Warum man sich für tolle Landschaftsfotos Zeit nehmen sollte

Fotografieren ist mehr, als nur den Auslöser zu betätigen

© Fotograf: Jürgen Schreck, Die beeindruckende Dolomitenregion Drei Zinnen, Blende-Fotowettbewerb
Jürgen Schreck, Die beeindruckende Dolomitenregion Drei Zinnen, Blende-Fotowettbewerb

Sieht man beeindruckende Landschaftsaufnahmen, wie sie beispielsweise immer wieder zum Deutschen Zeitungsleser-Fotowettbewerb „Blende“ eingereicht werden, so sind diese eine Augenweide. Dies animiert, sich auch in der Landschaftsfotografie zu probieren – so schwer kann das ja nicht sein. Die Landschaft liegt vor einem, Kamera raus und auslösen. Im Prinzip alles richtig – in der Praxis zeigt sich jedoch oftmals, dass man bei diesem Vorgehen mit der Bildausbeute nicht unbedingt zufrieden ist. Nachstehende Fototipps erhöhen die Wahrscheinlichkeit, künftig mehr fotografische Volltreffer zu landen. Und das Gute an der Fotografie von Landschaften ist, dass sie nicht weglaufen.

Sich nicht verleiten lassen

© Fotograf: Norbert Gehrmann, Schattenspiele im Allgäu, Blende-Fotowettbewerb
Norbert Gehrmann, Schattenspiele im Allgäu, Blende-Fotowettbewerb

Insbesondere dann, wenn man Landschaften erstmalig sieht, verleitet dies vor lauter Faszination gern dazu, wild den Auslöser zu betätigen. Das ist mehr als verständlich möchte man diesen Augenblick konservieren. Doch die Begeisterung führt gern dazu, möglicherweise die zur Verfügung stehenden fotografischen Optionen nicht voll auszuschöpfen. Sehenswerte Landschaftsbilder wollen gestaltet werden. Das heißt im Umkehrschluss nicht, sich an die bestehenden Regeln der Fotografie halten zu müssen. Der Bildaufbau spielt in der Landschaftsfotografie – wie auch sonst in der Fotografie – eine entscheidende Rolle. Auf Linien und Formen sollte man in jedem Fall in der Landschaftsfotografie achten. Gerade Linien sind von großer Bedeutung – sie führen den Blick des Betrachters durchs Bild. Wichtig ist auch zu entscheiden, wie viel Raum man dem Himmel zugesteht.

Sich Zeit nehmen

Geduld und Ausdauer sind für Tierfotografen eine Selbstverständlichkeit. Dies sollte auch für Landschaftsfotografen gelten. In den seltensten Fällen gelingen sehenswerte Aufnahmen einfach im Vorübergehen. Wichtig ist in der Fotografie, sich Zeit für seine Motive zu nehmen. Das ist in einer Welt, die sich immer schneller zu drehen mag, gar nicht so leicht. Gerade nach einer stressigen Woche muss man diese Entschleunigung auch erst wieder zulassen.

Erobern beansprucht Zeit

© Fotograf: Laura Längsfeld, Endlichkeit, Blende-Fotowettbewerb
Laura Längsfeld, Endlichkeit, Blende-Fotowettbewerb

Möchte man einen fotografischen Volltreffer landen, so wollen Landschaften genauso wie der Partner erobert werden. Das bedeutet, sich auf sie einzulassen, sie zu erkunden und bestmöglich diese persönlichen Stimmungen in Bildern konservieren. Auch das beansprucht Zeit und manchmal ist es sogar so, dass Landschaften erst auf den zweiten oder gar dritten Blick in die Charmeoffensive gehen.

Auf das richtige Licht warten

Fotografieren bedeutet nichts anderes als mit Licht zu malen. Das Licht hat einen maßgeblichen Einfluß darauf, wie wirkungsvoll Landschaften in Fotografien festgehalten werden. Für die Landschaftsfotografie prädestiniert sind die frühen Morgen- und Abendstunden. In dieser Zeitspanne ist das Licht besonders stimmungsvoll. Lichtstimmungen können innerhalb von Minuten – wenn nicht sogar Sekunden – wechseln. Es lohnt sich auch deshalb, sich Zeit für sein Landschaftsmotiv zu nehmen.

„Blende“ – Der generationsübergreifende Fotowettbewerb für Fotobegeisterte jeden Alters

Blende, ist der Wettbewerb für Fotobegeisterte aller Altersgruppen. Seit Jahrzehnten ist „Blende“ ein Trendbarometer für den Stand der Fotografie und damit ein wichtiges Zeitdokument. Die jährliche Gemeinschaftsaktion von Tageszeitungen und der Prophoto GmbH begeistert Teilnehmer, Veranstalter und Bildgenießer gleichermaßen.

Blende bietet allen Amateurfotografen ein Forum und die große Chance, ihre Schaffenskraft zum Besten zu geben. „Blende“ schärft mit seinen jährlich wechselnden thematischen Vorgaben die Sinne. Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge, zu „Blende 2017“ gingen über 80.000 Fotografien ein, sind allesamt fotografisch konservierte Augeneindrücke, die durch die Teilnahme an „Blende“ den Raum der privaten Betrachtung verlassen und den öffentlichen Schauplatz betreten.

„Blende“-Teilnehmer sind mit ihren eingereichten Wettbewerbsbeiträgen nicht nur wichtige Botschafter für die Fotografie. Sie treten den Beweis an, wie lohnenswert es ist, die Welt in der man sich aufhält aktiv wahrzunehmen.

Weitere Informationen zu „Blende“: https://www.prophoto-online.de/fotowettbewerb-blende

Fotografieren in der Praxis 04 / 2018

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