläufen ist das Auge langsamer als der Verschluß der Kamera. Erst auf dem fertigen Abzug sieht man genau, ob im richtigen Augenblick "aufs Knöpfchen" gedrückt wurde. Ungeübten können wir nur den Rat geben, möglichst oft den Auslöser zu betätigen und recht viele Sprünge zu photographieren. Vielleicht ist dann ein meisterlicher "Treffer" dabei.
 

Fotografieren in der Praxis 09 / 2004

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