Blende 2017 - Anregungen und Tipps für eine erfolgreiche Teilnahme bei „Blende“

Blende“ ist der deutschlandweite Zeitungsleser-Fotowettbewerb für alle Fotobegeisterten egal welchen Alters. Alljährlich gehen um die 80.000 Fotos zu „Blende“ ein. Eine gigantische Hausnummer, die belegt, wie beliebt der Fotowettbewerb ist. Motivationsgründe zur Teilnahme an „Blende“ gibt es unzählige. So ist „Blende“ mit seinen jährlich wechselnden thematischen Vorgaben ein wichtiger Ideengeber, sich auch neuen Motivgebieten zu stellen und diese für sich zu erschließen. Natürlich möchte man es mit seinen Fotos auch ganz nach vorne schaffen, gibt es doch zwei Gewinnchancen. Nachstehende Anregungen und Tipps erhöhen die Wahrscheinlichkeit darauf.

Heinz Beckers, ...sieh an..., Blende-Fotowettbewerb
Heinz Beckers, …sieh an…, Blende-Fotowettbewerb

  1. Bleiben Sie nahe am Thema/an den Themen. Die Jury sollte die Bildaussage auf den ersten Blick erfassen.
  2. Arbeiten Sie sich in die Aufgabenstellung aktiv ein. Aktuelle beziehungsweise speziell aufgenommene Bilder sind immer besser als Aufnahmen aus dem Archiv, die man auf das Thema „umdeutet“.
  3. Holen Sie sich Anregungen in Fotobüchern und Fotozeitschriften, sehen Sie sich beispielsweise auf www.prophoto-online.de/blende-galerie die Gewinnerbilder der letzten Jahre oder die Bildgalerie mit einer Auswahl an aktuellen Einsendungen, die permanent eine Erweiterung erfährt, an (spätestens ab Ende Juni aktiv). Lassen Sie sich inspirieren und setzen dann das Thema kreativ um, aber kopieren Sie nicht.
  4. Beginnen Sie frühzeitig mit ersten Aufnahmen für den Wettbewerb. Lassen Sie die Bilder ruhen und überlegen Sie mit einigem zeitlichen Abstand, welche die besten sind. Machen Sie weitere Bilder und prüfen dann abermals, welche am eindrucksvollsten wirken. Fragen Sie auch Freunde nach deren Meinung.
  5. Machen Sie mehrere Aufnahmen von Ihren Motiven, auch aus verschiedenen Blickwinkeln – nicht jeder Schuss ist ein Volltreffer und die von Ihnen gewählte Perspektive entscheidet darüber, wie Ihr Motiv wirkt.
  6. Seien Sie auf unverhoffte Momente vorbereitet. Das Smartphone haben Sie sicherlich immer dabei, aber auch, wenn die Fotoqualität dieser Geräte immer besser wird, bieten Ihnen Kameras mit ihren Features einen deutlich größeren kreativen Spielraum bei der fotografischen Umsetzung der diesjährigen Themen.
  7. Auch, wenn Ihr Aufnahmegerät Einfluss auf die Bildqualität Ihrer Aufnahmen hat, so entscheiden Ihr Auge für Situationen und Ihr Gespür mit über den Erfolg Ihrer Bilder. Sie können sich mit Ihren Bildeinsendungen an fotografische Regeln, wie den Goldenen Schnitt, halten – Sie können diese Regeln aber auch brechen. Nichts ist in der Fotografie in Stein gemeißelt – überraschen Sie mit Außergewöhnlichem und suchen Sie dazu auch ruhig das Experiment.
  8. Achten Sie auf die Kameraeinstellungen. Wählen Sie stets die höchste Bildqualität. Wenn Sie Erfahrung in der Bildbearbeitung haben – und nur dann – nehmen Sie Bilder im RAW-Format der Kamera auf. Wenn Sie zum Beispiel eine Landschaft als Panoramafoto aufnehmen möchten, können Sie das Panoramaformat der Kamera wählen. Sie können aber auch eines der normalen Bildformate verwenden (4:3 oder 3:2) und später bei der Bildbearbeitung den Ausschnitt entsprechend wählen.
  9. Achten Sie auf den optimalen Bildausschnitt. Überflüssiges Drumherum mindert die Wirkung. Manchmal ergeben unübliche Bildformate die besten Ausschnitte. Wechseln Sie bei der Aufnahme auch zwischen Quer- und Hochformat und entscheiden Sie später, welches Format die Bildaussage besser unterstreicht.
  10. Sichern Sie Ihre Bilder nach der Aufnahme. Ziehen Sie sie auf die Festplatte eines Computers und legen Sie immer zusätzlich Sicherungskopien an – auf einer zweiten Festplatte, einem USB-Stick, einem optischen Datenträger (etwa CD) oder im Internet bei entsprechenden Online-Datenspeicher-Anbietern (Cloud). Wenn Sie die Bilder bearbeiten, verwenden Sie dazu immer Kopien. Verändern Sie niemals Original-dateien – ein falscher Klick und sie sind zerstört!
