Foto-App Adobe Photoshop Mix

Zum Start gibt es viele Tipps Bildgalerie betrachten

Adobe hat sich vor allem mit Photoshop bei Fotografen einen dauerhaft guten Ruf erarbeitet, wiewohl die Produktpalette inzwischen eine ganze Reihe von Programmen für grafische Anwendungen umfasst. Diese Palette ist jetzt um einige weitere Teile gewachsen. Zusammen mit der neuen Version der Creative Cloud hat Adobe auch mehrere neue Apps auf den Markt gebracht.

Als dritter Photoshop-Klon für das iPad ist neben Photoshop Touch und Photoshop Express jetzt auch Photoshop Mix erhältlich. Das Programm dient originär dazu, Fotocollagen zu erstellen. In den USA hat Adobe außerdem damit begonnen, einen Grafikstift für Tablets auszuliefern, allerdings funktioniert Photoshop Mix auch mit einem normalen Zeichenstift für das iPad ganz gut. Mit dem Finger wird es schon ein bisschen anspruchsvoller, weil ungenauer beim Zielen.

Die Foto-App dient dazu, zwei Bilder zu kombinieren, eines als Hintergrund, ein weiteres als Freisteller auf diesem Hintergrund. Nun gibt es ja Foto-Apps zum Freistellen von Bildern wie Sand am Meer, aber Adobes Photoshop Mix sticht heraus. Denn zum Freistellen gibt es ein intelligentes Werkzeug, das viel, viel Detailarbeit erspart. Das intelligente Freistell-Werkzeug erkennt die Umrisse des Objekts und stellt den entsprechenden Bereich frei. Und das funktioniert erstaunlich gut, braucht aber auch einiges an Rechenleistung. Das Programm funktioniert deshalb nur auf den leistungsstärkeren iPads ab Version 4, auf älteren Modellen lässt sich die kostenlose App nicht installieren. Wenn es an die Details geht, kann das Bild einfach mit zwei Fingern, die man auseinander zieht, vergrößert werden.

Was die Foto-App komplettiert, sind einige grundlegende Werkzeuge, um Fotos beispielsweise beschneiden zu können, oder aber auch, um Kontrast und Belichtung anzupassen. Dabei ist das ganz clever gelöst, da man ja immer zwei Bilder – Hintergrund und Freisteller – gleichzeitig in Arbeit hat. In der Collage selbst wird das aktive Bild am oberen Rand ausgewählt, so lassen sich für jedes Bild einzeln die entsprechenden Einstellungen vornehmen. Die App ist insgesamt gut durchdacht, es gibt jede Menge Erklärungen, wenn ein Werkzeug zum ersten Mal aufgerufen wird.

Die Werkzeuge zur Belichtungssteuerung lassen sich über Regler, die auftauchen, sobald der entsprechende Button angetippt wird, einstellen. Das funktioniert ganz ordentlich, setzt aber auf jeden Fall die visuelle Kontrolle voraus. Der Anwender muss schauen, wie sich das Bild verändert, bevor er den Finger vom Display nimmt. Die Anpassungen gibt es in Echtzeit zu sehen und unkomfortabel ist das so auch nicht. Mitgeliefert wird außerdem eine ganze Reihe von Filtern, die sich auch partiell auf ein Foto anwenden lassen. Damit ist es beispielsweise möglich, Colorkey-Bilder zu erstellen, bei denen nur ein Teil farbig, der Rest schwarzweiß ist.

Wer die Foto-App nutzen möchte, muss sich allerdings bei Adobes Creative Cloud anmelden. Ohne Anmeldung geht es beim Startbildschirm nicht weiter. Das mag nicht jedem gefallen, allerdings ist die Foto-App ohne Cloud ziemlich nutzlos. Warum? Die fertig bearbeiteten Bilder lassen sich per Mail verschicken oder lokal speichern und eine Verknüpfung zu Twitter und Facebook gibt es auch. Aber dabei werden dann nur Bilder mit einer Ebene exportiert. Klar, schließlich lässt das iPad als Formate nur JPEG und PNG zu. Damit gehen aber die Ebenen verloren – für eine professionelle Anwendung ein k.o.-Kriterium. Denn wer Bildbearbeitung und Gestaltung ernsthaft betreiben will, braucht natürlich die verschiedenen Ebenen und Pfade. Und die lassen sich in der Cloud speichern, dorthin wird das Bild im PSD-Format übertragen, es kann anschließend dann in einem Programm wie Photoshop oder Illustrator weiter verarbeitet werden.

Wer sich scheut, ein (kostenloses) Konto bei Adobe anzulegen oder seine Bilder nicht in deren Cloud speichern möchte, muss sich mit einer anderen App behelfen. Die können jedoch in fast allen Fällen keine Ebenen speichern, wiewohl es für Facebook-Bildchen diese ja auch nicht unbedingt braucht.

Adobe Photoshop Mix für iPad (gratis), ab iOS 7.0
Downloadgröße 88,8 MB, Entwickler: Adobe, Aktuelle Version 1.0.1
https://itunes.apple.com/de/app/adobe-photoshop-mix/id885271158?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 07 / 2014

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2 Kommentare

Hallo Raimund, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung können wir nicht bieten. Wir haben uns die App angeschaut und über "Hilfe" erhält man wertvolle Unterstützung. Eine weitere Option sind Videos: Eine Anleitung gibt es hier im Video: https://helpx.adobe.com/de/mobile-apps/how-to/photoshop-mix-get-started.html Das ist ein Englisch, hier gibt es das Video mit deutschen Untertiteln: http://tv.adobe.com/de/watch/lerne-photoshop-cc/erste-schritte-mit-adobe-photoshop-mix/ Und eigentlich alle Fragen werden hier erklärt: https://helpx.adobe.com/de/mobile-apps/help/mix-faq.html?set=mobile-apps--fundamentals--adobe-photoshop-mix Schöne Grüße Prophoto-Team

von Prophoto-Team
07. Januar 2016, 08:36:51 Uhr

Habe diese App am iPad, Wie stelle ich den ein Objekt frei. Ich finde keinen Hinweis dazu. Bitte um Hilfe. Danke. Schritt für Schritt wenn das möglich wäre.

von Raimund
02. Januar 2016, 17:10:35 Uhr

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