Foto App Besprechung Lifecake - Virtuelles Kinderalbum

So einfach kann man ein Kind hinzufügen
Kinder waren schon immer ein beliebtes Fotomotiv, die eigenen Kinder umso mehr. Schon immer wurden sie in allen Lebenslagen fotografiert und schon immer haben die Eltern ein Album angelegt mit den Fotos ihrer Sprösslinge. In digitalen Zeiten geht so etwas natürlich auch online. Die Foto-App Lifecake ist genau das – ein Kinderalbum für Eltern.

Das virtuelle Album lässt sich mit Foto-Apps für iPhone, iPad und Android erreichen, ebenso über die Website lifecake.com. Und die Einrichtung ist ebenso einfach wie die Bedienung. Man meldet sich an und kann loslegen. Das ist ganz nett, es gibt Platz für Bilder und Videos, Lifecake stellt zunächst einmal zehn Gigabyte Speicher kostenfrei zur Verfügung. Wer einen anderen Nutzer wirbt, erhält ein weiteres Gigabyte dazu. Zehn Gigabyte Daten sind schon ordentlich, vor allem wenn man beispielsweise Handybilder und -videos benutzt. Wem zehn Gigabyte Speicher nicht ausreichen, der kann für derzeit 36 Euro im Jahr unlimitierten Speicherplatz erhalten.

links: Das Kind ist eingerichtet, jetzt kann's losgehen | rechts: Das Album auf der Website
Die Frage ist aber: Wem gibt man da eigentlich die Bilder an die Hand? Ein Blick in die „Terms&Conditions“ hilft und klärt auf. Zum einen wird Lifecake von einer renommierten Firma betrieben – Canon. Und zum anderen wird dabei auch klar, dass die Website und ihr Speicher eine Einrichtung für die Ewigkeit sein kann, aber nicht muss. Denn wie bei allen Webdiensten behalten sich auch hier die Betreiber vor, das Angebot zu beenden.

Das Menü ist übersichtlich gestaltet
Was also sollte man beachten, bevor ein virtuelles Kinderalbum eingerichtet wird? Grundsätzlich wäre die Frage nach der Datensicherheit zu beantworten. Die aber kann man als Außenstehender nicht beantworten. Lifecake schreibt, dass ihnen Privatsphäre wichtig ist und sie Daten und Bilder eigentlich nicht teilen, Ausnahmen sind Programme oder Programmteile, die für die Verarbeitung wichtig sind. Soweit, so gut. Man kann auch davon ausgehen, dass es dort Datensicherungen gibt, allein, man sollte sich nicht darauf verlassen.

Dass so ein Benutzerkonto mit einem sicheren Passwort versehen wird, versteht sich von selbst. Dass Bilder und Videos auch noch woanders gesichert werden sollten, dürfte da schon eher gerne mal vergessen werden. Wer auf dem Smartphone nur begrenzt Platz hat, wird vielleicht froh sein, seine Daten auslagern zu können. Aber im Ernst: Das ist nicht wirklich sicher. Denn zum einen weiß man nie, ob die Bilder oder Videos vielleicht nicht doch irgendwann kleingerechnet werden, zum anderen könnten auf der Website ja auch mal Daten verloren gehen. Es empfiehlt sich also wie immer und bei jeder Gelegenheit, Bilder und Videos nicht nur an einer Stelle zu sichern. Wer sich das später überlegt, kann immerhin mit einem Mausklick alles wieder von der Webseite herunterladen.

Der Sinn eines Online-Albums? Natürlich die Möglichkeit, es mit Familie und Freunden zu teilen. Man kann einzelne Nutzer per E-Mail einladen, doch mal einen Blick auf den eigenen Nachwuchs werfen. Das funktioniert wirklich einfach.

links: Zehn GB gibt es zunächst als Speicherplatz | rechts: Nichts ist für die Ewigkeit, wie in den Nutzungsbedingungen steht
Bleibt noch die Frage, wie Lifecake eigentlich Geld verdient? Das Unternehmen beantwortet die Frage selbst und mit erfrischender Offenheit. Schließlich ist eigentlich nichts im Leben umsonst. Da wären dann zum einen die VIP-User, also die, die mehr Speicherplatz brauchen. Und es gibt die Möglichkeit, Inhalte in Fotobüchern ausbelichten zu lassen. Sehr angenehm: Die Webseite kommt ganz ohne Werbung aus.

Lifecake für iPhone und iPad (gratis), ab iOS 8.0
Downloadgröße 44,7 MB, Entwickler: Lifecake Ltd., Version 3.4.2
https://itunes.apple.com/de/app/lifecake/id488685481?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 09 / 2015

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