Blende 2017 - Thema: Tierische Begegnungen

Christoph Daube, Das Futter lockt, Blende-Fotowettbewerb Bildgalerie betrachten Christoph Daube, Das Futter lockt, Blende-Fotowettbewerb

Tierische Begegnungen“ so lautet in diesem Jahr eine der thematischen Vorgaben zu „Blende 2017“, der 43. Runde des alljährlichen Fotowettbewerbs für alle Fotoamateure, den wir gemeinsam mit Tageszeitungen aus dem ganzen Bundesgebiet veranstalten. Es geht also mal wieder tierisch bei der „Blende“ zu und wir sind uns sicher, dass Sie sich mit tierisch starken Aufnahmen an unserem Fotowettbewerb beteiligen und den Wettstreit suchen. Und es lohnt sich auch in diesem Jahr wieder für Sie, bei „Blende“ mit von der Partie zu sein, bietet der Fotocontest doch für Sie gleich zwei Gewinnchancen und zwar einmal über die Zeitung und dann in der bundesweiten Endausscheidung. Für diese stellt die Prophoto GmbH auch in diesem Jahr wieder 133 Preise im Gesamtwert von über € 40.000,- bereit – das ist schon eine Hausnummer, die ein Spiegelbild für das große Ansehen des Fotowettbewerbs auch bei den Förderern ist.

Wie kann man an „Blende 2017“ teilnehmen?

Für alle, die den Fotowettbewerb „Blende“ noch nicht kennen: Eine Teilnahme an Europas einzigartigem Contest für alle Fotobegeisterten ist nur über eine der mehr als 50 Tageszeitungen und ihre Kopf- sowie Bezirksausgaben möglich, die „Blende 2017“ für ihre Leser ausschreibt. Welche Zeitung in Ihrer Region bei „Blende 2017“ mit von der Partie ist, teilen wir Ihnen auf Anfrage mit. In der ersten Runde von Blende 2017 wetteifern die Leser der jeweiligen Zeitung untereinander. Die von den Blende-Redaktionen prämierten Aufnahmen werden anschließend an uns, die Prophoto GmbH, zur bundesweiten Endausscheidung weitergereicht. Dort tagt im Dezember die Jury und ermittelt die Sieger von „Blende 2017“, die dann im neuen Jahr bekannt gegeben werden. Für die bundesweite Endausscheidung loben wir mit Unterstützung von Förderern Preise im Wert von über € 40.000,— aus. Die entsprechenden Preislisten gehen – nach derzeitigen Planungen – spätestens Ende Juni hier online.

„Tierische Begegnungen“ – kein Mangel an tierisch starken Motiven

Bei einem tierischen Thema wie unserem diesjährigen mit „Tierische Begegnungen“ steht das Tier im Mittelpunkt der fotografischen Betrachtung. Das kann die Ameise ebenso sein, wie die Wespe oder die Blaumeise. Vom Storch über Kühe, Pferde, Schafe, Esel bis hin zu Elefanten, Nashörnern, Giraffen oder unsere Hausmitbewohner mit Hund, Katze, Maus oder beispielsweise den Bewohnern von Aquarien oder Terrarien. An Motiven mangelt es bei einem Tierthema wie unserem diesjährigen wahrlich nicht. „Tierische Begegnungen“ gibt es unter den Tieren und natürlich auch zum Menschen – das macht die Interpretation unserer diesjährigen thematischen Vorgabe noch weitreichender und kann hier und da auch für eine Portion Humor stehen. Solange Ihre Aufnahmen tierisch sind haben Sie quasi nahezu alle Freiheiten der Umsetzung.

So unendlich reizvoll unsere diesjährige thematische Vorgabe auch ist, so herausfordernder ist sie möglicherweise. Nur mit dem schnellen „Klick“ so nebenbei wird es in den seltensten Fällen getan sein, um zu aussagekräftigen Aufnahmen zu gelangen, die es schließlich bis in die bundesweite Endausscheidung von „Blende 2017“ schaffen. Haben Sie Geduld mit sich und den Tieren vor Ihrer Linse – denn das ist eine Grundvoraussetzung für beeindruckende Ergebnisse. Da heißt es üben und sich an den Erfolg herantasten, denn nicht jede Aufnahme wird ein Volltreffer sein. Die Serienbildfunktion ist übrigens sehr hilfreich und wer über eine Lichtschranke verfügt, der sollte sie sich zu Nutze machen, wenn es beispielsweise darum geht, Vögel oder das Eichhörnchen im heimischen Garten zu fotografieren.

