Blende 2013 - Prachtvoll, imposant, schauderhaft – Architektur

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Eines der diesjährigen „Blende“-Themen1 lautet „Prachtvoll, imposant, schauderhaft – Architektur“. Nehmen Sie uns mit auf Ihre fotografische Entdeckungsreise, ob im nahen Umkreis oder in weiter Ferne. Bauliche Glanzleistungen begegnen uns überall und das Angenehme an diesem „Blende“-Thema ist, dass diese nicht weglaufen. Sie haben sozusagen alle Zeit der Welt, prachtvolle, imposante oder schauderhafte Bauwerke fotografisch wirkungsvoll in Szene zu setzen, und zwar nicht nur am Tag, sondern auch in der Dämmerung oder bei Nacht. Und das Wundervolle an diesem „Blende“-Thema ist, dass es so unfassbar streitbar und fotografisch so unendlich facettenreich ist. Was die einen als schön empfinden, stufen andere als nicht akzeptabel ein – die Geschmäcker gehen bekanntlich beim Thema Architektur sehr weit auseinander und dementsprechend können Sie sich fotografisch so richtig austoben. Und es lohnt sich für Sie wieder, bei „Blende“ mit von der Partie zu sein und den Wettstreit anzunehmen. Man kann nicht nur bei der Zeitung gewinnen, über die Sie den Wettstreit und die Herausforderung annehmen, sondern wenn Sie dort als Sieger hervorgehen, erhalten Sie in der bundesweiten Endausscheidung eine zweite Chance. Hier vergibt die Prophoto GmbH mit Unterstützung von über 70 Förderern mehr als 600 Preise im Wert von über 35.000 Euro.

Das Wort Architektur stammt aus dem Lateinischen mit architectura für „Baukunst“. Im weitesten Sinne bezeichnet Architektur die Auseinandersetzung des Menschen mit gebautem Raum. Die Vieldeutigkeit des Wortes ist vor allem geprägt durch den zweiten Wortteil techné und die architektur-theoretischen Interpretationen darüber: Er kann verstanden werden als Kunst, Technik oder Tektonik, und das macht es als „Blende“-Thema so interessant und vielschichtig. Architektur ist die Gestaltung von Bauwerken, die Kunst zu bauen – sie findet sich im Kleinen wie in Fachwerkhäusern ebenso wie in Brücken, Pyramiden oder Wolkenkratzern – und den Kirchenbau nicht zu vergessen.

Imposante Architektur geht bei unserem diesjährigen „Blende“-Thema vorrangig einher mit Größe, wobei diese schon wieder Auslegungssache ist. Mit Kinderaugen betrachtet sind Bauwerke größer als aus der Erwachsenensicht. Eine Hundehütte wird man jedoch nie zu einem imposanten Bauwerk zählen, auch dann nicht, wenn sie beispielsweise mit einem Fisheye von unten nach oben fotografiert wurde. Pachtvoll hingegen kann selbst eine Hundehütte sein, wenn sie zum Beispiel kunstvoll mit Swarovski-Steinen oder Stuck beziehungsweise einer kunstvollen Bemalung verschönert wurde. Die einen sind begeistert und andere sind erschaudert aufgrund des Kitsches.

Kommen wir zurück zu imposant. Hoch hinaus sollte Ihr Bauwerk also gehen, und zwar viele Meter, wenn Sie unser diesjähriges „Blende“-Thema fotografisch so interpretieren. Das kann von unten nach oben oder aber von oben nach unten erfolgen. Wichtig ist, auf die stürzenden Linien zu achten. Darunter versteht man, wenn sich die Gebäudekannten in einer Aufnahme nach oben hin verjüngen. Im Extremfall wirkt es in der Aufnahme so, als wenn das Bauwerk einstürzen würde. Sofern man über eine Spiegelreflex- beziehungsweise Systemkamera verfügt, lassen sich stürzende Linien durch Tilt-Shift-Objektive vermeiden. Hat man diese nicht zur Hand beziehungsweise gestattet die Kamera keinen Objektivwechsel, so lassen sich die stürzenden Linien dadurch minimieren, dass man so weit wie möglich zurücktritt und heranzoomt. Die stürzenden Linien sind umso geringer ausgeprägt, je länger die Brennweite gewählt wird. Eine weitere Option ist es, einen erhöhten Standpunkt einzunehmen – zum Beispiel vom gegenüberliegenden Gebäude aus. Verfügt die Kamera über einen Panoramaassistenten, so hat man die Option, das Gebäude mit drei oder mehr Einzelbildern einzufangen die – je nach Fotoapparat – automatisch zu einer Aufnahme vereint werden. Bietet die Kamera diese Möglichkeit nicht, so muss auf ein Bildverarbeitungsprogramm zurückgegriffen werden. Stürzende Linien können natürlich auch als Stilmittel bewusst eingesetzt werden – diese Freiheiten haben unsere „Blende“-Fotografen ebenso wie die Definition von „imposant“, die nicht zwangsläufig etwas mit der Größe eines Bauwerkes zu tun haben muss. Imposant kann ein Objekt auch aufgrund seiner Erscheinung sein, das können Formen – denken wir an Hundertwasser – ebenso sein wie reichhaltige Verzierungen, wobei man dann schon bei „prachtvoll“ sein kann.

Unser diesjähriges „Blende“-Thema bietet für die kritischen Zeitgenossen unter uns auch die Möglichkeit, auf Bausünden aufmerksam zu machen, sei es die Betonbrücke, die eine Landschaft verschandelt, den Glasbausteinanbau bei einem Fachwerkhaus, der Fünfzigerjahre-Bau neben einem aus der Gotik. Vergleiche werden hier vorrangig im Mittelpunkt des Aufgenommenen stehen, wobei dies nicht zwangsläufig der Fall sein muss. Das Schöne an unserem diesjährigen „Blende“-Thema ist auch, dass es mit der Architektur so eine Geschmackssache ist.

Wichtig ist, unabhängig davon, wie Sie unser diesjähriges Thema „Prachtvoll, imposant, schauderhaft – Architektur“ interpretieren, dass Ihre Aufnahmen aussagekräftig und eine Augenweide sind. Nicht immer ist beispielsweise das Licht optimal und Sie müssen sich Ihrem Motiv zu einem anderen Zeitpunkt erneut fotografisch stellen. Spielen Sie mit der Perspektive und den Möglichkeiten, die Ihre Kamera zu bieten hat – das erhöht ganz klar Ihre Chancen, beim Deutschen Zeitungsleser-Fotowettbewerb „Blende 2013“ erfolgreich zu sein.

1 Die Themen für „Blende 2013“ wurden übrigens gemeinsam mit den über 50 teilnehmenden Redaktionen festgelegt, wobei die Zeitungen wählen können/konnten, welche Themen sie davon für ihre Leser ausschreiben.

Eine Teilnahme an Europas größtem Contest für alle Fotobegeisterten ist nur über eine der über 50 Tageszeitungen und ihre Kopf- sowie Bezirksausgaben möglich, die Blende 2013 für ihre Leser ausschreibt. Welche Zeitung in Ihrer Region bei Blende 2013 mit von der Partie ist, teilt die Prophoto GmbH auf Anfrage mit.

Blende Informationen A-Z 07 / 2013

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