Blende 2015: Schnappschuss - Ich war dabei

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Da stehen ja wieder Fotografen
© Fotograf: Ernst Hobscheidt, Blende-Fotowettbewerb

Eines unser fünf diesjährigen Blende-Themen für Sie lautet „Schnappschuss – Ich war dabei“. Der Begriff Schnappschuss stammt übrigens aus der Jägersprache und bezeichnet einen schnellen Schuss ohne Zielen aus der Hüfte – Fotografen werden vielfach als Jäger bezeichnet, da sie mit ihrer Kamera auf Motivjagd gehen… damit hätte sich der Kreis geschlossen, wenn auch nicht ganz, denn in der Fotografie bedeutet die Schnappschussfotografie nicht unbedingt, dass der Auslöser aus Hüfthöhe betätigt werden muss. Seien Sie unsere Jäger und spüren Sie Motive auf, die Sie für die 41. Runde von Blende festhalten. Mit Spannung werden Ihre Bildeinsendungen erwartet und wir wissen schon jetzt, dass Sie es wieder vortrefflich verstehen werden, uns in eine facettenreiche Schnappschusswelt zu entführen.

Eine Teilnahme an Blende 2015, Europas größtem Contest für alle Fotobegeisterten, ist nur über eine der mehr als 50 Tageszeitungen und ihren Kopf- sowie Bezirksausgaben möglich. „Schnappschuss – Ich war dabei“ ist in diesem Jahr eines von fünf möglichen Blende-Themen, die die teilnehmenden Redaktionen für Sie ausschreiben können. Welche Zeitung in Ihrer Region bei Blende 2015 mit von der Partie ist, teilen wir Ihnen auf Anfrage mit. Blende bietet Ihnen zwei Gewinnchancen – einmal über die Zeitung und dann in der bundesweiten Endausscheidung von Blende 2015. Hier loben wir wieder Preise im Wert von über € 40.000 aus. Nach derzeitigen Planungen werden die Preislisten Ende Juni online gehen.

Nun aber zurück zur thematischen Vorgabe, die reich an Motiven ist, die von Ihnen nur in Szene gesetzt werden müssen. Was heißt in diesem Zusammenhang „nur“? Denn darin besteht für Sie die große Herausforderung: Gesehenes und Erlebtes in aussagekräftigen Bildern zu verankern. Also immer ein wachsames Auge für mögliche Motive haben – die es in Hülle und Fülle gibt. Auch, wenn von Schnappschuss die Rede ist, so setzt dies nicht zwangsläufig voraus, dass die Fotografie ausschließlich spontan erfolgt. Spielen Menschen und Tiere eine Rolle in Ihren Aufnahmen, so ist ein Gespür für Situationen und wie diese sich entwickeln könnten, von Vorteil. Die Wahrscheinlichkeit auf überzeugende und somit sehenswerte Schnappschussaufnahmen steigt zudem mit der Wahrnehmung dessen, was Sie umgibt. Das bedingt einen offenen Blick für die Welt. Ihre Schnappschüsse, die Sie zur 41. Runde von Blende einreichen, können humorvoll, aber ebenso auch kritisch sein – welche Intention Sie verfolgen, überlassen wir Ihnen. Wenn Ihre Aufnahmen das Motto „Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte“ beinhalten, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass Sie mit diesen in die zweite Runde von Blende 2015 gelangen und dort zu den Siegern gehören. Lassen Sie also Ihre Aufnahmen Geschichten erzählen, so dass der Betrachter das Gefühl hat, zum Aufnahmezeitpunkt mittendrin gewesen zu sein. Dazu gehört natürlich mit dem Licht ebenso zu spielen wie mit Schärfe sowie Unschärfe und der Perspektive, aber auch mit dem Bildaufbau. Dies alles bedingt natürlich, dass Sie Ihre Kamera quasi blind beherrschen. So einfach unser diesjähriges Thema auf den ersten Blick erscheint, so herausfordernd ist es für Sie – Sie sind es aber von Blende auch nicht anders gewohnt und darin liegt der Reiz der Teilnahme.

