20 Anregungen und Tipps für eine erfolgreiche Teilnahme an Blende

© Fotograf: Nico Kaiser, abandoned escalator, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Nico Kaiser, abandoned escalator, Blende-Fotowettbewerb
Blende, die jährlich wiederkehrende Gemeinschaftsaktion von über 50 Hauptredaktionen aus dem gesamten Bundesgebiet und der Prophoto GmbH, gilt als Europas generationsübergreifender größter Fotocontest für alle Amateurfotografen. Die jährlichen Einsendeergebnisse sind, wie nicht anders als bei einem Fotowettbewerb mit diesem hohen Stellenwert zu erwarten, atemberaubend. Um sich bei diesem Wettstreit mit seinen Fotografien abzuheben und somit den Fokus der Juroren sowohl auf Zeitungs- als auch auf Bundesebene auf die eigenen Aufnahmen zu lenken, nachstehend 20 Anregungen und Tipps für Ihre erfolgreiche Teilnahme an Blende 2015.

  1. Bleiben Sie nahe am Thema/an den Themen. Die Jury sollte die Bildaussage auf den ersten Blick erfassen.

  2. Arbeiten Sie sich in die Aufgabenstellung aktiv ein. Aktuelle beziehungsweise speziell aufgenommene Bilder sind immer besser als Aufnahmen aus dem Archiv, die man auf das Thema „umdeutet“.

  3. Holen Sie sich Anregungen in Fotobüchern, Fotozeitschriften oder sehen Sie sich beispielsweise auf www.prophoto-online.de/blende-galerie die Gewinnerbilder der vergangenen Jahre oder die Bildgalerie mit einer Auswahl an aktuellen Einsendungen an, die permanent eine Erweiterung erfährt. Lassen Sie sich inspirieren und setzen dann das Thema kreativ um, aber kopieren Sie nicht.

  4. Beginnen Sie frühzeitig mit ersten Aufnahmen für den Wettbewerb. Lassen Sie die Bilder ruhen und überlegen Sie mit einigem zeitlichen Abstand, welche die besten sind. Machen Sie weitere Bilder und prüfen dann abermals, welche am eindrucksvollsten wirken. Fragen Sie auch Freunde nach deren Meinung.

  5. © Fotograf: Andre Heß, Momente, die man nie vergisst ... Part 2, Blende-Fotowettbewerb
    © Fotograf: Andre Heß, Momente, die man nie vergisst … Part 2, Blende-Fotowettbewerb
    Machen Sie mehrere Aufnahmen von Ihren Motiven, auch aus verschiedenen Blickwinkeln – nicht jeder Schuss ist ein Volltreffer und die von Ihnen gewählte Perspektive entscheidet darüber, wie Ihr Motiv wirkt.

  6. Seien Sie auf unverhoffte Momente vorbereitet. Das Smartphone haben Sie sicherlich immer dabei. Aber auch, wenn die Fotoqualität dieser Geräte immer besser wird, bieten Ihnen Kameras mit ihren Features einen deutlich größeren kreativen Spielraum bei der fotografischen Umsetzung der diesjährigen Themen.

  7. Auch, wenn Ihr Aufnahmegerät Einfluss auf die Bildqualität Ihrer Aufnahmen hat, so entscheiden Ihr Gespür und Ihr Auge für Situationen mit über den Erfolg Ihrer Bilder. Sie können sich mit Ihren Bildeinsendungen an fotografische Regeln, wie den Goldenen Schnitt, halten – Sie können diese Regeln aber auch brechen. Nichts ist in der Fotografie in Stein gemeißelt – überraschen Sie mit Außergewöhnlichem und suchen Sie dazu auch ruhig einmal das Experiment.

  8. Achten Sie auf die Kameraeinstellungen. Wählen Sie stets die höchste Bildqualität. Wenn Sie Erfahrung in der Bildbearbeitung haben – und nur dann -, nehmen Sie Bilder im RAW-Format der Kamera auf. Wenn Sie zum Beispiel eine Landschaft als Panoramafoto aufnehmen möchten, können Sie das Panoramaformat der Kamera wählen. Sie können aber auch eines der normalen Bildformate verwenden (4:3 oder 3:2) und später bei der Bildbearbeitung den Ausschnitt entsprechend wählen.

  9. Achten Sie auf den optimalen Bildausschnitt. Überflüssiges Drumherum mindert die Wirkung. Manchmal ergeben unübliche Bildformate die besten Ausschnitte. Wechseln Sie bei der Aufnahme auch zwischen Quer- und Hochformat und entscheiden Sie später, welches Format die Bildaussage besser unterstreicht.

  10. © Fotograf: Romy Hemmann, Ganz in grün, Blende-Fotowettbewerb
    © Fotograf: Romy Hemmann, Ganz in grün, Blende-Fotowettbewerb
    Sichern Sie Ihre Bilder nach der Aufnahme. Ziehen Sie sie auf die Festplatte eines Computers und legen Sie immer zusätzliche Sicherungskopien an, entweder auf einer zweiten Festplatte, einem USB-Stick, einem optischen Datenträger (etwa CD) oder im Internet bei entsprechenden Online-Datenspeicher-Anbietern (Cloud). Wenn Sie die Bilder bearbeiten, verwenden Sie dazu immer Kopien. Verändern Sie niemals Originaldateien – ein falscher Klick, und sie sind zerstört!

