Foto-App Keep Safe - Bilder effektiv verstecken

Zum Aktivieren genügt eine Mail-Adresse Bildgalerie betrachten

Zum Aktivieren genügt eine Mail-Adresse

Es gibt Bilder, die gehen niemanden etwas an. Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit dem Geschäfts-iPhone einmal abends in die Kneipe und machen ein paar Bilder. Die soll der Chef ja nicht unbedingt sehen und der Mensch aus der IT, der die neuste Version des Betriebssystems aufspielt, auch nicht. Keep Safe versteckt Ihre Bilder und speichert sie noch in einer Cloud.

Die Bedienung der Foto-App ist denkbar einfach. Wer sie das erste Mal startet, muss eine Mail-Adresse eingeben. Kennt Keep Safe diese noch nicht, gibt es die Option, ein neues Konto zu erstellen. Geschützt werden die in dieser App abgelegten Bilder mittels eines vierstelligen Zahlen-Codes. Da Scheck- und Kreditkarten auch so gesichert werden, sollte man davon ausgehen, dass dies sicher genug ist für den Hausgebrauch.

Wie also funktioniert das mit dem Verstecken von persönlichen Fotos, die niemanden etwas angehen? Die kostenlose Version der Foto-App kann bis zu 200 Bilder speichern, das ist schon einmal eine Menge. Wer mehr Speicherplatz braucht, kann diesen dazu kaufen. Keep Safe bietet verschiedene Bezahlmodelle an, die erweiterte Funktionen haben. Die Foto-App ist im Prinzip selbst erklärend, man kann Ordner anlegen und Fotos darin speichern. Zur Aktivierung muss man nur eine Mail-Adresse angeben. Allerdings sollte man das nicht gerade vom Liegestuhl am Strand aus machen, denn die Bilder werden alle über das Internet in einen Cloud-Speicher übertragen. Noch eine Cloud?

Apples Fotostream ist ja schon eine Cloud-Lösung. Man kann darin Bilder speichern, an verschiedenen Geräten abrufen und natürlich auch wieder herstellen, wenn mal ein iPhone oder iPad kaputt geht oder gestohlen wird. Keep Safe hat aber den Vorteil, dass man eben nur mit dem vierstelligen Code an die Bilder herankommt.

Wenn man also Bilder in die App lädt, muss man sich über deren Speicherung keine Gedanken mehr machen, wohl aber über den Bilderspeicher auf dem Mobilgerät und eben auch über den Fotostream. Denn Keep Safe löscht die Bilder nicht an ihrem ursprünglichen Speicherort. Das muss der User per Hand erledigen. Das macht das Ganze irgendwie ein wenig unkomfortabel, schließlich muss man erst alle Bilder, die weggeschlossen werden sollen, per Hand in die Foto-App laden, anschließend muss man alle diese Bilder per Hand löschen und wenn man den Fotostream aktiviert hat, auch noch in einem dritten Durchgang dort löschen. Da besteht natürlich auch die latente Gefahr, dass man Bilder löscht und sie beim Abspeichern in Keep Safe vorher übersehen hat. Dann sind die Bilder verloren. Es macht also Sinn, zumindest die Anzahl der Fotos zu überprüfen, bevor man aufräumt.

Keep Safe weist auf eine weitere Nutzungsmöglichkeit hin. So könne man darin ja Ausweiskopien sichern oder mal seine Kreditkarten abfotografieren. Prinzipiell ist das keine dumme Idee, allerdings ist es für Außenstehende, und damit auch für uns, nicht möglich, die Sicherheit der Cloud des Programms zu überprüfen. Und gerade bei einem Ausweis oder einer Kreditkarte (mit dem Sicherheitscode auf der Rückseite) kann ein Datendieb großen Schaden anrichten, weil alle Informationen die er braucht ja mitgeliefert werden.

Vielleicht belässt man es dann dabei, darin Bilder zu speichern, die Partner, Kinder und Chef nichts angehen, für den Hacker an sich aber eher uninteressant sind.

Keep Safe für iPhone und iPad (gratis), ab iOS 7.0
Downloadgröße 21,3 MB, Entwickler: KeepSafe Software, Aktuelle Version 5.3.3
https://itunes.apple.com/de/app/hide-pictures-photos-keepsafe/id510873505

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 02 / 2015

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