Fotowettbewerb Blende 2018 - Thema „Welt der kleinen Dinge“

Den kleinen Dingen mehr fotografische Beachtung schenken

© Fotograf: Gudrun Höben, Sphärisch, Blende-Fotowettbewerb
Gudrun Höben, Sphärisch, Blende-Fotowettbewerb

Mit unserem diesjährigen Blende-Thema „Welt der kleinen Dinge“ möchten wir alle animieren, der Welt der kleinen Dinge fotografisch mehr Beachtung zu schenken. Wir wünschen uns Wettbewerbsbeiträge, die uns in eine Welt entführen, die so gern außer Acht gelassen wird. Dabei ist sie bedeutungsvoll – es steckt viel verborgene Schönheit im Kleinen. Sie sollen diese Welt mit Ihrer Teilnahme bei Blende fotografisch für jeden sichtbar machen. Und es lohnt sich für Sie, sich der fotografischen Herausforderung zu stellen und mit von der Partie zu sein. Für die bundesweite Endausscheidung – der zweiten Wettbewerbsrunde – loben wir von der Prophoto GmbH mit Unterstützung von Förderern wieder Preise im Wert von um die 40.000,- € aus. Wenn sich das nicht sehen lassen kann.

„Blende 2018“ garantiert zweifache Gewinnchancen

© Fotograf: Mara Buchholz, durchgebrannt, Blende-Fotowettbewerb
Mara Buchholz, durchgebrannt, Blende-Fotowettbewerb

In der ersten Runde von „Blende 2018“ konkurrieren die Zeitungsleser der über 50 teilnehmenden Redaktionen untereinander. Die von allen teilnehmenden Zeitung prämierten Aufnahmen sowie alle eingereichten Wettbewerbsbeiträge von Nachwuchsfotografen bis 18 Jahre gehen im Herbst an die Prophoto GmbH zur bundesweiten Endausscheidung. Dort tagt im Dezember die Jury und ermittelt die Sieger von Blende 2018, die dann im neuen Jahr bekanntgegeben werden.

So können Sie teilnehmen

Eine Teilnahme an Europas beliebtestem Contest für alle Fotobegeisterten ist nur über eine der mehr als 50 Tageszeitungen und ihre Kopf- sowie Bezirksausgaben möglich, die Blende 2018 für ihre Leser ausschreibt. Der Wettbewerbszeitraum bei den teilnehmenden Zeitungen ist nicht identisch. In der Regel schreiben die Blende-Zeitungen in den Monaten Mai bis Oktober den Fotowettbewerb aus. Ausnahmen bestätigen die Regel. Welche Zeitung in Ihrer Region bei Blende 2018 mit von der Partie ist, teilen wir Ihnen auf Anfrage mit.

„Blende“ gibt den kleinen Dingen ein Forum

© Fotograf: Jens Richter, Im Spiegel, Blende-Fotowettbewerb
Jens Richter, Im Spiegel, Blende-Fotowettbewerb

Unser Blende 2018-Thema „Welt der kleinen Dinge“ ist deshalb auch so spannend, weil die Motivbandbreite ihre einzige Begrenzung in der Größe findet. Es ist aber auch reizvoll, weil Nahaufnahmen von Tieren, Pflanzen, aber auch von Geräten und Maschinen, Ordnung zeigen, wo das Auge möglicherweise nur Chaos wahrnimmt, wenn es das Ganze sieht. Dabei kann es sich um ein Detail, wie das Facettenauge einer Fliege, das Ventil eines Reifens, das Messer eines Fleischwolfes – um nur einige Beispiele zu nennen – handeln, aber auch die Steckdose, die Dunstabzugshaube, der Flaschenverschluss, das Türschloss sind mögliche lohnenswerte Motive für unser diesjähriges Blende-Thema. Wer die Möglichkeiten hat, der kann auch in den Mikrobereich vordringen – auch Einzeller sind eine Augenweide, um ein mögliches Beispiel von vielen zu nennen.

Fototechnische Voraussetzungen für die Welt der kleinen Dinge

© Fotograf: Karl-Heinz Knop, Verfolgt, Blende-Fotowettbewerb
Karl-Heinz Knop, Verfolgt, Blende-Fotowettbewerb

Sind die Lichtbedingungen gut, dann können Sie sprichwörtlich auch mit Ihrem Smartphone den kleinen Dingen auf die Pelle rücken. Ist Ihre Kamera mit einem Normalobjektiv ausgestattet, dessen Naheinstellungsmöglichkeiten ja begrenzt sind, können Sie Muster und Farben zur Geltung bringen, indem Sie nahe an Ihr ausgewähltes Motiv herangehen. Formen und Strukturen können neu entdeckt werden. Mit Sicherheit treten Einzelheiten zu Tage, die mit bloßem Auge bislang so noch nicht wahrgenommen wurden.