  11. Nehmen Sie bei Bedarf zumindest die wichtigsten Korrekturen in einem Bildbearbeitungsprogramm vor: Entfernen Sie rote Augen sowie Farbstiche und optimieren Sie den Kontrast und die Helligkeit der Bilder. Für alle diese Verbesserungen gibt es einfache Hilfsmittel oder sogar vollautomatische Korrekturfunktionen.

  12. Probieren Sie Effektfilter aus – aber übertreiben Sie deren Einsatz nicht. Manche Motive wirken als Aufnahmen mit hohem Kontrastumfang gut. Für nachträglich am Computer erstellte HDR-Aufnahmen brauchen sie mehrere Aufnahmen des gleichen Motivs mit verschiedenen Belichtungswerten. Immer mehr Kameras ermöglichen direkte HDR-Aufnahmen mittels einer Belichtungsreihe. Bei manchen Motiven bietet es sich auch an, die Farbinformationen zu verwerfen und ein Schwarzweißfoto anzulegen. Dieses kann dann zum Beispiel auch sepiafarben getönt werden.

  13. Achten Sie ansonsten auf natürliche Farben. Dabei ist es wichtig, die richtige Farb- und Kontrastdarstellung des Monitors einzustellen. Besser noch ist es, den Monitor zu kalibrieren. Dazu gibt es entsprechende Hilfsmittel im Handel. Betrachten Sie die Wirkung der Bilder auch nach dem Hochladen im Internet.

  14. © Fotograf: Markus Brinsa, LaConcha Motel, Blende-Fotowettbewerb
    © Fotograf: Markus Brinsa, LaConcha Motel, Blende-Fotowettbewerb
    Geben Sie während der Bearbeitung sogenannten verlustfreien Dateiformaten den Vorzug. Solche sind beispielsweise TIFF oder BMP. Wechseln Sie erst vor einer Online-Einreichung der Bilder bei „Blende“ zum komprimierten Dateiformat JPEG (.jpg). Wählen Sie dabei eine hohe Qualitätsstufe (entspricht geringer Kompression).

  15. Achten Sie auf die korrekte Ausgabegröße Ihrer Bilder bei einer Online-Teilnahme bei „Blende“. Die Fotos müssen im Dateiformat JPEG im Farbraum RGB mit einer maximalen Dateigröße von 8 MB eingereicht werden. Dabei muss die längere Seite des Bildes mindestens 800 Pixel (px) lang sein.

  16. Gegebenenfalls überscheiten Ihre Wettbewerbsbeiträge bei Ihrer Online-Teilnahme die maximale Dateigröße. In diesem Fall müssen Sie Ihre Aufnahmen (bitte immer an der Kopie) herunterrechnen. Mit jedem Bildbearbeitungsprogramm kann die Bildgröße verringert werden. Zum Beispiel bei Photoshop hat man die Option, die Verkleinerung über die Pixelmaße oder über die Dokumentengröße vorzunehmen. Erfolgt in einem Feld die Zahlenänderung, so rechnet das Programm automatisch die zweite Kantenlänge aus. Wichtig ist, dass die Proportionen beibehalten werden, denn sonst wird das Motiv gestaucht oder gezerrt. Anschließend muss man nur noch OK drücken, das Bild unter dem neuen Namen speichern und über das „Blende“-Online-Tool zum laufenden Wettbewerb hochladen.

  17. Wenn Sie mit Papierbildern den Wettstreit und die Herausforderung bei „Blende“ eingehen, dann senden sie diese nicht in der Größe einer „Briefmarke“ ein. Ihre Bilder liegen der Jury schließlich neben anderen Aufnahmen vor. Ein größerer Abzug von der eingereichten Aufnahme ist dabei immer wirkungsvoller als ein 9 × 13 cm Bild. Verwenden Sie hochwertiges Fotopapier oder bestellen Sie Abzüge in höchster Qualität.

  18. © Fotograf: Sven Goldschmidt,, Blende-Fotowettbewerb
    © Fotograf: Sven Goldschmidt, “gefangen im Netz”, Blende-Fotowettbewerb
    Halten Sie sich an die Wettbewerbsbedingungen und reichen Sie Ihre Fotos nur bei einer der teilnehmenden „Blende“-Zeitungen ein. Notieren Sie sich den Einsendeschluss Ihrer Zeitung im Kalender, beschriften Sie die Aufnahmen leserlich und schicken Sie sie rechtzeitig ab.

  19. „Blende“ ist der Fotowettbewerb für Fotoamateure, also für Einsteiger ebenso wie für ambitionierte Fotografen. Einige unter ihnen verkaufen ihre Fotos, betreiben eigene Homepages oder fotografieren gegebenenfalls auch im Auftrag. Als Fotoamateure gelten für uns alle, bei denen die Einnahmen aus der Fotografie nicht steuerpflichtig sind.

  20. Wenn Sie Bilder von Menschen zum Wettbewerb einreichen, von denen die besten veröffentlicht werden, so müssen Sie beachten, dass die Menschen auf den Fotos ein sogenanntes „Recht am eigenen Bild“ haben. Das heißt, Sie benötigen die Erlaubnis dazu, diese Bilder einzusenden; bei Kindern die Erlaubnis der Eltern. Ausgenommen sind mehrere Menschen in einer großen Gruppe oder Prominente in der Öffentlichkeit.

Weitere Tipps und Anregungen zum eigenen Spiel mit Zeit und Blende sowie Hintergrundinformationen rund um die Fotografie finden Sie hier auf unserer Homepage.

Blende Informationen A-Z 05 / 2015

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