Kinder vor der Kamera

Für Eltern gehören Kinder zu den beliebtesten Motiven, und das ist auch gut so. Es sollte kein Tag vergehen, an dem man seinen Nachwuchs nicht fotografiert. Und dieser wird es einem später einmal danken – wer schaut sich nicht gerne seine Aufnahmen aus der Kindheit an?

Gute Aufnahmen von Kindern erfordern keinen großen technischen Aufwand, wobei natürlich kompakte Systemkameras und Spiegelreflexkameras die größte fotografische Bandbreite garantieren. Aber auch mit Kompaktkameras gelingen überzeugende Aufnahmen. Wichtiger als die Technik sind Zeit und Geduld sowie die Herangehensweise, wovon es zwei gibt. Entweder man porträtiert Kinder in mehr oder weniger gestellten Szenen oder man fotografiert sie in alltäglichen Situationen, die meist sehr viel lebendiger und dadurch authentischer sind. Derartige Aufnahmen gelingen gut im Freien, zum Beispiel beim Spielen im Garten. Mit einer Telebrennweite (lange Brennweite) fühlt sich der Sprössling nicht so beobachtet und ist in seinen Verhaltensweisen unbefangen. Der „Sport“-Modus, sofern die Kamera über diesen verfügt, ist mit seiner kurzen Belichtungszeit für die Kinderfotografie prädestiniert, denn er beugt Verwacklungen vor, schnelle Bewegungen können „eingefroren“ werden. Aber auch, wenn die Kamera über keinen großen Telebereich verfügt, lassen sich Kinder in alltäglichen Situationen sehr gut fotografieren. Wenn das Kind beispielsweise auf dem Boden spielt, begibt man sich auf die gleiche Höhe, indem man sich auf den Boden legt. Wichtig ist, dass man um das Fotografieren kein Aufheben macht: Hinlegen, anvisieren, auslösen. Auf keinen Fall sollte man Anweisung geben: „Guck mal!“ Damit wäre die natürliche Situation dahin. Überhaupt sind es Alltagssituationen, in denen die besten Fotos entstehen. Aus diesem Grund sollte man seine Kamera immer griffbereit halten. Wichtig ist es natürlich, auf den Hintergrund zu achten, indem man den entsprechenden Ausschnitt wählt oder mit der Schärfentiefe spielt.

Fototipps kurz und prägnant 01 / 2013

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