Panoramafotografie - Bildschärfe

Panoramafotografie begeistert, und je größer der Blickwinkel ist, desto faszinierender sind die Aufnahmen, weil sie so sehr von unseren Sehgewohnheiten abweichen. Im Nu hat man bei 360-Grad-Aufnahmen auch hinten Augen. Auf einen Blick zeigen Panoramaaufnahmen eine Realität, die das menschliche Auge ohne Hilfe der Fotografie nicht oder nur langsam durch das Drehen des Betrachters um sich selbst wahrnehmen könnte. Um ein Panorama zu stitchen, sind eine Reihe von Einzelaufnahmen notwendig. Dafür muss der Schärfenverlauf identisch sein. Eine Aufnahme mit scharfem Hintergrund und unscharfem Vordergrund passt schlecht zu einer Aufnahme mit unscharfem Hintergrund und scharfem Vordergrund. Der Autofokus gehört aus diesem Grund abgeschaltet, damit alle Einzelbilder mit der gleichen Entfernungseinstellung aufgenommen werden. Ebenso muss die Blendenöffnung konstant gehalten werden, um den identischen charakteristischen Schärfenverlauf in den Fotos zu erhalten. Für den Fotografen stellt sich in der Panoramafotografie außerdem die Frage, worauf zu fokussieren ist. In der Regel soll bei einem Panorama alles - vom Vordergrund bis zum Horizont - scharf sein. Das erreicht man am besten, wenn man am Objektiv die hyperfokale Entfernungseinstellung wählt, mit der man die maximale Schärfentiefe im Bild bei der gewählten Blende erlangt.
 

Fototipps kurz und prägnant 04 / 2009

64 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden