Motivkonturen auflösen

Fotografen lieben das Experiment, denn es beflügelt nicht nur die eigene Kreativität, sondern lässt Motive auch ganz anders erscheinen. Überaus reizvolle Aufnahmen entstehen, wenn die Kamera während der Aufnahme vertikal bewegt wird. Sind die Belichtungszeiten entsprechend lang gewählt, so lassen sich Motivkonturen auflösen. Denken Sie beispielsweise an einen Wald und seine Baumstämme. Diese sind als solches noch erkennbar, verlieren aber ihre Struktur und werden nur noch auf ihre farbigen Flächen reduziert abgebildet. Wie der Effekt ausfällt, ist abhängig von der gewählten Belichtungszeit und auch von der Geschwindigkeit des Schwenkens. Um die künstlerische Wirkung zu erhöhen, bietet es sich durchaus an, die Kamera nicht nur vertikal zu schwenken, sondern währenddessen auch noch zu schütteln. Homogene Farbflächen erhält man übrigens dann, wenn es dem Fotografen gelingt, helle Lichter zu meiden. Diese führen zu weißen Strichen in der Aufnahme, die dann nachträglich, mittels digitaler Bildbearbeitung, eliminiert werden sollten. Der Fotograf hat, je nach Intention, natürlich auch die Option, seine Kamera wellenförmig zu bewegen. Die Farbmuster sind dann weniger streng.

Fototipps kurz und prägnant 05 / 2013

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