Fototipps - Wenn Freunde die Hochzeit fotografieren und Filmen

Benjamin Winkler, Gespiegelt auf der Stoßstange, Blende-Fotowettbewerb Bildgalerie betrachten Benjamin Winkler, Gespiegelt auf der Stoßstange, Blende-Fotowettbewerb

Geheiratet wird das ganze Jahr – der Mai gilt als der gefragteste Monat in dem sich Paare „trauen“ den Bund der Ehe zu schließen. Dass zur Hochzeit die Fotografie gehört, ist selbstredend. Diese Tage der Feierlichkeiten mit Jungesellenabschied, Polterabend etc. gehören fotografisch festgehalten, gelingt es doch nur durch Bilder, die Erinnerungen an dieses Ereignisses über Jahrzehnte wachzuhalten. Für den Tag der Eheschließung ist die Buchung eines Profifotografen, der das Paar bestenfalls quasi 24 Stunden begleitet, ratsam (Hochzeitsfotografie – Auf zum Profifotografen). Auch, wenn bei Hochzeitspaaren mitunter der Gedanke verbreitet ist, Freunde zu fragen, ob sie nicht anstelle des Profifotografen der Hochzeitsfotograf sein möchten, so sollte davon Abstand genommen werden. Die Verantwortung ist bei aller Ehre gigantisch. Die Beauftragung eines Profifotografen bedeutet jedoch im Umkehrschluss nicht, dass man nicht auch Freunde fragt, ob sie diesen bedeutenden Tag zusätzlich zum Profifotografen fotografieren und filmen – Dieser kann letztendlich nicht überall sein. Ja und die Aufnahmen und Videos von Freunden machen oftmals das Salz in der Suppe aus.

Empfohlenes Kameraequipment

Für Schnappschüsse von Personen oder um das Büfett zu fotografieren mag das Smartphone als „Immer-Dabei-Kamera“ am Tag der Hochzeit ausreichend sein. So ein besonderer Tag verlangt aber nach anderen Aufnahmen. Hochwertige Kompaktkameras mit einem großen Zoombereich, der möglichst auch den Weitwinkelbereich abdeckt, sind für die Hochzeitsfotografie eine gute Wahl. Noch besser ist es allerdings, wenn man auf eine kompakte System- und/oder Spiegelreflexkamera mit entsprechender Optik zurückgreifen kann. Das Normalobjektiv sollte in der Fototasche ebenso nicht fehlen wie ein leichtes Teleobjektiv und ein Weitwinkelobjektiv. Klar im Vorteil ist man, wenn man über zwei oder sogar drei Kamerabodys, mit dem entsprechendem Objektiv (Normal, Tele, Weitwinkel) ausgestattet, verfügt. Je nach Situation kann hier schnell die entsprechende Kamera gezückt werden. Ein breiter Kameragurt erhöht den Tragekomfort, entlastet und schützt die Kamera vor möglichen Stürzen, wenn man als Fotograf angerempelt wird. Ist man mit zwei Kameras unterwegs, dann ist der Doppelgurt optimal. Wichtig ist es, die Fotoausrüstung vor der Hochzeit noch einmal zu checken und beispielsweise die Linsen der Objektive zu reinigen. Mit seiner Kamera sollte man natürlich vertraut sein und sie quasi blind beherrschen. Auch die Kameraeinstellungen wie die Auflösung – hier sollte immer die höchste gewählt werden – sollten im Vorfeld überprüft werden.

Alle aktuellen Aufnahmegeräte verfügen heute über die Option, damit auch Filmsequenzen (Videos) aufzeichnen zu können. Diese dürfen nicht fehlen gibt es doch zahlreiche Momente wo eine Momentaufnahme nicht ausreichend ist. Herausfordernd ist es sicherlich, wenn man in Personalunion sowohl filmt als auch fotografiert. Arbeitsteilung ist sicherlich ratsam außer man verfügt über eine Kamera die 4K oder 6K tauglich ist. Dieses Feature bietet den großen Vorteil, dass die Videoqualität so gut ist, dass Einzelbilder in Topqualität später rausgeschnitten werden können. Guter Ton ist bei Videos die halbe Miete, denn es ist schon ärgerlich, wenn man beispielsweise das Ja-Wort im Film nicht zu hören bekommt. Aus diesem Grund bietet sich der Einsatz eines externen Mikrofons an. Auch, wenn heutige Kameras gegenüber früher Leichtgewichte sind, so gewinnen sie auf die Dauer einer Hochzeit an Gewicht. Aus diesem Grund ist ein Rig mehr als empfehlenswert. Das entlastet ungemein, und das macht sich in den eingefangenen Video-Sequenzen auch bemerkbar. Nützlich ist auch der Einsatz eines größeren externen Displays, das dem Kameradisplay überlegen ist. Wird gefilmt dann müssen wesentlich mehr Ersatzspeicherkarten eingepackt werden, als wenn nur fotografiert wird. An Ersatzakkus ist ebenso zu denken wie an das Ladegerät, denn so ein Hochzeitstag kann verdammt lang sein – von morgens um 10 Uhr bis weit nach Mitternacht. 1.000 und mehr Aufnahmen setzen entsprechende Stromreserven ebenso voraus, wie die Videosequenzen, die während des großen Tages abgedreht werden.

