Foto-App LightTrac - Die Licht-Vorhersage

Sonne und Mond zu jeder Zeit an jedem Ort
„Man übe sich in Geduld“ ist manchmal leichter gesagt als getan. Vor allem, wenn es um Fotos von Landschaften oder Gebäuden geht. Da sollte der Fotograf am besten vorher mal vorbeigehen und schauen, wie das Licht fällt. Oder er benutzt eine Foto-App wie LightTrac, die alles Wichtige für Außenaufnahmen vorhersagt – mit Ausnahme des Wetters.

Wer außerhalb seines Studios unterwegs ist, kann manchmal mit einer leistungsstarken Blitzanlage selbst für die richtige Beleuchtung sorgen. Aber was, wenn sich das Fotomotiv gar nicht anblitzen lässt? Wenn womöglich ein Sonnenuntergang fotografiert werden soll? Und dann nicht nur ein x-beliebiger Sonnenuntergang, sondern genau der, bei dem die Sonne hinter dem Kirchturm verschwindet? So etwas lässt sich planen. Die Foto-App LightTrac liefert alle nötigen Daten dazu.

Satelittenbilder helfen bei der Navigation
Wer vor der eigenen Haustüre, fotografiert, kann ja einfach mal schauen, wo die Sonne untergeht, am nächsten Tag wird sich das nur wenig verändert haben. Auf einer Urlaubsreise ist das schon anders. Da macht eine präzise Vorhersage das Leben und die Reiseplanung leichter, schließlich möchte man vielleicht wirklich ein Naturspektakel am Abend oder Morgen fotografieren und kann dann die Reiseroute dementsprechend anpassen.

Die Foto-App „LightTrac“ ist intuitiv zu bedienen und sie liefert einiges an Daten. Sonnenstand und dazu auch den Stand des Mondes für jeden beliebigen Platz auf der Erde für jeden beliebigen Tag (zumindest in absehbarer Zeit, wir haben den Kalender nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag vorgedreht). Die Karte lässt sich bequem vergrößern und verkleinern oder eben verschieben und wer genau weiß, wo er hinmöchte, kann gleich noch eine Adresse eingeben und muss nicht die Karte dorthin schieben. Ganz wichtig: Die Orte lassen sich speichern und später wieder direkt anwählen.

Alle Informationen auf einen Blick
Die übersichtliche Darstellung liefert alle wichtigen Daten auf einen Blick. Linien zeigen an, wo Sonne und Mond auf- und untergehen, wenn man den Regler für die Uhrzeit verschiebt, wandert entsprechend die Positionsangabe der Sonne. Eine kleine Legende zeigt an, welche Linie was bedeutet, zwischen Sonne- und Mond lässt sich ebenso umschalten wie zwischen Satellitenbild und Landkarte. Damit kann man schon einmal die Richtung ganz gut bestimmen.

Nochmal interessanter wird es allerdings, wenn man das Gerät ins Hochformat dreht. Denn dann werden einige überaus nützliche zusätzliche Daten angezeigt. Da gibt es nicht nur die wichtigsten Daten nochmals mit Uhrzeit, sondern auch noch eine kurze bebilderte Information, wann der Mond in welche Phase eintritt, also beispielsweise wann im aktuellen Mondzyklus Vollmond ist (oder war).

Azimut-Ansicht und Höhendiagramm
Schiebt man den oberen Bereich zur Seite, dann sieht man ein Gitternetz und eine Art Fadenkreuz. Das „Fadenkreuz“ ist praktischer Weise schon mit Azimut-Karte beschriftet und zeigt an, wo der Himmelskörper (Sonne oder Mond) zu welcher Uhrzeit steht. Und zwar nicht nur in welcher Himmelsrichtung, sondern auch wie steil am Himmel. Je näher der rote Punkt in der Mitte ist, umso steiler ist der Winkel. Und weil das mit dem sich Vorstellen nicht immer so einfach ist, ist links daneben noch eine Grafik, die das Ganze veranschaulicht und den Winkel in Gradschritten angibt. Bei Sonnenauf- oder untergang steht die Sonne bei null Grad, also flach am Boden, im Sommer kann sie in Berlin bis etwa 60 Grad am Himmel hoch steigen, 90 Grad wären senkrecht und ist nur zwischen den Wendekreisen, also in den Tropen und Subtropen, zu erwarten.

Berechnung des Schattens
Und weil man vom Sonnenstand auch die Länge eines Schattens berechnen kann, aber vielleicht nicht immer will, gibt es im dritten Bild einen stilisierten Baum und den zugehörigen Schatten. Die Höhe des Baumes lässt sich eingeben, der Schatten ändert seine Größe, je nachdem, welche Uhrzeit gerade eingestellt ist. Man muss also nie mehr überrascht sein, wenn plötzlich der Schatten eines Hauses aufs Fotomotiv fällt. Vorausgesetzt natürlich, man kennt die Fotolocation und weiß zumindest in etwa, wie hoch das Haus ist.

LightTrac für iPhone und iPad (4,49 Euro), ab iOS 5.0
Downloadgröße 5,3 MB, Entwickler: Rivolu Pte., Aktuelle Version 2.3.4
https://itunes.apple.com/de/app/lighttrac/id392892355?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 06 / 2014

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