Wohin mit den Urlaubsbildern - Sicherungskopien sind Pflicht

Cloud
Reisezeit ist Fotozeit – das mag abgedroschen klingen, aber dem ist nun einmal so. Ja, und verwunderlich ist das auch nicht, dass der Auslöser nicht stillsteht bei den vielen Eindrücken, die dauerhaft in Bildern und Videos konserviert werden wollen. Bevorzugte Aufnahmegeräte im Urlaub sind übrigens Kameras, so Untersuchungen. Auch das erstaunt nicht, denn sie liefern nun einmal die beste Bildqualität, garantieren den größten fotografischen Spielraum und die Akkuleistungen lassen einen keinen Moment verpassen. Bei den Tausenden an Aufnahmen, und hinzu kommen sicherlich auch noch bei dem einen oder anderen Videosequenzen, stellt sich im Urlaub schnell die Frage, wohin eigentlich damit und wo sind die Bilddaten am sichersten untergebracht. Unsere digitale Welt bietet vielfältige Optionen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte mindestens zwei dieser Möglichkeiten für sich nutzen. Wir sind übrigens übervorsichtig und unsere Devise lautet aller guten Dinge sind drei.

Die Bild- und Videodaten werden natürlich bei der Aufnahme auf Speicherkarten abgelegt. Hier unser Rat: lieber zwei, drei mehr in die Fototasche als eine zu wenig. Auf gar keinen Fall sollte man sich in die Bedrängnis von zu wenigen Speicherkarten bringen und während der Fototour damit beginnen müssen, Aufnahmen zu löschen, weil man keine Ersatzspeicherkarte dabei hat. Auch, wenn die Kameradisplays immer besser geworden sind, so sollte man die Aufnahmen über einen großen Bildschirm hinsichtlich ihrer Qualität überprüfen, bevor man sie löscht. Wir gehören übrigens zu denjenigen, die nie Bilder löschen, auch wenn sie nicht optimal gelungen sind – aber das nur am Rande. Wir nehmen bei einem Urlaub von zehn Tagen mindestens zehn Speicherkarten mit – also eine pro Tag.

Speicherkarten
Ist man im Besitz einer Kamera mit zwei Kartenslots so ist das natürlich genial. In der Kamera kann die Konfiguration so vorgenommen werden, dass alle Aufnahmen doppelt gespeichert werden. Dies schütz vor Datenverlust bei einem technischen Defekt der primären Speicherkarte. Natürlich gehört die sekundäre Sicherungskarte am Abend aus der Kamera getauscht, denn mit einem möglichen Verlust der Kamera am nächsten Tag wären ansonsten alle Bilddaten weg.

Ist der Laptop beziehungsweise das Tablet im Urlaub mit von der Partie, so sollten am Abend alle Aufnahmen des Tages auf deren Festplatten gesichert werden. Für den Bilddatentransfer kann die Kamera über ein Kabel direkt mit diesen Geräten verbunden werden. Man hat bei manchen Tablets und Laptops auch die Option, über einen integrierten Kartenslot zu gehen. Da nicht alle Micro-Slots herstellerübergreifend im Betriebssystem integriert sind, ist ein Testlauf vor Urlaubsantritt ratsam. Alternativ schließt man ein Kartenlesegerät an – aber auch hier bitte ein Testlauf vor Urlaubsantritt. Gerade wenn das Kartenlesegerät ein älteres Modell ist, kann es sein, dass aktuelle Speicherkarten damit nicht mehr ausgelesen werden können.

Festplatte
Verfügt man über ein neueres Kameramodell mit der Möglichkeit der kabellosen Bildübertragung, so ist das natürlich auch ein denkbarer Weg des Transfers auf die Festplatte des Rechners – wir bevorzugen jedoch den über das Kabel, das geht einfach schneller. Voraussetzung für den kabellosen Bildtransfer ist natürlich auch die entsprechende App auf dem Gerät.

Für die Bilddatensicherung interessant sind auch die sogenannten Wireless Reader. Diese Geräte haben kein eigenes Display und keine Bedienelemente. Sie bauen ein W-LAN auf in das sich Smartphone oder Tablet einwählen. Natürlich ist hierfür eine herstellerspezifische App notwendig. Die Daten werden von der Kamera beziehungsweise der SD-Karte auf einen USB-Stick, eine andere Karte oder Festplatte kopiert.

Festplatte
Sofern der Laptop über ein DVD/CD-Laufwerk mit Brennfunktion verfügt, kann man seine Aufnahmen auch auf diesen Medien sichern. Wir sind davon aber kein Freund, denn zum einen muss man genügend Rohlinge mitnehmen und zum anderen passen je nach Datenaufkommen nicht alle Aufnahmen von einem Tag auf einen Rohling. Ratsamer ist dann eine zusätzliche externe Festplatte.

Ein weiterer Weg der Bilddatensicherung ist die Cloud. Die setzt natürlich eine Datenverbindung voraus. Die Bilddaten können beispielsweise zum eigenen E-Mail-Konto über Dropbox transferiert werden. Doch Achtung: Hier gibt es Zeitangaben, in denen die Bilddaten in der „Wolke“ vorliegen. Man kann die Bilddaten natürlich auch direkt in der Cloud hinterlegen. Die Zahl der Anbieter wächst kontinuierlich. Wer die Cloud für die Bilddatensicherung im Urlaub nutzen möchte, sollte sich schon im Vorfeld informieren.

Wir wählen für unsere Bilder die Speicherkarte, Laptop und die Cloud – so sind wir in jedem Fall auf der sicheren Seite. Nichts ist ärgerlicher, als wenn Urlaubsimpressionen nicht den Weg nach Hause finden. Natürlich lassen sich Reisen wiederholen. Aber ob der entscheidende Moment wieder dabei ist, ist mehr als fraglich.

Fotografieren in der Praxis 07 / 2014

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