Pinguine, Albatrosse, Seeelefanten & Seebären hautnah!

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Reisetermin: 1.12. – 19.12.2011, Leitung: Michael Lohmann, Vizepräsident der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT)

Südgeorgien ist eine subantarktische Insel im südlichen Atlantik und eines der letzten großen Tierparadiese unserer Erde. Hier explodiert im südlichen Frühling das Leben: hunderttausende Seeelefanten und ca. 5 Millionen Pelzrobben (antarktische Seebären) kommen an Land, um den Nachwuchs zu gebären und sich danach erneut zu paaren. Vier Pinguinarten brüten hier: Goldschopf-, Esels-, Zügel- und Königspinguine, letztere auch in Kolonien von mehreren hunderttausend Vögeln. Über dem Meer und in Brutkolonien an Land finden sich verschiedene Albatrossarten (Wander-, Schwarzbrauen-, Russ- und Graukopfalbatrosse), weiterhin bevölkern viele Raubmöwen, Riesensturmvögel und Sturmschwalben die Region. Mehrere Walarten (z.B. Buckelwale, Orcas) sowie Seeleoparden lassen sich mit etwas Glück ebenfalls beobachten.

Nach einem Flug über Chile zu den Falklandinseln fahren die Teilnehmer von der dortigen Hauptstadt Port Stanley mit dem Schiff „Plancius“ der holländischen Reederei „Oceanwide Expeditions“ in zwei bis drei Tagen zur Insel Südgeorgien. Sie erstreckt sich über zirka 160 km und ihre bis knapp 3000 m hohen Berge erheben sich unmittelbar aus dem Meer. Grandiose gebirgige und zumeist von Eis bedeckte Landschaften erwarten die Teilnehmer – ebenso wie einige sehr interessante historische Orte aus der Walfängerzeit, die nun verlassen sind. Nur sehr wenige Menschen leben heutzutage auf Südgeorgien. Nur sehr selten gibt es eine Reise zu buchen, bei der man eine solch lange Aufenthaltsdauer auf Südgeorgien selbst verbringt: acht Tage! Bei guten Wetterbedingungen können die Teilnehmer zwei bis drei Mal täglich an Land gehen und fast alle zum Besuch erlaubten Orte auch sehen. Zudem ist die An- und Abreise über Port Stanley wesentlich kürzer (mehr als drei Tage!) als wenn sie vom üblichen Ausgangspunkt Ushuaia im Süden Argentiniens erfolgt. Die Reise auf dem Schiff sowie die Tage an Land haben den Charakter einer Fotoreise. Sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Fotografen sind willkommen. Während der ersten Seetage werden wir uns bereits über Grundlagen von Landschafts- und Naturfotografie austauschen. Insbesondere im Zeitalter der schnellen Digitalfotografie lohnt es sich, über Fragen der Bildgestaltung und -komposition auch einmal gründlicher nachzudenken und sich neue Anregungen zu holen. In Südgeorgien angekommen, versuchen wir in Absprache mit der Expeditionsleitung an Bord, so viel Zeit wie möglich an Land zu verbringen und dabei die fotografisch günstigen Zeiträume voll auszunutzen, z.B. die Tageszeiten mit sanftem Licht. Dabei kann jeder seinen Interessen entsprechend Schwerpunkte setzen bezüglich der vielfältigen Landschaftsformen und dem breiten Spektrum der Tierwelt. Regelmäßige Bildbesprechungen abends an Bord bieten bei Interesse die Möglichkeit, auftauchende Fragen loszuwerden und im Austausch ein Feedback und Tipps zur eigenen Fotografie zu bekommen – um letztlich über den Verlauf der Reise die eigenen fotografischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln, zu intensivieren und zu verbessern. Bei Bedarf können weiterhin Grundlagen der Bildbearbeitung (digitaler Workflow) zur Optimierung der Bilder erörtert werden – und ebenso auch Aspekte zu sinnvollen Präsentationsmöglichkeiten der eigenen Bilder als Print oder im Internet.

Die fotografische Betreuung erfolgt durch Michael Lohmann, Reise- und Naturfotograf und seit über 10 Jahren vom „polaren Virus“ befallen (jährliche Aufenthalte in Grönland, Besuche in Spitzbergen, Island und der Antarktis). Als Vizepräsident der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) ist er unter anderem regelmäßig mit Fragen der Bildbeurteilung und -besprechung beschäftigt. In eigenen Ausstellungen zeigt er mehrmals jährlich seine Bilder aus einer naturfotografisch/künstlerischen Perspektive.

Weitere Informationen: http://www.reisen-in-die-natur.de/.

Fotoseminare & Fotoreisen 03 / 2011

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