Tangled FX - Überzeugende Filter-App

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Foto-Apps, die alle möglichen Filter über Bilder legen können, gibt es ja zuhauf. Aber so ein nettes Programm wie Tangled FX war schon lange nicht mehr am Start. Die Foto-App überzeugt auf ganzer Linie, denn sie bietet nicht nur wirklich ansehnliche Zeichenfilter, sondern bringt auch einige Extras und eine ganze Menge an Einstellmöglichkeiten mit.

Die Foto-App ist grundsätzlich für gute Laune gemacht, denn Tangled FX hat weder Farbfehler- noch sonstige Filter, die aus einem schicken Bild einen Labor-Unfall machen, sondern Zeichenfilter, die die Farben und Formen des Bildes aufnehmen und auf unterschiedliche Weise umsetzen. Dass das alles mit Liebe zum Detail programmiert wurde, zeigt sich schon beim Anwenden der Filter. Denn die werden mal nicht einfach aufs Bild geklatscht, sondern in einer kleinen Animation angewandt. Man sieht quasi den Verwandlungsprozess, auch wenn das recht schnell geht.

In der englischsprachigen Foto-App stehen eine ganze Reihe von Filtern bereit. Und weil der Programmierer ja nicht immer alles vorhersehen kann, gibt es für den Nutzer die Möglichkeit, verschiedene Parameter einzustellen. In der Standardeinstellung Dinge wie Kontrast, Helligkeit, Filterstärke. Wer ein bisschen mehr Kontrolle über das Ergebnis haben will, kann die erweiterten Einstellungen aufrufen und hat so nochmals eine ganze Reihe von Schiebereglern, mit denen sich Bild und Filter optimieren lassen. Wer da immer wieder die gleichen Aktionen ausführt, kann sich seine Voreinstellungen speichern und so immer wieder aufrufen. Das ist ganz praktisch, vor allem, wenn man mal eine ganze Reihe von Bildern gleich bearbeiten will.

Eine weitere Stärke von Tangled FX ist außerdem die Möglichkeit, mit wirklich hochauflösenden Dateien zu arbeiten. Und das geht dann doch recht flott, denn die Programmierer haben sich eines kleinen Tricks bedient. Was der Anwender sieht, ist zunächst einmal nicht das Bild in voller Auflösung, sondern nur eine Vorschau-Datei, die entsprechend verfremdet wird und die durch ihre geringere Größe die ganze Foto-App flüssig laufen lässt, zumindest auf einigermaßen aktuellen iPhones und iPads. Ist alles fertig eingestellt, kann ein Bild in voller Auflösung herausgerechnet werden.

Nun heißt „volle Auflösung“ ja oft irgendwie native i’Pad-Auflösung oder ähnliches – bei diesem Programm heißt volle Auflösung aber satte 16 Megapixel. Zumindest, wenn man sich das Maximum einstellt, denn wie groß das Bild am Ende werden soll, lässt sich natürlich auch festlegen. Und wenn’s bei einem kleineren Bild ein wenig mehr werden soll – bitte – auch dafür gibt es die Option, nennt sich „Upscale“ und vergrößert zu kleine Bilder. Es sei festgehalten, dass in der aktuellen Version auch die Berechnung großer Dateien problemlos läuft, eine frühere Version von Tangled FX hatte da noch hin und wieder Probleme bereitet.

Ein ganz netter Nebeneffekt ist die Tatsache, dass Tangled FX die Metadaten der Originaldateien erhält. Und wer hinterher nochmal wissen will, wie der angewandte Filter hieß, wird auch da fündig, denn die App fügt ein Feld ein, dem sich der Filtername entnehmen lässt. So wird Reproduzieren bei ein wenig Recherche in den IPTC-Daten recht einfach.

Ein Teilen der Daten in den gängigen sozialen Netzwerken ist aus der App heraus möglich. Praktischerweise fragt Tangled FX auch gleich mal nach, ob das Preview wirklich ausreichend ist oder ob man doch noch das Bild in voller Auflösung berechnen lassen will.

Tangled FX für iPhone und iPad (1,99 Euro), ab iOS 7.0
Downloadgröße 21,4 MB, Entwickler: Marcin Jachmann, Version 2.1
https://itunes.apple.com/de/app/id588126769?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 09 / 2015

1 Kommentare

Ein Programm, welches schon ziemlich lange Zeit auf meinem iPhone ist und das ich nicht mehr vermissen möchte. Wer den Spieltrieb voll ausleben möchte, bei AKVIS gibt es ein ähnliches Programm mit dem Namen NEON. Viel schöner ist es aber zwischenzeitlich für mich, wenn man ein Motiv aufnimmt und es gleich noch in der S-Bahn mit Tangled FX bearbeiten kann. Wenn man will in Facebook-Qualität oder auch höher.

Detlev Motz

von Detlev Motz
16. September 2015, 09:15:03 Uhr

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