Konzertfotografie - Licht

Die Konzertfotografie kann als große Herausforderung angesehen werden – was nicht bedeutet, dass man diese nicht annehmen sollte. Verabschieden sollte man sich von dem Gedanken, dass mit einem Smartphone gute Aufnahmen gelingen. Immer wieder ist bei Übertragungen zu sehen, wie Menschen ihre Smartphones in die Höhe halten und fotografieren. Gute Konzertfotos verlangen nach einer Kamera, am besten nach einer kompakten System- oder Spiegelreflexkamera mit einem lichtstarken, leichten Teleobjektiv – auch, wenn man weiter vorne einen Platz ergattert hat. Vielfach greifen Fotografen, die ganz nah an der Bühne stehen, auch zum Weitwinkel. Hier kann es aber zu perspektivischen Verzeichnungen kommen. So wirken beispielsweise die Beine der Musiker schnell unförmig. Systemblitze sind in der Regel verboten, was verständlich ist. Stellen Sie sich vor, ständig bekommen die Musiker die volle Power Dutzender Blitze ins Gesicht. In Abhängigkeit von der Musik muss sich der Fotograf auf ständig wechselnde Lichtsituationen einstellen. Flexibilität und Erfahrung sind schon die halbe Miete für gelungene Aufnahmen. Eine große Portion Glück braucht der Fotograf aber auch. Die ISO-Empfindlichkeit sollte erhöht werden – mit ISO 2.000 sollte man auf der sicheren Seite sein. Je nach Kameramodell muss man aber das Rauschverhalten im Blick haben. Ein Einbeinstativ nimmt nicht viel Platz weg, entlastet die Arme und garantiert Stabilität. Konzertfotografie bedeutet, sich an den Erfolg herantasten. Wer mit zwei, drei guten Aufnahmen von einem Konzert nach Hause kommt, kann sich schon glücklich schätzen.

Fototipps kurz und prägnant 10 / 2012

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