Leitzahl

Von der Kamera steuerbare, externe Blitzgeräte sind für Fotografen, die unabhängig vom vorhandenen Licht, durch eine individuelle Lichtführung, ihre Kreativität zum Ausdruck bringen möchten, unverzichtbar geworden. Sie dienen längst nicht mehr nur zum Ersatz oder zur Unterstützung des Sonnenlichts. Sie sind ebenso kreative Werkzeuge zur Optimierung der technischen Bildqualität wie auch flexible Hilfsmittel für die Bildgestaltung geworden. Die Leistungsstärke von Aufsteckblitzen wird als Leitzahl angegeben. Die Leitzahl (L) ist das Produkt aus dem Abstand (A) zwischen Blitz und Motiv in Metern und der jeweils zur korrekten Belichtung erforderlichen Blendenzahl (B). Über die Leitzahl kann die Entfernung zwischen Blitzgerät und Motiv berechnet werden, bei der der Blitz ein Bild ausreichend belichten kann oder umgekehrt bei gegebener Leitzahl und Entfernung die am Kameraobjektiv einzustellende Blende ermittelt werden. Diese Angabe bezieht sich häufig auf eine Filmempfindlichkeit von ISO 100/21 Grad und eine Blendenzahl von 1:1. Diese Vorgabe ist jedoch weder standardisiert, noch wird sie konsequent von allen Herstellern von Blitzgeräten angewandt. Daher ist es meistens notwendig, die vom Hersteller angegebene Leitzahl in die tatsächliche (effektive), der eigenen Ausrüstung und Sensor- beziehungsweise Filmempfindlichkeit entsprechende Leitzahl umzurechnen. Die effektive Leitzahl hängt auch von weiteren Faktoren ab, wie beispielsweise Zoomreflektoreinstellung und manueller Leistungseinstellung am Blitzgerät sowie den Reflexionseigenschaften des Objekts und der Umgebung. Die meisten Hersteller geben die Leitzahl für einen relativ kleinen Innenraum mit weißen Wänden an, hierbei erhöht sich die Lichtausbeute durch das von den Wänden reflektierte Licht.
 

Fototipps kurz und prägnant 12 / 2010

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