  11. Nehmen Sie bei Bedarf zumindest die wichtigsten Korrekturen in einem Bildbearbeitungsprogramm vor: Entfernen Sie rote Augen sowie Farbstiche und optimieren Sie den Kontrast und die Helligkeit der Bilder. Für alle diese Verbesserungen gibt es einfache Hilfsmittel oder sogar vollautomatische Korrekturfunktionen.
  12. Probieren Sie Effektfilter aus – aber übertreiben Sie deren Einsatz nicht. Manche Motive wirken als Aufnahmen mit hohem Kontrastumfang gut. Für nachträglich am Computer erstellte HDR-Aufnahmen brauchen sie mehrere Aufnahmen des gleichen Motivs mit verschiedenen Belichtungswerten. Immer mehr Kameras ermöglichen direkte HDR-Aufnahmen mittels einer Belichtungsreihe. Bei manchen Motiven bietet es sich auch an, die Farbinformationen zu verwerfen und ein Schwarzweißfoto anzulegen. Dieses kann dann zum Beispiel auch sepiafarben getönt werden.
  13. Achten Sie ansonsten auf natürliche Farben. Dabei ist es wichtig, die richtige Farb- und Kontrastdarstellung des Monitors einzustellen. Besser noch ist es, den Monitor zu kalibrieren. Dazu gibt es entsprechende Hilfsmittel im Handel. Betrachten Sie die Wirkung der Bilder auch nach dem Hochladen im Internet.
  14. Geben Sie während der Bearbeitung sogenannten verlustfreien Dateiformaten den Vorzug. Solche sind beispielsweise TIFF oder BMP. Wechseln Sie erst vor einer Online-Einreichung der Bilder bei „Blende“ zum komprimierten Dateiformat JPEG (.jpg). Wählen Sie dabei eine hohe Qualitätsstufe (entspricht geringer Kompression).
  15. Achten Sie auf die korrekte Ausgabegröße Ihrer Bilder bei einer Online-Teilnahme bei „Blende“. Die Fotos müssen im Dateiformat JPEG im Farbraum RGB mit einer maximalen Dateigröße von 8 MB eingereicht werden. Dabei muss die kürzeste Seite mindestens 800px (Pixel) lang sein und die längste Seite darf maximal 4.000px (Pixel) lang sein.
  16. Überschreiten Ihre Wettbewerbsbeiträge bei Ihrer Online-Teilnahme die maximale Dateigröße müssen Sie Ihre Aufnahmen (bitte immer an der Kopie) herunterrechnen. Mit jedem Bildbearbeitungsprogramm kann die Bildgröße verringert werden. Zum Beispiel bei Photoshop hat man die Option, die Verkleinerung über die Pixelmaße oder über die Dokumentengröße vorzunehmen. Erfolgt in einem Feld die Zahlenänderung, so rechnet das Programm automatisch die zweite Kantenlänge aus. Wichtig ist, dass die Proportionen beibehalten werden, denn sonst wird das Motiv gestaucht oder gezerrt. Das Bild anschließend unter dem neuen Namen speichern und über das „Blende“-Online-Tool zum laufenden Wettbewerb hochladen.
  17. Wenn Sie sich mit Papierbildern dem Wettstreit bei „Blende“ stellen, dann senden sie diese nicht in der Größe einer „Briefmarke“ ein. Ihre Bilder liegen der Jury schließlich neben anderen Aufnahmen vor. Ein größerer Abzug von der eingereichten Aufnahme ist dabei immer wirkungsvoller als ein 9 × 13 cm Bild. Verwenden Sie hochwertiges Fotopapier oder bestellen Sie Abzüge in höchster Qualität.
  18. Halten Sie sich an die Wettbewerbsbedingungen und reichen Sie Ihre Fotos nur bei einer der teilnehmenden „Blende“-Zeitungen ein. Notieren Sie sich den Einsendeschluss Ihrer Zeitung im Kalender, beschriften Sie die Aufnahmen leserlich und schicken Sie sie rechtzeitig ab.
  19. „Blende“ ist der Fotowettbewerb für Fotoamateure, also für Einsteiger ebenso wie für ambitionierte Fotografen. Einige unter ihnen verkaufen ihre Fotos, betreiben eigene Homepages oder fotografieren gegebenenfalls auch im Auftrag. Als Fotoamateure gelten für uns alle, bei denen die Einnahmen aus der Fotografie nicht steuerpflichtig sind, beziehungsweise alle, deren Einnahmen dem Lebensunterhalt dienen.
  20. Wenn Sie Bilder von Menschen zum Wettbewerb einreichen, so müssen Sie beachten, dass die Menschen auf den Fotos ein sogenanntes „Recht am eigenen Bild“ haben. Das heißt, Sie benötigen die Erlaubnis dazu, diese Bilder einzusenden – bei Kindern die Erlaubnis der Eltern. Davon ausgenommen sind mehrere Menschen in einer großen Gruppe oder Prominente in der Öffentlichkeit.

Blende Informationen A-Z 06 / 2017

1 Kommentare

Sich Zeit nehmen und Motive entdecken wäre auch noch ein Tip von meiner Seite

Aron

von Aron
07. Juni 2017, 17:26:53 Uhr

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