Foto-App LightLeaker - Lichteinfall ins Digitalfoto

Einfach zu bedienender Startbildschirm
So wirklich lange ist das noch nicht her, dass Lichtfehler auf einem Film das Schlimmste waren, was einem Fotografen passieren konnte – abgesehen vom falsch entwickelten Film. Aber die Zeiten haben sich radikal geändert und so ist es mitunter schick, künstliche Lichtfehler in perfekte Fotos einzubauen. Wem’s gefällt, der kann mit LightLeaker glücklich werden.

Die Arbeitsumgebung ist sehr übersichtlich
LightLeaker ist für das iPhone konzipiert, funktioniert aber natürlich auch auf dem iPad. Und es funktioniert ganz gut, kann aber auch gar nicht so viel. Aber das muss diese Foto-App auch nicht können, sie soll ja schließlich Bildern nur einen Fehler verpassen. Ein Fehler, der früher entweder sagte, dass versehentlich die Rückwand der Kamera bei eingelegtem Film geöffnet worden war oder die Dichtungen des Gehäuses defekt waren, beides ärgerlich. Aber wenn im digitalen Zeitalter Fehler nach Belieben hinzugefügt werden können, ohne dass das Bild im Original verschandelt wird, dann ist das ein kreativer Gag.

Darf es auch ein bisschen mehr Licht sein
Einfach und funktional: Die Foto-App ist wirklich einfach aufgebaut und kommt ohne viele Worte aus. Ihre wenigen Buttons sind selbsterklärend, wiewohl auffällt, dass der Preis für den geringen Funktionsumfang doch ganz ordentlich ist. Einerseits, andererseits bekommt man für die 2,69 Euro nicht einmal mehr eine Rolle ordentlichen Film. Und beim Film ist nach spätestens 36 Bildern Schluss, LightLeaker kann dagegen tausende Bilder verarbeiten, bis die Finger des Benutzers schlapp machen.

Am Ende wird erst einmal gerechnet
Los geht’s mit einem sehr übersichtlichen Startbildschirm und zwei selbsterklärenden Buttons. Der eine greift direkt auf die Kamera des Geräts zu, der andere auf das Bildarchiv. Da die App originär für das iPhone entwickelt wurde, ist ein Arbeiten im Querformat am iPad nicht möglich. Ist dann ein Foto ausgewählt, muss im Prinzip nur noch der passende Filter ausgewählt werden. Dabei fällt auf, dass das Bild gerade so in den hochformatigen Rahmen des Displays passt und bei genauerer Betrachtung fällt dann außerdem auf, dass links und rechts ein bisschen was abgeschnitten wird. Allerdings ist das nur ein Darstellungsproblem, später ist das Bild komplett vorhanden.

Es gibt viele Möglichkeiten das Bild zu senden und speichern
Die Filtermöglichkeiten werden durch Icons am unteren Bildrand schematisch dargestellt, eine Live-Vorschau gibt es nicht. Allerdings ist das nicht wirklich nötig, denn das Programm unterstützt nicht die Möglichkeit, mehrere Filter auf ein Bild anzuwenden. Wenn man also einen Filter gewählt hat und einen weiteren anwendet, dann wird der erste Filter wieder überschrieben. Da sich die Filter auf den Lichteinfall beschränken, macht es möglicherweise Sinn, das Bild erst einmal in einer anderen Foto-App vorzubereiten und dann nur noch für den krönenden Abschluss einen Lichtfehler einzubauen.

LightLeaker bietet eine ganze Reihe von verschiedenen Filtern, durch die man sich durcharbeiten kann. Beim Test ist aufgefallen, dass das Hin- und Herschieben der einzelnen Filterbuttons am unteren Rand ein wenig diffizil ist. Man muss den unteren Rand der Filter treffen, sonst tut sich gar nichts.

Fertiges Bild mit Lichteinfall
Ist dann der ideale Bildfehler gefunden, wird die Auswahl mit dem Haken oben rechts bestätigt. Es gibt anschließend die Möglichkeit, das Bild direkt in verschiedenen sozialen Netzwerken hochzuladen oder an allen möglichen Stellen abzuspeichern. Die Bildgröße entspricht der großen Auflösung des Retina-Displays am iPad, damit lässt sich anschließend dann wirklich auch noch etwas anfangen.

LightLeaker für iPhone und iPad (2,69 Euro), ab iOS 7.0
Downloadgröße 17,3 MB, Entwickler: Shota Nakagami, Aktuelle Version 1.5
https://itunes.apple.com/de/app/lightleaker/id589047573?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 10 / 2014

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