Wenn Sie die Lebensgewohnheiten eines Tieres kennen, so wird es für Sie wesentlich einfacher sein, es gekonnt mit der Kamera einzufangen. Sind Tierporträts Ihr Steckenpferd, so sollte grundsätzlich auf die Augen scharf gestellt werden, denn unscharfe Augen wirken leblos. Jedes Tier sollte nach Möglichkeit in der Höhe seines Kopfes aufgenommen werden. Je schneller sich ein Tier bewegt, desto schwieriger ist es, es scharf abzubilden. Die 4K Aufnahmetechnik – revolutioniert die Momentfotografie – oder ein Autofokusobjektiv und die Belichtungsautomatik sind die Lösung. Als besonders hilfreich erweisen sich Autofokuszooms, da sich damit die Bildausschnitte optimieren lassen. Frontal gerichtetes Blitzlicht wandelt die gefühlvollen Augen etwa eines Hundes in Kaninchenaugen um. Wenn möglich sollte mit einem externen Blitzgerät indirekt gegen die Decke geblitzt werden. Spielen Sie mit den Einstellungen Ihrer Kamera aber auch mit der Perspektive, denn das kann der Schlüssel für Sie zum Erfolg sein. Fotografische Regel sind auch dazu da, gebrochen zu werden und warum nicht auch einmal das Fisheye verwenden oder die diversen Filter, mit denen heute Kameras ausgestattet sind. Natürlich sind diese nicht Selbstzweck – wenn Filter aber Ihre gewünschte Aussage unterstreichen, so sollten sie natürlich zum Einsatz kommen.

Für Zooaufnahmen ist jede Kamera geeignet, da man immer Tiere findet, die sich format-füllend oder zusammen mit der Kulisse der Umgebung schon mit einem festen Objektiv einer Kompaktkamera einfangen lassen. Das gilt vor allem für Elefanten, Giraffen und Flußpferde, die weniger in Bewegung sind. Wenn die freie Wildbahn oder eine Safari vorgetäuscht werden soll, ist eine lange Objektivbrennweite nötig. Damit ist die typische Zookulisse, vor allem das Gitter, nicht mehr zu erkennen. Bei Teleobjektiven zaubern schon 10 bis 20 cm Abstand vom Gitter dieses durch Unschärfe fort. Bei Gittern und unvorteilhaften Elementen im Hintergrund ist eine große Blende ratsam, damit diese außerhalb der Schärfentiefe in starker Unschärfe liegen und wenig störend erscheinen. Unscharfe Blätter und Zweige im Vordergrund können das Tier umrahmen, dass die Aufnahme wie aus einem Versteck heraus gemacht aussieht. Blitzlichtaufnahmen in Tierhäusern dürfen keinesfalls gegen die Bestimmungen verstoßen, da es Unfälle mit erschreckten Tieren geben kann. Um die Belichtungszeiten zu verkürzen, sind höhere ISO-Werte angesagt. Das Bildrauschen sollte man jedoch im Blick haben, auch wenn es bei neuen Kameras zunehmend schwächer ausfällt.

Zum Erfolg auf einer Fotopirsch in Wald und Flur können Förster und Jäger Standorttipps geben und eventuell kann man auch einmal den Hochsitz benutzen. Hier und bei Safaris sind lange Teleobjektive mit mindestens 200 bis 1.000 mm Brennweite angebracht. Vor dem Verwackeln bei Verschlusszeiten von etwa 1/250 Sekunde schützen Auslösehilfen wie Stativ oder die Schulterstütze und der Selbstauslöser. Auch das Anlehnen an Bäume oder das Auflegen der Kamera auf einen Baumstamm kann bereits helfen.

Je kleiner die Tiere sind, umso farbenprächtiger können sie sein, angefangen vom Papagei bis hin zum kleinsten Käfer. Während der Papagei noch mit „herkömmlichen“ Mitteln der Tierfotografie aufgenommen werden kann, sind für Fotos von Eidechsen, Schmetterlingen, Libellen und anderen kleinen Tieren schon Nahaufnahmegeräte nötig. Wem es erst einmal gelungen ist, mit dem speziellen Zubehör den Geheimnissen von Wiese, Feld, Teich und Luft auf die Spur zu kommen, der wird sich auch diesem besonders reizvollen Gebiet gerne immer wieder widmen.

Eine große Bitte zum Schluss: Wer in Wald und Flur fotografiert, sollte die geltenden Naturschutzbestimmungen beachten. Größte Vorsicht sollten Sie vor allem bei Nestaufnahmen walten lassen und bei gefährdeten Tierarten auf das Fotografieren ganz verzichten. Und bitte quälen Sie die Tiere für unser diesjähriges „Blende“-Thema nicht. Wer mit wachsamem Auge unterwegs ist, dem bieten sich so viele zu fotografierende Sujets, dass man auf Tierquälerei verzichten kann. Bringen Sie sich aber auch bitte selbst für unser tierisches Thema nicht in Gefahr – denken wir hier nur an die Unfälle auf Weiden mit Kühen und Pferden.

Jetzt aber genug der Worte – Nichts wie ran an die Kamera.

Blende Informationen A-Z 05 / 2017

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