Blende 2016 - Magie des Alltags

© Fotograf: Julian Kuhm, Anziehen, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Julian Kuhm, Anziehen, Blende-Fotowettbewerb
„Magie des Alltags“ so heißt eines unser fünf diesjährigen Blende-Themen. Akku aufladen, Speicherkarte einlegen und los geht’s! Bei unserem „Blende 2016“-Thema „Magie des Alltags“ dürfen Sie sich als Fotografen alles leisten, nur keine Ladehemmung der Kamera. Gefragt sind Eindrücke, die man überall finden kann und die es wert sind, im Bild festgehalten und mit anderen Menschen geteilt zu werden. Der Alltag ist spannender als so mancher denkt und deshalb wünschen wir uns auch Ihre magischen Momente – ob nun mit dem Smartphone oder mit der Kamera festgehalten. Sich unserem diesjährigen „Blende“-Thema zu stellen und den Wettstreit sowie die Herausforderung anzunehmen lohnt sich – es gibt tolle Preise zu gewinnen und das nicht nur auf Regionalebene, sondern auch in der bundesweiten Endausscheidung. Hier haben wir wieder Preise im Wert von über € 40.000,— ausgelobt.

Eine Teilnahme an Europas größtem Contest für alle Fotobegeisterten ist nur über eine der mehr als 50 Tageszeitungen und ihre Kopf- sowie Bezirksausgaben möglich, die Blende 2016 für ihre Leser ausschreibt. Welche Zeitung in Ihrer Region bei Blende 2016 mit von der Partie ist, teilen wir Ihnen auf Anfrage mit. In der ersten Runde von Blende 2016 wetteifern die Leser der jeweiligen Zeitung untereinander. Die von den Blende-Redaktionen prämierten Aufnahmen werden anschließend an uns, die Prophoto GmbH, zur bundesweiten Endausscheidung weitergereicht. Dort tagt im Dezember die Jury und ermittelt die Sieger von Blende 2016, die dann im neuen Jahr bekannt gegeben werden. Für die bundesweite Endausscheidung loben wir mit Unterstützung von Förderern Preise im Wert von über € 40.000,— aus. Die entsprechenden Preislisten sind – nach derzeitigen Planungen – ab Mitte Juni online.

© Fotograf: Alena Eckhold, Feierabend, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Alena Eckhold, Feierabend, Blende-Fotowettbewerb
Zurück zum Thema „Magie des Alltags“: Fotografieren ist eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Wie oft es in der Sekunde Klick macht lässt sich kaum noch zählen. Wenn es nach den geposteten Aufnahmen in den sozialen Netzwerken geht, dann sind die Aufnahmegeräte Dauereinsatz. Und das ist auch gut so, denn die allermeisten Bilder stellen dabei alltägliche Momente dar. Das kann die Mutter mit Lockenwicklern am Frühstückstisch sein oder der Vater mit dem Sohne auf dem Sportplatz. Alltag ist die Schlange an der Supermarktkasse, die Menschentraube an der Bushaltestelle, der Spaziergang durch den Park. Zum Alltag gehört es auch, Freunde zu treffen, seine Arbeit zu verrichten oder sich durch den Verkehr zu quälen.

Leicht klingt das Thema nur auf den ersten Blick. Denn mit dem Begriff „Alltag“ verbinden viele Menschen auch ein Leben ohne Überraschungen, Abwechslung und Höhepunkte. Alltag ist das, was man bereits zu kennen glaubt. Alltagsfotos für einen Wettbewerb dürfen aber alles andere sein als langweilig. Die Herausforderung für den Fotografen ist es, inmitten des Banalen das Besondere darzustellen, gleichsam mit seinem fotografischen Auge Dinge zu erfassen, die im Alltag nicht wahrgenommen werden, vielleicht gerade, weil sie so selbstverständlich erscheinen.

