Fotowettbewerb „Blende 2018“ - Thema „Aus der Frosch- und Vogelperspektive“

Fotografische Beweglichkeit ist gefragt

© Fotograf: Dieter Borowski, Eine Burg in den Wolken, Blende-Fotowettbewerb
Dieter Borowski, Eine Burg in den Wolken, Blende-Fotowettbewerb

Aus der Frosch- und Vogelperspektive“ so lautet in diesem Jahr eine der thematischen Vorgaben zu Blende 2018 – Deutschlands größter Fotowettbewerb für Amateurfotografen, den wir gemeinsam mit über 50 Tageszeitungen aus dem gesamten Bundesgebiet durchführen. Das wir Sie mit unserer Blende zu fotografischen Höchstleistungen bewegen, das haben Sie in der Vergangenheit schon nachhaltig unter Beweis gestellt. In diesem Jahr möchten wir, dass Sie zudem Ihre fotografische Komfortzone verlassen und in die Knie gehen, beziehungsweise sich auf den Bauch legen oder die Höhe für sich erobern – das kann natürlich auch mit einem Multicopter, in einem Heißluftballon oder in einem Flugzeug erfolgen. Je nach Motiv könnte der Höhegewinn für unser Blende 2018-Thema über ein paar wenige Stufen schon ausreichend sein – Sie müssen also nicht unbedingt abheben. Wir lassen uns überraschen, in welche Niederungen Sie abtauchen beziehungsweise in welche Sphären Sie emporsteigen. Wir wissen, dass Sie uns mit Ihren eingereichten Wettbewerbsbeiträgen bei der Motivpalette überraschen werden. Und es lohnt sich für Sie, denn Blende ist der Fotowettbewerb mit den zwei Gewinnchancen für Sie. Für die bundesweite Endausscheidung stellen wir von der Prophoto GmbH dank vieler Förderer wieder Preise im Wert von um die 40.000,- € zur Verfügung.

Blende 2018 garantiert zweifache Gewinnchancen

In der ersten Runde von Blende 2018 konkurrieren die Zeitungsleser der über 50 teilnehmenden Redaktionen untereinander. Die von allen teilnehmenden Zeitungen prämierten Aufnahmen sowie alle eingereichten Wettbewerbsbeiträge von Nachwuchsfotografen bis 18 Jahre gehen im Herbst an die Prophoto GmbH zur bundesweiten Endausscheidung. Dort tagt im Dezember die Jury und ermittelt die Sieger von Blende 2018, die dann im neuen Jahr bekanntgegeben werden.

So können Sie teilnehmen

Eine Teilnahme an Europas beliebtestem Contest für alle Fotobegeisterten ist nur über eine der mehr als 50 Tageszeitungen und ihre Kopf- sowie Bezirksausgaben möglich, die Blende 2018 für ihre Leser ausschreibt. Der Wettbewerbszeitraum bei den teilnehmenden Zeitungen ist nicht identisch. In der Regel schreiben die Blende-Zeitungen in den Monaten Mai bis Oktober den Fotowettbewerb aus. Ausnahmen bestätigen die Regel. Welche Zeitung in Ihrer Region bei Blende 2018 mit von der Partie ist, teilen wir Ihnen auf Anfrage mit.

Auf das Auge kommt es an

Natürlich entscheidet das Fotoequipment mit über die Qualität von Fotografien. Es nützt einem aber das beste Kameraequipment nichts, wenn man kein Auge für seine Motive hat. Verbunden mit einer neuen Sicht auf Motive schicken wir Sie mit unserer diesjährigen thematischen Vorgabe „Aus der Frosch- und Vogelperspektive“ auf perspektivische Entdeckungsreise – Ihre Sicht auf Dinge, das versprechen wir Ihnen, wird sich verändern.

