Verwacklungsunschärfe

Manche bezeichnet unscharfe Aufnahmen als Kunst, andere wiederum als Bewegungsunschärfe, die für Dynamik im Bild stehen soll. Ist Unschärfe ein Resultat dessen, dass die Kamera während der Belichtung bewegt wurde, so spricht man von Verwacklungsunschärfe, die es in jedem Fall zu vermeiden gilt. Minimale Wackler, die man eigentlich selbst nicht wahrnimmt, reichen je nach gewählter Belichtungszeit, aber auch Brennweite aus. Als Faustregel – hier ist das Fotografieren mit Teleobjektiven nicht mit eingeschlossen – gilt, dass man bei Belichtungszeiten länger als 1/30 Sekunde mit unscharfen Aufnahmen rechnen muss, wenn aus der Hand fotografiert wird. Hat man gerade kein Stativ zur Hand, hilft es beispielsweise, die ISO-Zahl zu erhöhen. Doch dies bitte mit Bedacht. Hohe ISO-Einstellungen können zu Bildrauschen führen und Aufnahmen eine körnige Anmutung verleihen. Wird mit langen Brennweiten fotografiert, gilt die Weisheit, keine Zeiten länger als der Kehrwert der Brennweite aus der Hand auszulösen. Das klingt für die Einsteiger kompliziert, ist es aber nicht, wie unser Rechenbeispiel zeigt. Wird beispielsweise mit einem 200mm-Objektiv fotografiert, so gilt maximal 1/200 Sekunde.

Fototipps kurz und prägnant 02 / 2013

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