Blende 2015 - Tierisches - Tierisch gut

© Fotograf: Claudia Loch, Hey Du!, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Claudia Loch, Hey Du!, Blende-Fotowettbewerb
Eines von fünf diesjährigen Blende-Themen lautet „Tierisches – Tierisch gut“. Wie das Thema schon zum Ausdruck bringt, sind tierisch gute Aufnahmen gefragt, mit denen Sie auf ganzer Linie brillieren und uns begeistern. Welche Tiere Sie für sich in den fotografischen Fokus rücken, ist Ihnen überlassen – alle Tiere von A wie Ameise bis Z wie Ziege, richtig in Szene gesetzt, können Sie zum Erfolg und damit auf die Siegerstraße von Blende 2015 führen. Und es lohnt sich auch in diesem Jahr für Sie, dass Sie mit Ihren tierischen Aufnahmen den Wettstreit und die Herausforderung annehmen. Eine Teilnahme an Blende 2015, Europas größtem Contest für alle Fotobegeisterten, ist nur über eine der mehr als 50 Tageszeitungen und ihren Kopf- sowie Bezirksausgaben möglich. „Tierisches – Tierisch gut“ ist in diesem Jahr eines von fünf möglichen Blende-Themen, die die teilnehmenden Redaktionen für Sie ausschreiben können. Welche Zeitung in Ihrer Region bei Blende 2015 mit von der Partie ist, teilen wir Ihnen auf Anfrage mit. Blende bietet Ihnen zwei Gewinnchancen – Einmal über die Zeitung und dann in der bundesweiten Endausscheidung von Blende 2015. Hier loben wir wieder Preise im Wert von über € 40.000 aus. Nach derzeitigen Planungen werden die Preislisten Ende Juni online gehen.

© Fotograf: Klaus Lüke, Pferd im Regen, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Klaus Lüke, Pferd im Regen, Blende-Fotowettbewerb
Nun aber zurück zu unserem diesjährigen „Blende“-Thema, das so facettenreich ist wie die Tierwelt selbst. Welche Tiere Sie fotografieren, überlassen wir Ihnen. Ob Hund, Katze, Maus, Reptilien, Insekten, Kühe, Pferde, Esel, Eisbären, Fische, Vögel … zu Hause, im Zoo oder Wildpark lebend, ob auf dem Bauernhof, in der Stadt oder in freier Wildbahn, ob sie sich auf dem Land, im Wasser oder in der Luft befinden. Sie können Tiere in ihrem typischen Verhalten mit der Kamera oder in ihrem Verhältnis zu gleichartigen und anderen Tieren oder zum Menschen im Bild festhalten. Wichtig ist, dass die Aufnahmen charakteristisch und – wenn gewünscht – humorvoll sind, zum Schmunzeln anregen oder Gefühle wecken beziehungsweise durch ihre formale Gestaltung beeindrucken. Auf einen Nenner gebracht: Das Thema soll „tierisch“ gute Bilder hervorbringen und wir wissen, dass Sie das können. Haben Sie Geduld mit sich und den Tieren vor Ihrer Linse – das ist Grundvoraussetzung für beeindruckende Ergebnisse. Da heißt es üben und sich an den Erfolg herantasten, denn nicht jede Aufnahme wird ein Volltreffer sein. Die Serienfunktion ist übrigens sehr hilfreich und wer über eine Lichtschranke verfügt, der sollte sie sich zunutze machen, wenn es beispielsweise darum geht, Vögel, aber auch Eichhörnchen im heimischen Garten zu fotografieren.

© Fotograf: Karin König, Tierisch lange Löffel und Tier des Jahres 2015, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Karin König, Tierisch lange Löffel und Tier des Jahres 2015, Blende-Fotowettbewerb
Tierisch gute Aufnahmen setzen grundsätzlich als Aufnahmegerät eine Kamera voraus. Sicherlich kann einem auch mit einem Smartphone mal ein tierisch guter Schnappschuss gelingen – der hat aber eher Seltenheitswert. Kompaktkameras mit einem größeren Zoombereich sowie Spiegelreflex- und kompakte Systemkameras bieten Ihnen den größten fotografischen Gestaltungsspieltraum. Wenn Sie die Lebensgewohnheiten eines Tieres kennen, so wird es für Sie wesentlich einfacher sein, es gekonnt mit der Kamera einzufangen. Sind Tierporträts Ihr Steckenpferd, so sollte grundsätzlich auf die Augen scharf gestellt werden, denn unscharfe Augen wirken leblos. Jedes Tier sollte nach Möglichkeit in der Höhe seines Kopfes aufgenommen werden. Je schneller sich ein Tier bewegt, desto schwieriger ist es, es scharf abzubilden. Ein Autofokusobjektiv und die Belichtungsautomatik sind die Lösung. Als besonders hilfreich erweisen sich Autofokuszooms, da sich damit die Bildausschnitte optimieren lassen.