Je näher man der Welt der kleinen Dinge kommt und je detailreicher man diese Welt fotografieren möchte, umso mehr müssen dafür die fototechnischen Voraussetzungen gegeben sein. Ja nach Kompaktkameramodell decken diese auch einen Makrobereich mit ab. Möchte man noch mehr rausholen, so ist es je nach Kameramodell möglich, zusätzlich eine Nahlinse einzusetzen. Fotografiert man mit einer Kamera für Wechseloptik (kompakte System- und Spiegelreflexkameras) dann ist das Makroobjektiv eine gute Wahl. Es ist speziell für kurze Aufnahmeabstände konstruiert und es lässt sich meist ohne Zubehör bis auf einen Abbildungsmaßstab von 1:2 (halbe natürliche Größe) einstellen. Werden zudem noch Zwischenringe verwendet, erhält man einen Abbildungsmaßstab von 1:1. Bei einer so starken Vergrößerung wird allerdings die Scharfeinstellung sehr kritisch, weshalb ein Stativ dann ein Muss ist. Zwischenringe zum Normalobjektiv sind eine preiswerte Alternative zum Makroobjektiv. Ein Balgengerät ist jedoch vielseitiger, weil es die stufenlose Verstellung des Abbildungsmaßstabes erlaubt.

Wie sollte mit der geringen Schärfentiefe umgegangen werden?

© Fotograf: Heidi Becker, Weiche Landung, Blende-Fotowettbewerb
Heidi Becker, Weiche Landung, Blende-Fotowettbewerb

Die Schärfentiefe ist bei Nahaufnahmen grundsätzlich sehr klein. Um dieses Problem zu lösen, sollte man möglichst stark abblenden; selbst bei Blende 22 wird ein Objekt oft nicht durchgehend scharf. Bei Tageslichtaufnahmen bedeutet die kleine Blende, dass man eine sehr helle Sonne benötigt, um noch mit einer praktikablen Verschlusszeit arbeiten zu können. Wurde die kleinstmögliche Blende eingestellt und das Objektiv auf den gewünschten Abbildungsmaßstab gebracht, sollte die Schärfe nicht mehr mit dem Entfernungsring, sondern nur noch durch Veränderung des Aufnahmeabstandes eingestellt werden. Sind die Lichtverhältnisse nicht ausreichend, bietet sich die Verwendung eines Blitzes an, der nach Möglichkeit mithilfe einer Blitzschiene seitlich vom Objektiv angebracht sein sollte. Aber Achtung – Objekte können auch todgeblitzt werden. Sanfteres Licht und perfekte Ausleuchtung garantieren Reflektoren. In der Nah- und Makrofotografie sollte möglichst ein Stativ zum Einsatz kommen, da aufgrund der geringen Schärfentiefe abgeblendet werden muss, was wiederum eine lange Verschlusszeit mit sich bringt. Ratsam ist auch ein Fernauslöser – der vermeidet Verwacklungen beim Auslösen. Verfügt man über ein neues Kameramodell, das die Fernbedienung über das Smartphone oder Tablet zulässt, so ist dies auch eine Option.

Genug der Technik

Probieren geht über Studieren und wir wissen, dass Sie es verstehen, mit Ihren Aufnahmen zum diesjährigen Blende-Thema „Die Welt der kleinen Dinge“ die Blende-Veranstalter zu begeistern. Greifen Sie in Ihren fotografischen Umsetzungen fotografische Trends mit auf. So ist die Nutzung von kamerainternen Filtern – auch als Artfilter vielfach bezeichnet – angesagt. Aktuell festzustellen sind zudem knalligere Farben und das quadratische Bildformat – beides ist absolut angesagt.

Zu guter Letzt

Auch, wenn sich möglicherweise in Ihrem Bildarchiv bereits tolle Aufnahmen zu unserer diesjährigen thematischen Vorgabe „Welt der kleinen Dinge“ befinden, so wünschen wir uns, dass Sie fotografisch aktiv werden und sich gezielt unserem Blende 2018-Thema von Neuem stellen. Bitte halten Sie sich an die Teilnahmebedingungen. Alte Kamellen sind bei „Blende“ nicht zugelassen – Ihre eingereichten Wettbewerbsbeiträge müssen im Zeitraum ab 1/2017 bis heute aufgenommen worden sein.

Blende Informationen A-Z 04 / 2018

2 Kommentare

Das ist ein fantastisches & weitreichendes Thema! Ich freue mich schon auf meine Fotosafari ;:)

Elke

von Elke
02. Mai 2018, 16:24:37 Uhr

In der Regel bieten echte Makroobjektive den Maßstab 1:1 ohne zusätzliche Hilfsmittel. Den Tipp "möglichst stark abblenden" möchte ich nicht so aussprechen. Ab Blende 11 sehe ich Beugungsunschärfe, bei Kompaktkameras schon ab 2,8 oder 4. Blende 22 oder gar noch kleinere Öffnungen benutze ich kaum.

Jürgen

von Jürgen
02. Mai 2018, 12:55:11 Uhr

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