Scannen von Farbnegativen

Farbnegative gelten aufgrund des Trägermaterials als sehr kratzempfindlich, weshalb man beim Digitalisieren nur mit einer hardwarebasierenden Kratzerkorrektur zu guten Scanergebnissen gelangt. Werden Negative gescannt, so ist es für den Anwender extrem schwer, die Qualität zu beurteilen, denn aus einer inversen Vorlage, die obendrein auch noch orange ist, lassen sich nur schwer Rückschlüsse ziehen. Auch die Beurteilung von Belichtung und Schärfe ist extrem schwer, was das Aussortieren unbrauchbarer Vorlagen vor dem Scan erschwert. Das Angebot an Farbnegativfilmen ist groß und dementsprechend vielfältig sind auch die Charakteristika der Filmemulsionen. Das Scanergebnis ist aus diesem Grund in starkem Maße von den Einstellungen der Scansoftware abhängig. Der Abgleich mit dem Original ist im Vergleich zu einem Dia oder einer Aufsichtsvorlage sehr viel schwieriger. Da die Umwandlung des Negativs in ein positives Bild sehr viel Rechenleistung erfordert, liegt die Scandauer - im Vergleich zur Digitalisierung von Dias - deutlich höher.
 

Fototipps kurz und prägnant 05 / 2009

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