Motivprogramme

Kameras verfügen über sogenannte Motivprogramme. Diese sind gerade für Einsteiger sehr hilfreich. Aber auch ambitionierte Fotografen greifen gerne auf Motivprogramme ihrer Kameras zurück. Je versierter ein Fotograf jedoch ist, desto größer ist sein Bestreben, eigene kreative Einstellungen zu finden. Je nach Kameramodell können diese dann auch abgespeichert werden. Ob Einsteiger oder aber ambitionierter Fotograf – Motivprogramme erleichtern das Fotografieren dann, wenn es schnell gehen muss. Die Motivprogramme der Kameras unterscheiden sich gerade in den Basiseinstellungen bei den zahlreichen Kameramodellen der verschiedenen Hersteller kaum. Von Vorteil ist es natürlich, sich mit den Motivprogrammen und in welcher Weise die Kamerasoftware und die Automatik Einfluss nehmen auseinanderzusetzen, um bei Bedarf Einfluss zu nehmen und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Und spielen Sie mit den Motivprogrammen – Sportaufnahmen müssen nicht zwangsläufig im Sportmodus eingefangen werden.

Menüprogramm Porträt

Werden Porträts festgehalten, sollen diese im fotografischen Mittelpunkt stehen. Nichts soll von der abgelichteten Person ablenken. Dies wird erreicht, indem mit einer möglichst offenen Blende gearbeitet wird und die sogenannte Schärfentiefe minimiert wird. Der Hintergrund wird unscharf, wodurch das Gesicht sich besser plastisch abhebt.

Motivprogramm Landschaft

Geht es darum, Landschaften abzulichten, so wünscht der Fotograf in der Regel über den gesamten Bildbereich – also vom Vorder- bis zum Hintergrund – Schärfe. Man spricht von einer großen Schärfentiefe, die durch eine optimale Blenden-Zeit-Kombination erreicht wird.

Menüfunktion Makro

Der Makromodus wird dann gewählt, wenn Kleines ganz groß dargestellt werden soll. Dazu wird an das Motiv ganz nah herangegangen, um es abzulichten. In diesem Modus wählt die Kamera eine möglichst kurze Belichtungszeit, sprich eine kurze Verschlusszeit bei möglichst kleiner Blendenzahl (Offenblende).

Menüprogramm Sport

Dieses Menüprogramm bietet sich für alle Motive an, die mit kürzester Belichtungszeit fotografiert werden sollen, wie zum Beispiel Actionszenen. Möchte man beispielsweise tobende Kinder fotografieren, so ist dieses Menüprogramm die optimale Wahl. Die kurze Verschlusszeit verhindert Verwackler und friert zudem Bewegungen ein. Analog zur kurzen Belichtungszeit wird beim Menüprogramm Sport eine große Blendenöffnung gewählt. Aus diesem Grund bietet sich dieses Programm auch für Motive an, die losgelöst vor einem unscharfen Hintergrund aufgenommen werden sollen. Je nach Kameramodell werden die folgenden Einstellungen automatisch vorgenommen: Der Autofokus wird auf Schärfennachführung eingestellt. Dies bedeutet, dass einmal anfokussierte Objekte kontinuierlich erfasst werden. Die Belichtung erfolgt aufgrund einer Mehrfeldmessung und die Betriebsart schaltet auf Serienbildaufnahme. Der interne Blitz wird meist ausgeschaltet.

Fototipps kurz und prägnant 03 / 2012

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden