Weißabgleich - Halbautomatischer und manueller

Beim halbautomatischen Weißabgleich wählt der Fotograf an seiner Kamera eine fest gespeicherte Lichtsituation aus. Üblicherweise sind Grundumgebungen für Sonnenlicht, bewölkten Himmel, Blitzlicht, Kunstlicht oder Halogenlicht gespeichert. Solche fest gespeicherten Lichtprofile sind jedoch nur Annäherungen an die tatsächliche Umgebung. Ein solcher Näherungswert reicht dennoch in den meisten Aufnahmesituationen aus.

Sehr viele Kameras verfügen über die Option, manuell auf den Weißabgleich Einfluss zu nehmen. Hierbei wird, unabhängig von den voreingestellten Werten der Kamera die tatsächliche Lichttemperatur gemessen. Dazu muss der Fotograf eine weiße beziehungsweise neutral graue Fläche anvisieren, die von dem überwiegend vorhandenen Licht beleuchtet wird. Der Sensor ist in der Lage, die Lichttemperatur auf dieser Fläche auszuwerten und so bei der Aufnahme die Werte zu verwenden und eine neutrale Lichtsituation wiederzugeben. Zahlreiche Fotografen bedienen sich sogenannter Graukarten zur Ermittlung des Weißabgleichs. Wird bei Mischlicht fotografiert, so gibt es Farbunterschiede, was beachtet werden muss. Je nach Lichtfarbe, zum Beispiel bei einem bläulichen Licht, wird beim manuellen Weißabgleich im gesamten Foto die blaue Farbe reduziert, dies betrifft auch Bildelemente, die blau sind. Verändert sich die Farbtemperatur von 3.000 nach 9.000 K, so ändert sich der Farbeindruck von rot über orange, gelb, weiß, hellblau, blau bis violett.

Fototipps kurz und prägnant 01 / 2013

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