Einzel- oder kontinuierlicher AF

Alle Spiegelreflexkameras bieten dem Fotografen die Wahl zwischen Einzel- (auch als Single oder One-Shot bezeichnet) und kontinuierlichem Autofokus. Beim Einzel-Autofokus wird nach der Fokussierung – zum Beispiel halbes Durchdrücken des Auslösers – die Schärfe nicht mehr geändert. Der Einzel-Autofokus ist prädestiniert für statische Motive. Wichtig ist, dass der Fotograf sich nach der Fokussierung nicht nach vorne beziehungswese hinten bewegt und auch das Motiv an Ort und Stelle bleibt. Ist man sich unsicher, so sollte lieber neu fokussiert werden. Da im Einzel-Autofokus standardmäßig auf Schärfepriorität eingestellt ist, lösen die Kameras erst dann aus, wenn das Bild korrekt fokussiert ist.

Bei sich bewegenden Motiven sollte der kontinuierliche Autofokus zum Einsatz kommen, der die Schärfe auch nach dem Fokussieren nachführt. Etliche Kameras verfügen zudem über eine Automatik, die das Motiv analysiert und dann den passenden Modus wählt. Überaus interessant ist das 3D-Tracking, bei der die Kamera das Motiv auch bei seitlichen Bewegungen verfolgt. Beim kontinuierlichen Autofokus ist übrigens die Auslösepriorität voreingestellt. Dies hat zur Folge, dass die Kamera auch dann auslöst, wenn die Aufnahme noch nicht perfekt scharfgestellt wurde. Bei Kameras der gehobenen Klasse ist es möglich, die Priorität auf die Schärfe umzustellen. Auch, wenn der Serienbildmodus unter Umständen etwas langsamer wird, steigt dadurch die Wahrscheinlichkeit, scharfe Aufnahmen zu erhalten.

Fototipps kurz und prägnant 11 / 2012

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