Landschaftsfotografie - Weitwinkelobjektive

Weitwinkelobjektive bieten sich bestens für die großflächige Landschaftsfotografie an, wenn Weite vermittelt werden soll. Da durch die Weitwinkeloptik jedoch oftmals die Proportionen / Größenverhältnisse verloren gehen, ist es ratsam, ein zusätzliches Vordergrundmotiv in die Komposition mit einzubinden. Hier ist jedoch darauf zu achten, dass es zu keiner verzerrten Darstellung des Motivs kommt – was gerade beim Einsatz von Ultraweitwinkeloptik schnell geschehen kann. Eine Alternative zur Einbindung des Vordergrundes ist es, stattdessen Flüsse oder Straßen in die Bildkomposition mit aufzunehmen. Mit ihnen lässt sich der Blick des Betrachters führen. Hinzu kommt, dass mit diesen Bildelementen hervorragend Distanzen visualisiert werden können. Eine weitere Option, damit die Größenverhältnisse nicht gänzlich verlorengehen, ist die Einbindung von Bäumen oder beispielsweise Fahrzeugen im mittleren bis hinteren Bildbereich. Das Gehirn ist durch diese Anhaltspunkte in der Lage, die Größenverhältnisse besser einschätzen zu können. Wichtig beim Fotografieren mit Weitwinkeloptik ist eine durchgehende Schärfe – die Blende sollte zwischen f11 und f16 geschlossen sein. Die Schärfentiefe fällt bei dieser Blendenwahl so groß aus, dass Vorder- und Hintergrund perfekt scharf abgebildet werden. Wird die Blende weiter geschlossen, so besteht die Gefahr der Bewegungsunschärfe. Die Kamera gehört auf ein Stativ, denn so kann in aller Gelassenheit der optimale Bildausschnitt gewählt werden. Das Spiel zwischen Hoch- und Querformat ist ebenso lohnenswert wie das mit der Höhe der Kameraposition.

Fototipps kurz und prägnant 05 / 2014

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