© Fotograf: Carolin Hoffmann, Auf zur Party!, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Carolin Hoffmann, Auf zur Party!, Blende-Fotowettbewerb
Beeindruckende Motive können beispielsweise entlang der Straßen liegen: die Hausfassade mit Wäsche oder Grills auf den Balkonen, die vom Leben der Mieter berichten. Der Zaun, über den der Briefträger neben dem Bündel Post auch ein Lächeln reicht. Der Raucher, der schimpft und gegen den Zigarettenautomaten poltert, weil dieser nicht funktioniert. Oder große Kinderaugen, die im Spielzeugladen gerade das Objekt ihrer Begierde entdeckt haben.

Jeder Mensch erlebt seinen Alltag anders. Ein weiterer Weg zu interessanten Bildern ist es, den speziellen Tagesablauf bestimmter Bevölkerungsgruppen oder Berufe darzustellen, den Außenstehende eben nicht kennen. Wie sieht der Alltag alter Menschen aus? Oder auf dem Bauernhof? Wie meistern Bäcker, Leuchtturmwärter oder Discjockeys ihren Arbeitsalltag?

© Fotograf: Eberhard Ehmke, Ernte in Licht der Abendsonne, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Eberhard Ehmke, Ernte in Licht der Abendsonne, Blende-Fotowettbewerb
Wer sich mit einem so „menschelnden“ Thema wie dem Alltagsleben befasst, der wird auf Klischees treffen. Es gibt zwei Wege, mit Klischees erfolgversprechend umzugehen: Entweder bestätigt man sie nach Kräften – oder man wirft sie ebenso überzeugend über den Haufen. Beides löst den „Aha“-Effekt aus, der ansprechende Aufnahmen ausmacht. Auf solchen Gratwanderungen kann man sich absichern, wenn man zunächst Verwandten und Freunden seine Bilder zeigt und nach deren offener Meinung fragt.

Für die Umsetzung unserer „Blende“-Aufgabe „Magie des Alltags“ ist jede Kamera und natürlich auch das Smartphone geeignet. Der schlechteste Fotoapparat ist lediglich der, der zu Hause liegt, während man unterwegs auf die tollsten Motive stößt. Wer den Betrachter in sein Motiv hineinziehen möchte, muss bei der Aufnahme auch für die Nähe zum Objekt sorgen. Dafür bietet sich eine Zoomkamera ebenso an wie eine Spiegelreflex- beziehungsweise kompakte Systemkamera. „Ran ans Motiv“ lautet eine Reporterregel. Mittlere Brennweiten vom leichten Weitwinkel bis zum leichten Tele geben dabei am besten den natürlichen Blickwinkel der Augen wieder.

© Fotograf: Laura Elsholtz, Schweinestall der Staße, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Laura Elsholtz, Schweinestall der Staße, Blende-Fotowettbewerb
Beeindruckend ist es, wenn Alltagsaufnahmen auch die Perspektive und die Lichtstimmung des jeweiligen Erlebnisses transportieren. Wer herumtollende Hunde fotografiert, sollte in die Hocke gehen. Wer den Fensterputzer ablichtet, kann durch einen noch höheren Standpunkt – also aus dem sicheren Büro darüber – den tiefen Abgrund unter ihm beschreiben. Der Großvater beim Obstbaumschnitt oder das Kind beim Baumklettern könnte steil von unten reizvoll wirken, weil das die große Höhe betont, in der sich die Personen befinden.

Natürliches Umgebungslicht macht Aufnahmen authentischer: der Zugbegleiter im dämmrigen Nachtzug, der Grillmeister im Schein der Glut, leuchtendes Rot von Bengalischen Feuern im Fanblock des Fußballstadions. Bei knappen Lichtverhältnissen können lichtstarke Objektive oder Optiken mit Bildstabilisator helfen, die Szene noch aus der Hand zu fotografieren.

Kreative Blitztechniken, wie sie die Automatikprogramme moderner Kameras bieten, mischen Umgebungslicht und Blitzlicht, was ebenfalls zu spannenden Effekten führt. Lange Belichtungszeiten bei bewegten Motiven können mit Wischeffekten wiederum die Dynamik der Bewegung einfangen.

Genug der Worte – suchen Sie die Herausforderung sowie den Wettstreit und machen Sie mit bei unserer Leseraktion „Blende 2016“.

Blende Informationen A-Z 06 / 2016

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