Wie Frösche die Welt sehen

© Fotograf: Yvonne Scherle, Hoch hinaus, Blende-Fotowettbewerb
Yvonne Scherle, Hoch hinaus, Blende-Fotowettbewerb

Frosch und Vogel müssen als tierische Namensgeber für die tiefsten und höchsten Standpunkte und somit für unser diesjähriges Blende-Thema herhalten. Dann etwa, wenn wir uns als Menschen wie Frösche fühlen müssen. Beispielsweise in den Wolkenkratzer-Schluchten einer Metropole. Architektur ist zwangsläufig ein Einsatzgebiet für die Froschperspektive, weil man nahe an hohen Gebäuden den Blick mit der Kamera nach oben richtet. Dabei entstehen sogenannte stürzende Linien, gegen die Shiftobjektive und entsprechende Funktionen in Bildbearbeitungsprogrammen entwickelt wurden. Auch immer mehr aktuelle Kameramodelle wissen diese stürzenden Linien zu verhindern. Aber bei unserem Blende 2018-Thema heißt es Finger weg davon! Wir wollen ja gerade die Froschperspektive deutlich sehen.

Gebäude bieten vor allem dann ihren Reiz, wenn sie hoch aufragen und klar strukturiert sind. Bürohochhäuser mit Glasfassade sind eine Spielwiese für Fotografen, die gerne mit Linien arbeiten. Das i-Tüpfelchen ist eine Wolke am Himmel, ein Reklameschild oder ein vorübergehender Mensch im Vordergrund. Ebenso ausdrucksstarke Linien bieten technische Anlagen: Hochspannungs-Strommasten etwa, deren Stahlstreben von unten fotografiert wie eine Kunstgrafik wirken. Mit Weitwinkelobjektiven lassen sich die Effekte der Froschperspektive noch verstärken; die stürzenden Linien wirken umso dramatischer. Extreme Weitwinkel- und Fisheye-Objektive beziehungsweise -Vorsätze sind in der Froschperspektive in ihrem Element. Der Kühlergrill eines Oldtimers oder die Puffer der Dampflok treten fast bedrohlich hervor. Auf dem Rummelplatz kommt Bewegung ins Spiel: Im Kettenkarussell ziehen die Mitfahrenden über dem Kopf des Fotografen ihre Runden – vor allem in einer Langzeitaufnahme am Abend ein starker Eindruck.

© Fotograf: Reiner Schlegel, Gut beschirmt, Blende-Fotowettbewerb
Reiner Schlegel, Gut beschirmt, Blende-Fotowettbewerb

Tolle Effekte aus der Froschperspektive bietet auch die Natur. Im Wald scheinen Bäume beim Blick nach oben wie Mikadostäbe aneinander zu lehnen. Kleinere Pflanzen werden aus der sehr tiefen Froschperspektive zu Riesengewächsen. Erdbeeren hängen wie leuchtende Ballons in der Luft, Rosen scheinen in den Himmel zu ranken. Führen Sie uns wie Alice im Wunderland unter den Hüten von Pilzen hindurch! Oder zeigen Sie, wie sich ein Frosch fühlen muss, wenn er größere Tiere beim Herumtoben sieht: die Katze im Sprung oder der Hund, der nach der Frisbee-Scheibe schnappt. Kühe und Pferde hinterm Weidenzaun stehen oft geduldig Modell für Aufnahmen aus Bodennähe – mit gebleckten Zähnen und herausgestreckter Zunge.

Ein Stativ mit der Möglichkeit, ganz tiefe Positionen einzustellen, erleichtert Aufnahmen in Bodennähe. Alternativ gibt es Erdspieße und Bohnensäcke. Ausklappbare Displays oder Winkelsucher helfen bei der Wahl des besten Bildausschnitts. Und wer bei Aufnahmen aus der Froschperspektive nicht störend im Weg stehen will, sollte die Kamera mit einem Fernauslöser oder per Selbstauslöser (Timer) steuern.

