Fototour Frankfurt am Main

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© Fotograf: Gerhard Busch, Der alte Herr, Blende-Fotowettbewerb

Dass wir als Prophoto GmbH mit unserem Sitz in Frankfurt am Main eine Fototour in diese Stadt empfehlen, liegt sicherlich auf der Hand. Aber auch unabhängig davon können wir jedem nur eine Fototour in die Bankenstadt nahelegen. Wer in seinem Leben noch nie in Frankfurt am Main war, den erwartet keine riesengroße Stadt – wir empfinden sie als recht überschaubar gerade im Vergleich mit Städten wie Hamburg, Berlin, Dresden oder Köln. Wer mit dem Zug anreist, ist zu Fuß in zirka 15 bis 20 Minuten in der Innenstadt beziehungsweise am Römer oder beispielsweise am Main, um von einer der zahlreichen Brücken die Skyline abzulichten. Hoch hinaus sollte es natürlich auch gehen, wenn man schon mal in Frankfurt ist. Zahlreiche Hochhäuser wie beispielsweise der Main-Tower bieten das an, und das ist mehr als faszinierend – nicht nur zum Fotografieren, sondern auch zum Filmen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Zeitraffervideo rundherum von Frankfurt am Main, das sich auch wunderbar in das selbstgestaltete Fotobuch integrieren lässt und das natürlich ein toller Einstieg ist, wenn man anderen von der Frankfurtreise berichtet.

Dass eine Stadt wie Frankfurt am Main reich an Motiven ist, versteht sich von selbst. Neben der weltbekannten Skyline gibt es nicht nur den Innenstadtbereich mit der Zeil, sondern auch Stadtteile, die eine Goldgrube für Streetfotografen sind. Freunde der Botanik kommen im Palmengarten auf ihre Kosten und wer sich die Tierwelt erschließen möchte, den zieht es in den Zoo. Kultur hat Frankfurt am Main mit seinen zahlreichen Museen natürlich auch reichlich, und wer in die Stadtgeschichte eintauchen möchte, kommt um den Kaisersaal und die Paulskirche nicht umhin. Lohnenswert ist auch der Besuch des Haupt- und des Jüdischen Friedhofs.

Um einen ersten kleinen Eindruck von Frankfurt am Main zu erhalten, bietet sich eine Stadtrundfahrt an, wenn die Zeit für den Aufenthalt zeitlich sehr begrenzt ist. Alternativ kann man vom Frühjahr bis zum Herbst auch die Straßenbahn mit dem Ebbelwei-Express wählen – hier kommt man gleich in den Genuss des Hessischen Stöffchens (Apfelwein). Für Nichtkenner: Den gibt es süß (mit Limo) und sauer (mit Wasser) gespritzt. Pur würden wir ihn nicht empfehlen – das könnte zur fotografischen Fehlsichtigkeit führen.

Frankfurt am Main hat viele Seiten, und das macht es auch aus fotografischer Sicht so spannend, diese Gegensätze zu erleben und natürlich auch fotografisch zu dokumentieren. Wie in jeder Stadt, so auch in Frankfurt, bieten sich alle Jahreszeiten an. Für die eigene Stimmung ist es vielfach von Vorteil, wenn es draußen wärmer ist. Aber selbst im Winter ist Frankfurt am Main sehr reizvoll – auch, wegen des Weihnachtsmarktes. Die Frankfurter bemängeln übrigens seit Jahren, dass hier immer der hässlichste Weihnachtsbaum anzutreffen sei.

Auch, wenn Frankfurt am Main nicht gigantisch groß ist, so sollte man sich für die Stadt Zeit nehmen, um in das Großstadtleben einzutauchen – dies ist Grundlage für aussagekräftige Aufnahmen.

Ich packe meine Fototasche …

Was man alles in seine Fototasche packt, hängt natürlich vom fotografischen Schwerpunkt ab. Hat man es auf die Skyline abgesehen, so sollte es eine hochwertige Kompaktkamera mit einem Zoom, der auch in den Weitwinkelbereich fällt, sein. Den noch größeren gestalterischen Spielraum garantieren durch die Option des Objektivwechsels natürlich kompakte System- und Spiegelreflexkameras. Als Optik bieten sich Ultraweitwinkelobjektive, aber auch Fisheye-Objektive an. Sehr beliebt in der Architekturfotografie ist auch der Einsatz sogenannter Shift-Objektive, mit denen sich stürzende Linien vermeiden lassen. Hierbei handelt es sich um Spezialobjektive. Die Shift-Funktion verschiebt das gesamte Linsenpaket parallel zur Film- beziehungsweise Sensorebene. Dabei rückt die Mitte der optischen Achse vom Film- beziehungsweise Sensorfenster weg, das den Bildausschnitt definiert. Die klassische Anwendung findet das Shift-Verfahren in der Architekturfotografie. Wird das Objektiv nach oben verschoben, lässt sich eine Hausfassade vom Boden aus ohne stürzende Linien fotografieren, weil die Objektivebene parallel zum Motiv steht. Möglich wird das durch einen größeren Bildkreis als bei den sonst üblichen Linsen. Innerhalb dieses Bildkreises kann durch das Verschieben des optischen Apparats der für die Aufnahme genutzte Bildausschnitt frei gewählt werden. Ein Stativ ist natürlich Pflicht und nicht nur dann, wenn die Skyline in der blauen Stunde, sondern in der Nacht fotografiert werden soll. Wir empfehlen das Drei- oder Vierbeinstativ und, sofern man im Besitz eines Fernauslösers ist, gehört der auch in die Fototasche – neben geladenen Ersatzakkus, weiteren Speicherkarten, Filtern und natürlich Ladegerät. Für das Ablichten der Skyline bieten sich übrigens der frühe Vor- sowie der späte Nachmittag, die blaue Stunde und die Nacht an. In der Mittagszeit kann man sich anderen Genüssen hingeben und beispielsweise in einer der zahlreichen Apfelwein-Gaststätten einkehren und Grüne Soße zur Stärkung verzehren.

Liegt der fotografische Schwerpunkt in der Tierwelt, also im Zoo, dann empfiehlt sich eine hochwertige Kompaktkamera mit einem großen Zoombereich – der Distanzen überbrücken lässt – oder eine kompakte System- beziehungsweise Spiegelreflexkamera mit einem mittleren bis großem Teleobjektiv. Ein Stativ ist auch im Zoo mehr als ratsam – mit einem Einbeinstativ ist man sehr flexibel und steht anderen Besuchern nicht im Weg.

Geht es in den Palmengarten, dann ist Botanik vom Feinsten – nicht nur im Außenbereich, sondern in den zahlreichen Gewächshäusern angesagt. Es empfiehlt sich auch ein Blick auf die Homepage des Palmengartens mit den wechselnden Ausstellungen. Um sich den Palmengarten fotografisch zu erschließen, ist eine Kompaktkamera, die auch den Makrobereich abdeckt, ratsam und eine kompakte System- beziehungsweise Spiegelreflexkamera. Als Objektive würde bei uns ein mittleres Teleobjektiv ebenso in die Fototasche gehören wie ein Weit- und Makroobjektiv.

Als Streetfotograf, Liebhaber von Friedhöfen, oder wenn man von Frankfurt am Main allgemeine bildliche Impressionen einfangen möchte, dann würden wir entweder zu einer hochwertigen Kompaktkamera mit einem großen Zoombereich, einer kompakten System- oder Spiegelreflexkamera mit einem mittleren Teleobjektiv greifen. Das Normalobjektiv würde in jedem Fall in unserer Fototasche auch noch Platz finden.

Fototour 09 / 2015

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