Unser diesjähriges Thema setzt voraus, dass Ihre Kamera, die das bevorzugte Aufnahmemedium sein sollte, immer schussbereit ist. Natürlich können Sie sich unserem Thema „Schnappschuss – Ich war dabei“ auch mit Ihrem Smartphone stellen. Wenn die Lichtverhältnisse nicht optimal sind und Distanzen überbrückt werden müssen, dann stoßen Sie jedoch mit einem Smartphone schnell an die Grenzen des Machbaren. Hinzu kommt, dass Sie nicht die Option haben, in Ihren Aufnahmen das Spiel mit Schärfe und Unschärfe einzugehen, denn bei Smartphoneaufnahmen sind Vorder- und Hintergrund immer scharf. Und noch ein Punkt, der gegen das Smartphone spricht, ist die Tatsache, dass man sich bei der Aufnahme sehr schwer damit tut, das Gerät gerade zu halten. Dies hat dann beispielsweise zur Folge, dass der Horizont schief ist und der See zur Seite hin ausläuft. Kameras mit Ihrem deutlich größeren Funktionsumfang bieten ein deutliches Mehr an Einflussnahme und das kommt Ihren Aufnahmen, aber auch gestalterischen Ambitionen sowie Ihrem Motiv zugute. Prädestiniert für unser diesjähriges Blende-Thema „Schnappschuss – Ich war dabei“ sind Superzoomkameras – mit denen Sie wunderbar auch aus dem Verborgenen heraus fotografieren und Distanzen überbrücken können – sowie Spiegelreflex- und kompakte Systemkameras mit entsprechender Teleoptik. Verfügen Sie über ein aktuelles Kameramodell, so werden Sie sich mit der fotografischen Umsetzung unseres Themas noch leichter tun, da sie im Besitz eines Geschwindigkeitsweltmeisters sind. Umgehend nach dem Einschalten sind aktuelle Kameramodelle aufnahmebereit, was einem natürlich in der Schnappschussfotografie sehr entgegen kommt. Von Vorteil ist zudem auch die schnellere Serienbildfunktion, die Sie keinen Moment mehr verpassen lässt.

Die korrekte Entfernungseinstellung zählt zu den wichtigsten Voraussetzungen für ein scharfes Foto. Sie zu ermitteln, war früher oftmals ein umständliches und manchmal zeitraubendes Unterfangen, dem so mancher Schnappschuss zum Opfer fiel. Mit der Einführung von Autofokus wurde dieses Problem weitgehend gelöst. Moderne Kameras stellen automatisch blitzschnell auf das anvisierte Motiv scharf und sorgen für eine perfekte Entfernungseinstellung. Das funktioniert selbst bei recht komplexen Motiven, in denen sich bildwichtige Objekte in unterschiedlichen Abständen vom Aufnahmestandort befinden. Für viele Motive ist der One-Shot-Autofokus – die Kamera stellt bei Druck auf den Auslöser scharf und die Einstellung wird gespeichert – die perfekte Lösung. Wenn sich ein Objekt im Bild aber bewegt und seine Distanz zum Aufnahmestandort ändert, wird es herausfordernd. Für solche Situationen wurde der kontinuierliche Autofokus entwickelt, mit dem die Scharfstellung der Bewegung eines Objekts kontinuierlich folgen kann. Fortgeschrittene Systeme können das sogar, wenn sich das Objekt aus dem ursprünglichen Fokusfeld entfernt und eine andere Position im Bild einnimmt, sprich sich nach rechts oder links von der Kamera weg oder auf sie zu bewegt. Oftmals arbeitet die AF-Steuerung dabei „vorausschauend“ und berechnet präzise, wo sich das Objekt befinden wird, wenn die Kamera den Sensor frei gibt. Entgegen kommen der Schnappschussfotografie Kameras der jüngsten Generation mit Touchscreendisplay. Über diesen erfolgt die Entfernungseinstellung auch durch Antippen des Motivdetails, auf das scharfgestellt werden soll. Diese Funktion erweist sich aber nicht nur in der Schnappschussfotografie als sehr hilfreich.

Blende Informationen A-Z 07 / 2015

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