Vogelperspektive – von oben betrachtet

© Fotograf: Norbert Gehrmann, Vogelperspektive, Blende-Fotowettbewerb
Norbert Gehrmann, Vogelperspektive, Blende-Fotowettbewerb

Bilder aus der Vogelperspektive entstehen immer von oben. Das kann von der Bergkuppe sein oder von der Aussichtsplattform am Grand Canyon – jeweils mit Blick auf farbig durchstrukturierte Gebirge. Und natürlich aus jeglichem Fluggerät – aber bitte legen Sie der Jury nicht den Anblick der Tragfläche des Urlaubsfliegers vor, den hat sie schon zu oft gesehen. Häufig bietet die Aussicht aus dem Fenster auf das Geschehen darunter die lohnendsten Motive: Wartende an einer Bushaltstelle, das Verkehrsgetümmel an einer Kreuzung. Oder wie wäre es mit einer Brücke als erhöhten Standpunkt – auch sie lässt die Vogelperspektive zu. Viele kleine Dinge findet man im Stehen: die eigenen Füße beim Wattwandern oder der Frosch, so wie ihn ein Storch aus der Vogelperspektive sehen würde. Manche Dinge werden erst aus der starken Vogelperspektive sichtbar, so das Labyrinth im Maisfeld. Hier spielen Multicopter – auch als Fotodrohnen bezeichnet – ihre Stärke aus. Sie haben die Luftbildfotografie revolutioniert. Man kann sie übrigens auch leihen. Wichtig ist, dass Sie sich an die gesetzlichen Vorschriften halten – gefährden Sie nicht andere und sich, es hat schon genug Unfälle gegeben. Und es gibt noch die Vogelperspektive in ihrer wörtlichen Auslegung. Zeigen Sie doch, was der Wellensittich zu sehen bekommt, wenn er durch die Gitter seiner Voliere blickt.

Zu guter Letzt

Auch, wenn sich möglicherweise in Ihrem Bildarchiv bereits tolle Aufnahmen zu unserer diesjährigen thematischen Vorgabe „Aus der Frosch- und Vogelperspektive“ befinden, so wünschen wir uns, dass Sie fotografisch aktiv werden und sich gezielt unserem Blende 2018-Thema von Neuem stellen. Jede Zeit hat ihre ganz eigene Bildsprache. Ältere Fotografien erkennt man schnell, denn sie entsprechen nicht dem Zeitgeist. Bitte halten Sie sich an die Teilnahmebedingungen. Alte Kamellen sind bei Blende nicht zugelassen – Ihre eingereichten Wettbewerbsbeiträge müssen im Zeitraum ab 1/2017 bis heute aufgenommen worden sein. Und es lohnt sich für Sie bei Blende 2018 mit von der Partie zu sein. In der bundesweiten Endausscheidung von Blende 2018 sind Preise im Wert von um die 40.000,- € zu gewinnen – das ist doch eine gute Perspektive!

Blende Informationen A-Z 05 / 2018

1 Kommentare

Es wäre schön, wenn ihr für die Amateure erwähnen würdet, dass es z.B. mit Drohnen oder anderen künstlichen Mitteln, mit den man Höhe erzeugt, jenseits der normalen Stativhöhe (Hochstativ fällt da hinein), keine Panoramafreiheit besitzt. Sprich Motive wie das Schloss sind nicht erlaubt, da dieses Schloss nicht durch jedes x beliebiges Schloss ersetzt werden kann für die gleiche Bildwirkung. Ein Reihenhaus von oben (ohne erkennbare Personen), würde wieder gehen. Ich sehe hier sehr viele Amateure, die über diesen Punkt nicht Bescheid wissen. Ihr solltet eurer Verantwortung nach kommen und hier direkt darauf hinweisen schon in der Beschreibung von der Vogelperspektive. Ich sehe schon Drohnenbilder vom Schloss Neuschwanstein... ohne Genehmigung der Burgen und Schlösserverwaltung kann es da schnell teuer werden.

Daniel Richter

von Daniel Richter
23. Mai 2018, 10:30:27 Uhr

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