Frontal gerichtetes Blitzlicht wandelt die gefühlvollen Augen, etwa eines Hundes, in Kaninchenaugen um. Wenn möglich, sollte mit einem externen Blitzgerät indirekt gegen die Decke geblitzt werden. Spielen Sie mit den Einstellungen Ihrer Kamera, aber auch mit der Perspektive, denn das kann der Schlüssel für Sie zum Erfolg sein. Fotografische Regeln sind auch dazu da, gebrochen zu werden, und warum nicht auch einmal das Fisheye verwenden oder die diversen Filter, mit denen aktuelle Kameras ausgestattet sind. Natürlich sind diese nicht Selbstzweck – wenn Filter aber Ihre gewünschte Aussage unterstreichen, so sollten sie natürlich zum Einsatz kommen.

© Fotograf: Jana Koch, Endlich Pause!, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Jana Koch, Endlich Pause!, Blende-Fotowettbewerb
Für Zooaufnahmen ist jede Kamera geeignet, da man immer Tiere findet, die sich formatfüllend oder zusammen mit der Kulisse der Umgebung schon mit einem festen Objektiv einer einfachen Kompaktkamera einfangen lassen. Das gilt vor allem für Elefanten, Giraffen und Flusspferde, die weniger in Bewegung sind. Wenn die freie Wildbahn oder eine Safari vorgetäuscht werden soll, ist eine lange Objektivbrennweite nötig. Damit ist die typische Zookulisse, vor allem das Gitter, nicht mehr zu erkennen. Bei Teleobjektiven zaubern schon 10 bis 20 cm Abstand vom Gitter dieses durch Unschärfe fort. Bei Gittern und unvorteilhaften Elementen im Hintergrund ist eine große Blende ratsam, damit diese außerhalb der Schärfentiefe in starker Unschärfe liegen und wenig störend erscheinen. Unscharfe Blätter und Zweige im Vordergrund können das Tier umrahmen, damit die Aufnahme wie aus einem Versteck heraus gemacht aussieht. Blitzlichtaufnahmen in Tierhäusern dürfen keinesfalls gegen die Bestimmungen verstoßen, da es Unfälle mit erschreckten Tieren geben kann. Um die Belichtungszeiten zu verkürzen, sind höhere ISO-Werte angesagt. Das Bildrauschen sollte man jedoch im Blick haben.

Zum Erfolg auf einer Fotopirsch in Wald und Flur können Förster und Jäger Standorttipps geben und eventuell kann man auch einmal den Hochsitz benutzen. Hier und bei Safaris sind lange Teleobjektive mit mindestens 200 bis 1.000 mm Brennweite angebracht. Vor dem Verwackeln bei Verschlusszeiten von etwa 1/250 Sekunde schützen Hilfen, wie Stativ, Schulterstütze oder Selbstauslöser. Auch das Anlehnen an Bäume oder das Auflegen der Kamera auf einen Baumstamm kann bereits helfen.

© Fotograf: Martin Seraphin, Der Ausreißer, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Martin Seraphin, Der Ausreißer, Blende-Fotowettbewerb
Je kleiner die Tiere sind, umso farbenprächtiger können sie sein, angefangen vom Papagei bis hin zum kleinsten Käfer. Während der Papagei noch mit „herkömmlichen“ Mitteln der Tierfotografie aufgenommen werden kann, sind für Fotos von Eidechsen, Libellen, Schmetterlingen und anderen kleinen Tieren schon Nahaufnahmegeräte nötig. Wem es erst einmal gelungen ist, mit dem speziellen Zubehör den Geheimnissen von Wiese, Feld, Teich und Luft auf die Spur zu kommen, der wird sich auch diesem besonders reizvollen Gebiet immer wieder gern widmen.

Eine Bitte zum Schluss: Wer in Wald und Flur fotografiert, sollte die geltenden Naturschutzbestimmungen beachten. Größte Vorsicht sollten Sie vor allem bei Nestaufnahmen walten lassen und bei gefährdeten Tierarten auf das Fotografieren ganz verzichten. Und bitte quälen Sie die Tiere für unser diesjähriges Blende-Thema nicht. Wer mit wachsamem Auge unterwegs ist, dem bieten sich so viele zu fotografierende Sujets, dass man auf Tierquälerei verzichten kann. Die Katze hat in der Waschmaschine nichts zu suchen und die Sonnenbrille gehört nicht auf die Nase eines Hundes.

Blende Informationen A-Z 06 / 2015

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