Unscharfe Fotos - Die Kamera stellt nicht scharf

Als Fotograf hat jeder sicherlich schon einmal die Erfahrung machen dürfen, dass die Kamera, trotz ausgefeilter Technik, einfach nicht scharf stellen möchte. Die Gründe dafür können vielfältiger Natur sein und manchmal ist es auch eine Kombination mehrerer Faktoren. Oftmals liegt es aber auch nicht an einer fehlerhaften Einstellung, dass die Aufnahme nicht scharf wird, sondern am Motiv. Ist dieses sehr kontrastreich – Landschaft mit einem hellen Himmel und im Vordergrund mit dunklen Pflanzen – so kann dies den Kontrastumfang der Kamera übersteigen. Der Himmel ist dann sozusagen „ausgebrannt“ oder der Vordergrund „abgesoffen“. In diesem Fall hilft nur, mit einem Verlaufsfilter zu fotografieren oder aber HDR, also die Kombination mehrerer unterschiedlich belichteter Bilder zu einer HDR-Aufnahme. Probleme mit der Schärfe können aber auch durch falsche Kameraeinstellungen vorkommen. Im ersten Schritt sollte man prüfen, ob das Objektiv auf AF (Autofokus) oder MF (manuellen Fokus) eingestellt ist. Ist Letzteres der Fall, so kann die Kamera nicht fokussieren. Als nächstes gilt es, den Autofokusmodus zu kontrollieren. Befindet man sich beispielsweise im Nachführmodus, so ist dieser die richtige Wahl, wenn man sich bewegende Motive verfolgen möchte. Die Kamera stellt dann automatisch scharf. Voraussetzung ist natürlich, dass der Fokuspunkt richtig gesetzt wurde. Ansonsten kommt es zu Irritationen, wenn auf das falsche Bildelement fokussiert wurde. Im nächsten Schritt gilt es, sich mit den Fokusfeldern auseinanderzusetzen. Je nach Kameramodell variiert deren Anzahl. Als Fotograf hat man die Option, und davon sollte man auch Gebrauch machen, Fokusfelder gezielt auswählen zu können. Damit hat man ganz klar vorgegeben, wo sich das bildbestimmende Motiv befindet und überlässt nicht der Kamera die Wahl.

Fototipps kurz und prägnant 12 / 2013

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2 Kommentare

Warum die Häme? Wenn jeder Kamerakäufer die im hinteren Teil des Textes genannten Tipps (richtiger AF-Modus + Wahl des AF-Feldes statt automatische Wahl des AF-Feldes) anwenden würde, gäbe es tatsächlich weniger Frust mit "schlechten Bildern trotz toller Kamera" – und vllt. würde dann diese Kamera auch häufiger genutzt. Bei mir im Bekanntenkreis hatte genau deshalb jemand "schlechte" Bilder. Die Folge: die DSLR lag im Schrank. Jetzt ist sie wieder in Benutzung. Insofern kann ich dem Ersteller/der Erstellerin des Textes nur viele Leser wünschen.

von tbx
04. Dezember 2013, 11:47:21 Uhr

Da hat jemand ganz genau aufgepasst, was die Tante im Kindergarten alles erzählt hat. (Es fehlt völlig die Möglichkeit der Sensorjustage auf die Schärfenebene wie sie moderne (gute) Spiegelreflex haben können)

von Gerald Grund
04. Dezember 2013, 10:23:05 Uhr

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