Winterlandschaft im Bild

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Blende ,“Winterlandschaft im Bild”
Gerd Stieber

Statistiken belegen es: Am meisten wird im Urlaub photographiert. Landschaften gehören zu den bevorzugten Photomotiven - auch oder gerade im Winter. Wer auf den richtigen Blickwinkel und Ausschnitt sowie auf das optimale Licht achtet, dem werden überzeugende Aufnahmen gelingen. Ausdauer und Geduld sind auch in der Landschaftsphotographie ein Garant für stimmungsvolle Photos. Gerade im Winter bieten sich dem Frühaufsteher Eindrücke, von denen der Langschläfer nur träumen kann.

Bei der Landschaftsaufnahme ist darauf zu achten, daß der Horizont waagrecht im Bild liegt und nicht nachträglich mittels Bildbearbeitung ausgerichtet werden muß. Insbesondere bei Aufnahmen von Seen und Meeren fallen Schräglagen schnell ins Auge, das Wasser fließt aus dem Bild.

Dem Himmel, der sorgfältig in Szene gesetzt werden sollte, muß besonderes Augenmerk zuerkannt werden, soll die Landschaftsaufnahme wirken. Eine Photographenregel besagt, daß der durch Wolken und Farben durchsetzte Himmel nicht mehr als die Hälfte der Bildhöhe ausmachen sollte. Ist der Himmel hingegen flach und monoton, so reicht ¼ der Bildhöhe vollkommen aus.

Landschaften müssen nicht zwangsläufig in dem meist üblichen Querformat festgehalten werden. Das Hochformat bietet sich beispielsweise dann an, wenn Dimensionen von Bäumen und räumliche Tiefe aufgezeigt werden soll. Die Weite einer Landschaft visualisiert man am besten mit dem Panoramaformat.

Ein klarer Wintertag, wenn noch Pastellfarben vorherrschen und man Rauhreif und Nebelbänke vorfindet, bietet sich als Photomotiv gerade zu an. Bei der Belichtung verlangen die zarten Weißtöne von Reif und Schnee viel Fingerspitzengefühl. Schon eine halbe Blendenstufe kann den Unterschied zwischen einem wirkungsvollen Bild und einem das unterbelichtet und grau oder überbelichtet und ausgebleicht ist, ausmachen. Bei Rauhreif-Motiven und Schneelandschaften sollten anderthalb Blenden gegenüber dem Meßwert zugelegt werden, da durch das Fehlen dunkler Tonwerte der Belichtungsmesser irregeführt wird. Wer sicher gehen will, entscheidet sich für mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Einstellungen.
 

Fotografieren in der Praxis 12 / 2004

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