Ob nun im Rathaus, auf dem Standesamt, in der Kirche oder auf dem anschließenden Fest sind die Lichtbedingungen nicht immer optimal, weswegen ein separates Blitzgerät, das wesentlich leistungsfähiger ist als die eingebauten, in die Fototasche gehört. So ein separates Blitzgerät ist auch immer dann gut, wenn es beispielsweise darum geht, die Gesichter des Brautpaares oder die der Hochzeitsgesellschaft aufzuhellen. Wird draußen bei Sonnenschein fotografiert, dann sind Reflektoren überaus nützliche Diener. Mit ihnen lässt sich das Licht wunderbar lenken und zum Beispiel Schlagschatten in den Gesichtern verhindern. An ein Stativ ist auch zu denken – dieses findet nicht nur seinen Einsatz bei der Gruppenaufnahme, wo man als Freund mit aufs Bild möchte. Nützliche Dienste leistet es auch in der Kirche, wenn beispielsweise dort nicht mit Blitz fotografiert werden darf. Ist man im Besitz eines neueren Kameramodells, das die Kamerasteuerung über ein Tablet oder Smartphone bietet, dann ist das sehr praktisch. Die Kamera ist auf einem Stativ ruhend beispielsweise in der Kirche auf das Brautpaar am Altar sitzend ausgerichtet. Man befindet sich als Fotograf bei der Hochzeitsgesellschaft und steuert über das Tablet/Smartphone die Kamera. So stört man den Pfarrer, das Brautpaar und die Hochzeitsgesellschaft nicht.

„Blende“ – Der Fotowettbewerb für Fotobegeisterte jeden Alters

„Blende“, ist der Wettbewerb für Fotobegeisterte aller Altersgruppen. Seit Jahrzehnten ist „Blende“ ein Trendbarometer für den Stand der Fotografie und damit ein wichtiges Zeitdokument. Die jährliche Gemeinschaftsaktion von Tageszeitungen und der Prophoto GmbH begeistert Teilnehmer, Veranstalter und Bildgenießer gleichermaßen.

Auf der Motivjagd für „Blende“, dem Zeitungsleser-Fotowettbewerb für alle Amateurfotografen, sind Hochzeiten eine lohnende Fundgrube, um sich den thematischen Vorgaben stellen zu können.

„Blende“ bietet allen Amateurfotografen ein Forum und die große Chance, ihre Schaffenskraft zum Besten zu geben. Dazu gehört auch, mit Gleichgesinnten zu den thematischen Vorgaben in den Wettstreit zu treten. Dabei wachsen die Teilnehmer über sich hinaus und geben Zeugnis über ihr kreatives fotografisches Potential. Ihre Bilder sind allesamt fotografisch konservierte Augeneindrücke, die durch ihre Teilnahme an „Blende“ zudem den Raum der privaten Betrachtung verlassen und den öffentlichen Schauplatz betreten. Nur die Präsentation der „Blende“-Bildeinsendungen in den Galerien auf unserer Homepage erscheint uns ausbaubar. Deshalb zeigen wir – vielfach mit Unterstützung der „Blende“-Fotografen – auf, was notwendig ist, um zu so sehenswerten Aufnahmen, wie hier veröffentlicht, zu gelangen. Damit soll nicht zum Kopieren inspiriert werden, sondern motiviert werden zum eigenen Spiel mit Zeit und Blende. Übrigens: Der Startschuß mit „Blende 2017“ der 43. Runde ist inzwischen gefallen. Weitere Informationen zur neuen Wettbewerbsrunde unter: https://www.prophoto-online.de/fotowettbewerb-blende/blende-2017-startschuss-zur-43-runde-gefallen-10010700

Fotografieren in der Praxis 05 / 2017

2 Kommentare

Wohl dem, der einen Fotografen im Freundeskreis hat. Die Hochzeiten in meinem Bekanntenkreis wurden teilweise durch einen Hochzeitsfotografen aufgenommen. Derweil die meiner besten Freundin von einem Freund aufgenommen wurden.

Louise

von Louise
05. Juni 2018, 09:32:34 Uhr

wir sind sooooooooooooo froh, einen Profi Hochzeitsfotografen (Sven von www.fotos-eurer-hochzeit.de) bei unserer Hochzeit dabei gehabt zu haben. Familie sind an diesem Tag Gäste und nicht zum arbeiten da. Ein Hochzeitsfotograf weiß genau, was er tut und ist sicher in dem. Ich möchte keine Fotos, die "zufällig" schön sind, sondern die total schön sind und bin so froh darüber :) Liebste Grüße, Eure Sandra

Sandra

von Sandra
18. September 2017, 15:51:49 Uhr

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