Blende 2017 - Thema: Licht und Schatten

Helmut Anger, Dünen, Blende-Fotowettbewerb Bildgalerie betrachten Helmut Anger, Dünen, Blende-Fotowettbewerb

Eine der diesjährigen thematischen Vorgaben der neuen Wettbewerbsrunde von „Blende 2017“ lautet „Licht und Schatten“ – ein Thema, das auf vielfältige Art und Weise fotografisch in Szene gesetzt werden kann. Der Interpretation sind folglich keine Grenzen gesetzt. Das macht die thematische Vorgabe zusätzlich spannend, denn welchen Weg werden die „Blende“-Teilnehmer einschlagen, um es ganz oben aufs Treppchen zu schaffen? Für alle, die den FotowettbewerbBlende“ noch nicht kennen: Eine Teilnahme an Europas einzigartigem Contest für alle Fotobegeisterten ist nur über eine der mehr als 50 Tageszeitungen und ihre Kopf- sowie Bezirksausgaben möglich, die „Blende 2017“ für ihre Leser ausschreibt. Welche Zeitung in Ihrer Region bei „Blende 2017“ mit von der Partie ist, teilen wir Ihnen auf Anfrage mit. In der ersten Runde von Blende 2017 wetteifern die Leser der jeweiligen Zeitung untereinander. Die von den Blende-Redaktionen prämierten Aufnahmen werden anschließend an uns, die Prophoto GmbH, zur bundesweiten Endausscheidung weitergereicht. Dort tagt im Dezember die Jury und ermittelt die Sieger von „Blende 2017“, die dann im neuen Jahr bekannt gegeben werden. Für die bundesweite Endausscheidung, loben wir mit Unterstützung von Förderern Preise im Wert von rund € 40.000,— aus. Die entsprechenden Preislisten gehen – nach derzeitigen Planungen – spätestens Ende Juni hier online.

Wo Licht ist, ist auch Schatten, sagt schon der Volksmund, aber in der Fotografie sieht das oft anders aus. Fotografen geben sich bisweilen sogar größte Mühe, Schatten etwa auf Gesichtern zu vermeiden, indem sie mit Aufhellblitzen arbeiten, das Fotomodell aus der Sonne bugsieren – oder gleich bedeckten Himmel abwarten. Machen Sie bitte genau das Gegenteil für unseren Fotowettbewerb! Beim Thema „Licht und Schatten“ sind Bilder mit möglichst kräftigen Kontrasten zwischen Hell und Dunkel gefragt.

Licht und Schatten begegnen uns fast überall und rund um die Uhr. Das macht das Thema so reizvoll; man findet Motive ohne lange zu suchen und jedes fotografische Genre kommt zum Zug. In der Landschafts- und Naturfotografie werfen Hügel Schattenkegel weit ins Land hinein. Licht und Schatten modellieren Landschaften. Bäume werfen Schatten auf Gras oder lichtdurchflutetes Unterholz. In Forstwäldern, wo Fichten oder Pappeln in Reih und Glied stehen, ergeben sich scharf begrenzte Linienmuster. Solche harten Schatten können gleichsam zu Kunstgrafiken komponiert werden. Die Architekturfotografie ist dabei in ihrem Element.

Hell und Dunkel kann man auf schwarze und weiße Flächen reduzieren. Der Schattenwurf in Säulengängen, unter Wendeltreppen oder von Geländern sind wahre Klassiker. Aber auch moderne Architektur mit Glasflächen eignet sich gut für das Spiel mit Licht und Schatten. Dann auch gerne farbkräftig, wenn sich der blaue Himmel in Fenstern spiegelt, oder am Abend Neonreklame die Lichtakzente setzt.

Wie gehen Mensch und Tier mit „Licht und Schatten“ um? Im Urlaub fahren wir zwar der Sonne entgegen, ziehen uns dann aber unter Sonnenschirme zurück. Die schwarze Katze verkriecht sich an heißen Tagen an ein schattiges Plätzchen und ist dort fast nur noch an ihren leuchtenden Auge zu erkennen. In solchen Situationen ist es nicht immer einfach, mit einem einzigen Schuss die ideale Belichtung zu erwischen. Ist der Schatten zu dunkel, ist kaum etwas zu erkennen; ist er zu hell, verliert die Szenerie ihre Wirkung. Ein gute Hilfe-stellung sind Belichtungsreihen, auch „Auto Bracketing“ oder „Auto Exposure Bracketing“ genannt. Dabei fertigen heutige Kameras automatisch mehrere Bilder mit abgestuften Belichtungen an. Später wählt man die Aufnahme aus, die die Bildaussage am besten trifft.

Auf Licht und Schatten, die essenziellen Bestandteile der Fotografie, müssen Fotografen nicht warten. Sie können sie auch daheim einsetzen: im Ministudio entstehen so Stillleben, deren Plastizität von Spiel mit Licht und Schatten lebt. Aktfotografie ist nicht denkbar, ohne das gezielte Setzen von Licht- und Schattenpartien. So wie Licht und Schatten die Form von Gegenständen und Körpern betonen, erhalten Schatten selbst ihre Form von den Gegenständen. Vor allen in der späten Abendsonne werfen Gießkannen, Hunde und auch Fotografen selbst lange Schatten, die oft aussehen wie ein in die Länge gezogenes Abbild. Ganze Geschichten lassen sich mit solchen Schattenbildern wie mit Scherenschnitten erzählen.

Unser „Blende“-Thema umfasst auch Gegenlicht und Schatten, eine ganz spannende Kombination. So zeichnet sich die Silhouette eines Menschen vor einem Fenster ab, die markante Skyline einer Stadt liegt pechschwarz vor dem vom Sonnenuntergang glutroten Abendhimmel. Naturfotografen können versuchen, Blätter von der Sonne durchscheinen zu lassen und warten, bis kleine Tiere darauf sitzen. Raupen, Spinnen oder Laubfrösche werden als Umrisse auf dem leuchtend grünen Blatt dargestellt. Wer sich abends mit einem Teleobjektiv in der Nähe eines Flughafens auf die Lauer legt, erwischt vielleicht einen Jumbojet im Landeanflug vor der Scheibe des Vollmonds.

Nachts, wenn es dunkel ist, kehrt sich die Lage um. Dann wirft nicht das alles durchflutende Licht einzelne Schatten. Nachts sucht man Inseln des Lichts in einem Meer von Schatten. Ein Traum für Fotografen, die mit einem Stativ um die Häuser ziehen und Langzeitbelichtungen versuchen. Schon Straßenlaternen in einer schmucken Gasse können ein Blickfang sein. Vom prasselnden Feuer im Zeltlager steigen Funken in den Himmel auf, die Flammen erhellen die Gesichter und werfen lange Schatten ins Gras.

So, nun zählt es: Führen Sie die Jury von „Blende 2017“ zu den Wurzeln der Fotografie, zum „Zeichnen mit Licht“, das bedeutet fotografieren schließlich. Begeistern Sie auch andere Leser mit Ihren besten Aufnahmen zum Thema „Licht und Schatten“. Und Sie wissen ja – es lohnt sich bei „Blende 2017“ mit von der Partie zu sein wo es in der bundesweiten Endausscheidung wieder 133 Preise im Wert von rund € 40.000 zu gewinnen gibt.

Blende Informationen A-Z 04 / 2017

1 Kommentare

Die OTZ im Saale-Orla-Kreis hat leider auch dieses Thema nicht gewählt....somit bleibt nur ein Thema von den 3 übrig...sehr schade.

Marcel Hahn

von Marcel Hahn
21. Mai 2017, 09:42:10 Uhr

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