Fototipp - Winterliche Fotoimpressionen

© Fotograf: Alfred Preuß, Wintermärchen, Blende-Fotowettbewerb Bildgalerie betrachten Alfred Preuß, Wintermärchen, Blende-Fotowettbewerb

Der von vielen langersehnte Winter hält Einzug mit Eis und Schnee in unseren Breiten. Bei der Bandbreite an Motiven, wird das alle Fotobegeisterte auf den Plan rufen, den Auslöser jetzt verstärkt zu betätigen. Wie beliebt der Winter mit seinen Motiven ist, zeigen die hier auszugsweise veröffentlichten Wettbewerbsbeiträge, die zu „Blende 2016“ eingingen. Diese Aufnahmen geben zum Besten, dass der Streetfotograf bei den aktuell herrschenden Witterungsbedingen ebenso auf seine Kosten kommt wie der Landschafts-, Sport- und Tierfotograf oder all jene, die sich der Makrofotografie zugewandt fühlen. Voraussetzung, um die Fotomomente des Winters zu konservieren, ist natürlich ein Aufnahmegerät. Auch, wenn die Fotofunktion in den Smartphones immer besser werden, bietet eine Kamera nicht nur ein besseres Handling sondern in der Regel brillantere Bildqualitäten, deutlich mehr Optionen für das fotografische Spiel mit beispielsweise Zeit und Blende und einen leistungsstärkeren Akku. Dieser verliert bekanntlich bei Minustemperaturen schnell mal bis zu 50 Prozent seiner Kapazität.

Kameraequipment – Motivabhängig

Auf welches Kameraequipment man zurückgreift hängt natürlich vom bevorzugten Sujet ab. Landschaftsfotografen, die die Weite visualisieren möchten, werden bevorzugt auf eine kompakte System- beziehungsweise Spiegelreflexkamera, ausgestattet mit einem Weitwinkelobjektiv, zurückgreifen. Geht es dem Streetfotografen um das Festhalten von Aktivitäten wie beispielsweise das Schneeschippen, so ist eine Kompaktkamera mit einem größeren Zoombereich für diese Szenerie ebenso geeignet wie eine kompakte System- beziehungsweise Spiegelreflexkamera mit einem leichten Teleobjektiv (mit diesem lassen sich Distanzen überbrücken). Von Vorteil ist, wenn die Kompaktkamera über die Option einer manuellen Einflussnahme verfügt, denn je nach Modell und Situation kann es bei großen Schneeflächen auch mal zu Fehlbelichtungen kommen. Ist das fotografische Steckenpferd die Schneepiste mit Ski- und Snowboardfahrern (Sportfotografie), dann sollte man bestmöglich über ein sehr aktuelles Kameramodell mit einer schnellen Serienbildfunktionen verfügen, oder eine die sogar schon 4K unterstützt. Tierfotografen, die in der freien Natur auf Motivjagd gehen, greifen bevorzugt auf Kameras für Wechseloptik zurück und die Wahl fällt auf wenigstens ein mittleres Teleobjektiv mit dem sich große Distanzen überbrücken lassen und wunderbar aus dem Verborgenen fotografiert werden kann.

Schutz des Kameraequipments im Winter

Die Fotoausrüstung ist wesentlich witterungsunempfindlicher als man als Fotograf. Leichter, mittlerer und sogar starker Schneefall können einer Kamera so schnell nichts anhaben. Wichtig ist, die nass gewordene Kamera mit einem fusselfreien Tuch zu trocknen, bevor sie in der Fototasche verstaut wird. Zu Hause nach der Fototour angekommen, gilt es, dass Fotoequipment aus der Fototasche zu nehmen. Die Zimmertemperatur reicht aus, damit die letzte Restfeuchte eliminiert wird. Um die Kamera während der Fototour vor Feuchtigkeit zu schützen, greifen manche Fotografen auf den Regenschirm zurück. Das kann in Akrobatik enden und der große Nachteil ist, dass man nur eine Hand zum Fotografieren frei hat, was die Ausrichtung und Bedienung der Kamera natürlich enorm erschwert. Wird mit einer sogenannten Outdoorkamera fotografiert, so braucht man sich keine großen Gedanken machen, denn diese Aufnahmegeräte sind wasserdicht. Natürlich sollten auch diese Aufnahmegeräte mit einem fusselfreien Tuch getrocknet werden, bevor sie in der Fototasche verstaut werden. Eine Gegenlichtblende bietet guten Schutz für das Objektiv bei leichtem Regen oder Schneefall. Sie sorgt in der Regel dafür, dass kein Tropfen auf das Objektiv fällt und das Foto unscharf macht.

Neben der Feuchtigkeit spielt auch die Kälte im Winter eine Rolle. Linsen können je nach Minustemperaturen gegebenenfalls vereisen. Doch das lässt sich vermeiden. Ein weitverbreiteter Fehler ist nämlich, eine warme Ausrüstung aus dem Haus oder Wagen in die klirrende Kälte hinauszunehmen und gleich zu fotografieren. Schneeflocken fallen auf die Kamera, schmelzen und frieren bei extremen Minustemperaturen dann fest. Eine solche Eiskruste lässt sich nur entfernen, wenn man die Kamera wieder ins Warme bringt. Verhindern lässt sich das Problem, wenn man der Kamera die Zeit einräumt, sich langsam abzukühlen. Selbst wenn sich die Kamera niedrigen Außentemperaturen angepasst hat, so kann die Frontlinse bei extremen Minustemperaturen vereisen, wenn Atem darauf fällt. Der Eisbelag lässt sich entfernen, indem die Linse erneut angehaucht und die Feuchtigkeit mit einem speziellen Objektivtuch abgewischt wird. Batterien/Akkus werden bekanntermaßen durch niedrige Temperaturen stärker beansprucht, deshalb sind Ersatzbatterien Pflicht. Diese sollten am besten in der Innentasche aufbewahrt werden, damit sie durch die Körperwärme ihre Leistungsfähigkeit behalten.

„Blende“ – Der Fotowettbewerb für Fotobegeisterte jeden Alters

„Blende“, Europas größter Wettbewerb für Fotobegeisterte aller Altersgruppen, ist seit Jahrzehnten ein Trendbarometer für den Stand der Fotografie. Die jährliche Gemeinschaftsaktion von Tageszeitungen und der Prophoto GmbH begeistert Teilnehmer, Veranstalter und Bildgenießer gleichermaßen.

„Blende“ bietet allen Amateurfotografen ein Forum und die große Chance, ihre Schaffenskraft zum Besten zu geben. Dazu gehört auch, mit Gleichgesinnten zu den thematischen Vorgaben in den Wettstreit zu treten. Dabei wachsen die Teilnehmer über sich hinaus und geben Zeugnis über ihr kreatives fotografisches Potential. Ihre Bilder sind allesamt fotografisch konservierte Augeneindrücke, die durch ihre Teilnahme an „Blende“ zudem den Raum der privaten Betrachtung verlassen und den öffentlichen Schauplatz betreten. Nur die Präsentation der „Blende“-Bildeinsendungen in den Galerien auf unserer Homepage erscheint uns ausbaubar. Deshalb zeigen wir – vielfach mit Unterstützung der „Blende“-Fotografen – auf, was notwendig ist, um zu so sehenswerten Aufnahmen zu gelangen. Damit soll nicht inspiriert werden zum Kopieren, sondern motiviert werden zum eigenen Spiel mit Zeit und Blende.

Fotografieren in der Praxis 01 / 2017

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