Bildqualität - Eine Sache der Einstellung

Die Wunschkamera ist gekauft und nachdem der Akku geladen und die Speicherkarte eingelegt ist, wird auch gleich der Auslöser betätigt. Aufnahmen gelingen sofort – auch, wenn erst später der Bedienungsanleitung Beachtung geschenkt wird. Mitunter ist der eine oder andere Fotograf von der Bildqualität nicht 100-prozentig überzeugt. Dies liegt weder am Fotografen noch an der Kamera, sondern an den Werkseinstellungen. In der Regel sind heutige Kameras ab Werk so eingestellt, dass die Farben satt leuchten, der Kontrast oftmals überzogen erscheint und die Artefakte an den Kontrasträndern nicht jedermanns Zustimmung erfahren. Natürlich lassen sich Extreme mittels digitaler Bildbearbeitung minimieren. Es geht aber auch einfacher, indem die Werkseinstellungen der Kamera geändert werden. So können die Werte für Kontrast, Schärfe und Sättigung auf Neutral beziehungsweise Standard oder auf einen negativen Wert eingestellt werden. Zu beachten ist, dass zahlreiche Kameras bei der Wahl von Motivprogrammen feste Vorgaben haben, die durch den Anwender nicht verändert werden können. Wird hingegen mit der Halbautomatik, wie Zeit- oder Blendenvorwahl, fotografiert, so kommen die veränderten Kameraeinstellungen zum Tragen. Und noch ein Tipp: Auch auf die Rauschunterdrückung gilt es zu achten. Ist diese aktiviert, so kann es sein, dass das Bildrauschen auf nahezu Null gefahren ist, aber auch feinste Details nicht mehr erkennbar sind. Oftmals ist es besser, die Rauschunterdrückung abzuschalten beziehungsweise zu reduzieren und eventuell auftretendes Rauschen im Bild mithilfe von digitaler Bildbearbeitung zu eliminieren.

Fototipps kurz und prägnant 10 / 2011

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