Foto-App Afterlight für iPhone und iPad - Filter und Möglichkeiten ohne Ende

Starbildschirm
Wer mal wieder fast unendlich spielen möchte, der kommt mit der Foto-App Afterlight für iPhone und iPad auf seine Kosten. Denn außer einer ganz ordentlichen Bildbearbeitung kommt Afterlight mit jeder Menge Filter, Rahmen und Spielzeug daher. Kleiner Wermutstropfen: Die App ist mit zunächst 0,89 Euro ziemlich günstig, wer aber alle Features nutzen möchte, muss nochmal zahlen.

Die App ist wirklich nett aufgebaut, die Bedienung logisch und einfach, auch wenn die Beschriftung auf Englisch ist. Allzu große Sprachkenntnisse sind nicht nötig. Und die Programmierer haben überdies noch viel Sinn fürs Praktische bewiesen. Ganz am Anfang beispielsweise können gleich einmal einige grundlegende Dinge für die App eingestellt werden. Soll sie beispielsweise immer gleich mit der angeschalteten Kamera starten? Sollen alle Bilder automatisch auch lokal gespeichert werden, auch wenn sie direkt aus der App heraus an ein soziales Netzwerk geschickt werden? Einmal eingestellt, kann so kein Bild mehr verloren gehen.

Bild zurücksetzen
Ist das zu bearbeitende Bild ausgewählt, erscheint am unteren Rand eine übersichtliche Menüleiste. Die App funktioniert im Hochformat genauso wie im Querformat, was nach wie vor nicht selbstverständlich ist. Einziger Kritikpunkt am Menü ist die erste Schaltfläche, die an „Drehen“ erinnert. Macht sie aber nicht, stattdessen kann da das Bild in den Ursprungszustand zurückgesetzt werden. Immerhin muss das nochmal bestätigt werden, bevor es versehentlich passiert. Das Werkzeug zum Drehen und Zuschneiden findet sich ein ganzes Stück weiter hinten und bietet einiges an Möglichkeiten.


links: Bildbearbeitung | rechts: Korn hinzufügen
Der Reihe nach kommt man aber zuerst zur Bildoptimierung. Und die ist schon überaus umfangreich. Sie reicht von normalem Aufhellen oder Steuerung von Kontrast und Sättigung bis hin zu einigen Spezialitäten, wie der Anpassung von Schatten oder hellen Bildteilen. Außerdem kann der Farbton des Bildes verändert werden. Das zwar nur in den Farben Rot, Blau und Grün, dafür aber getrennt für Schatten, helle Bereiche und Mitteltöne. Außerdem ist die Intensität durch einen Schieberegler stufenlos steuerbar. Damit eröffnen sich wirklich einige Möglichkeiten, kann man doch damit einen aufgefressenen Himmel oder viel zu mächtige Schattenpartien problemlos entschärfen. Natürlich lässt sich auch die Farbtemperatur so einstellen und wer möchte, kann noch Korn oder eine Vignette hinzufügen.

links: Farbfilter | rechts: Filter festlegen für einen zweiten Filter
Damit muss sich Afterlight hinter einen „normalen“ Bildbearbeitung nicht verstecken, obwohl es seine ganze Stärke bei den Filtern ausspielt. Die sind in drei Bereiche aufgeteilt („Normal“, „Guest“ und „Season“) und lassen sich jeweils individuell in ihrer Stärke regeln. Mehrere Filter hintereinander anwenden? Auch kein Problem, man kann sogar von vornherein festlegen, dass alle Filter gleich fest ausgeführt werden, sobald man das bestätigt – dann kann immer gleich ein zweiter Filter aufs gleiche Foto angewandt werden. Nachteil: Es geht nicht mehr zurück, das Bild kann nur noch in den Ursprungsstatus zurückgesetzt werden.

links: Auswahl für einen Filter mit Lichteinfall | rechts: Filter mit Lichteinfall
Und weil eine Reihe von Filtern nicht genug ist, gibt es hinter dem Filmstreifen-Symbol noch eine ganze Batterie an Störungsfilter. Wer die Polaroid-Filter verwenden möchte, muss dafür extra bezahlen, aber auch ohne diese Option gibt es viel Auswahl – dieses Mal auch sinnvoll unterteilt in „Dust“ (Staub) und „Light leak“ (Lichteinfall). Die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt. Nicht nur, dass viele verschiedene Störungsfilter zur Auswahl stehen und die Intensität steuerbar ist, sie können auch gespiegelt, gedreht oder die Farbe verändert werden. Der reinste Spielzeugkasten.

links: Drehen | mitte-links: Zuschneiden | mitte-rechts: Buchstabe als Rahmen | rechts: Farbauswahl für Rahmen
Schließlich und zu guter Letzt – direkt nach dem Menü zur Beschneidung von Bildern – gibt es Rahmen und Vignetten zur Auswahl. Auch hier sind die Sofortbild-Rahmen kostenpflichtig, witzig ist aber die Möglichkeit, als Rahmen einen Buchstaben aufs Bild zu setzen. Plötzlich können Schriftzüge ganz anders als normal gestaltet werden. Auch hier gilt: Deckkraft und Farbe sind vom User regelbar.

Speichern und Teilen
Und wer oben rechts auf „Done“ (erledigt) tippt, findet ein angenehm übersichtliches Menü, was mit dem Bild nun passieren soll. Ob es gespeichert werden soll, wobei drei verschiedene Größen zur Auswahl stehen, per Mail verschickt oder in einem sozialen Netzwerk, wie Instagram, Facebook oder Twitter, geteilt werden soll. Die Einfachheit in diesem Fall ist vorbildlich. Wie auch die ganze App überaus übersichtlich gestaltet ist.

Afterlight für iPhone und iPad (0,89 Euro), ab iOS 5.0
Downloadgröße 38,7 MB, Entwickler: Simon Filip, Aktuelle Version 2.1
https://itunes.apple.com/de/app/afterlight/id573116090?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 02 / 2014

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