Foto App Looksee - Hauptsächlich flau

Werkzeug-Symbole für Fortgeschrittene Bildgalerie betrachten

Auf die Idee, einen Filter mit dem Passbild des Erschaffers zu betiteln, muss man erst einmal kommen. Die Entwickler von Looksee sind auf diese Idee gekommen und was soll man sagen? Es ist zwar ziemlich sinnlos, aber für eine überaus verwirrende Foto-App doch konsequent. Looksee bringt Filter sowie Community mit und wir haben es nicht verstanden, auch nicht mit viel Mühe.

Diese Foto-App funktioniert auch am iPad nur im Hochformat. Aber da das ja inzwischen en vogue scheint, Apps für das iPad zu veröffentlichen, die das Querformat als Feature nicht mitbringen, gäbe das allenfalls Abzug in der B-Note. Aber auch sonst wirkt irgendwie alles düster und flau, diesig und mit wenig Kontrast, etwa so erfrischend wie ein nebliger Novembermorgen mit leichtem Nieselregen.

Looksee tritt als Filter-App und als Community an. Also zuerst einmal die Sache mit den Filtern. Bild öffnen, ok. Bearbeiten kann man das auch, nichtssagende Symbole führen zu verschiedenen Werkzeugen. Dass die Icons nichts taugen, ist verschmerzbar, einmal ausprobiert und schon sieht man, was sie bewirken, wenn auch nicht in Echtzeit. Erst wenn der Schieberegler losgelassen wird, ändert sich auch das Bild. Ein Werkzeug zum gerade richten oder zuschneiden fehlt völlig. Trotzdem, dieser Teil funktioniert einigermaßen brauchbar.

Aber Bildbearbeitung-Apps gibt es gute sowie günstige und diese zuhauf, es muss also mehr geboten werden. Zum Beispiel Filter. Und da fängt die Verwirrung irgendwie an. Es werden Porträts von Fotografen gezeigt, wenn man darauf tippt, ändert sich das Bild tatsächlich. Es lassen sich auch mehrere Filter auf ein Bild anwenden. Aber irgendwie ist die Auswahl bescheiden, da muss es doch mehr geben?

Ganz links unten ist da tatsächlich ein Symbol, das wohl zu mehr führen könnte. Darunter steht die Beschriftung „Packs“ und wenn man das antippt – landet man in der Community. Man muss sich anmelden, möglich nur mit Facebook- oder Instagram-Account. Das ist nicht gerade erstrebenswert, eine Anmeldung klassisch mit E-Mail-Adresse und Passwort wäre auf jeden Fall mit weniger Bedenken verbunden. Aber ok, wir wollen ja auch wissen, wie es weiter geht.

Nur: Es geht nicht wirklich weiter. Wir werden freundlich, aber bestimmt darauf hingewiesen, dass wir jetzt mindestens einem Fotografen folgen müssen, sonst geht’s nicht weiter. Ok, der erstbeste bekommt ein Plus. Und dann? Wir können Bilder anschauen, alle sind immer betitelt, es hört sich auch nach Filter an, alleine, es ist uns auch nach stundenlanger Spielerei nicht gelungen, irgendwie einen solchen Filter auf unser Bild anzuwenden. Und auch wenn der Verdacht nahe liegt: Es ist anderen Leuten auch nicht gelungen.

Mit den paar lieblosen Filtern, die vorgegeben sind, können wir ein flaues, kontrastloses Bild erstellen. Überhaupt sind die meisten Bilder, die uns begegnen eher matschig oder völlig ohne jede realistischen Farbabstimmung. Und dann könnten wir das Bild bei Twitter oder Facebook hochladen oder in die Community, damit dann andere unsere Schöpfung sehen können und nicht wissen, wie sie den Filter auf ihre eigenen Bilder anwenden. Wir haben uns erst einmal bei Facebook eingeloggt und in den Einstellungen die App Looksee wieder entfernt.

Looksee für iPhone und iPad (gratis), ab iOS 7.0
Downloadgröße 85,2 MB, Entwickler: Quebec Drive, Version 1.6.2
https://itunes.apple.com/de/app/looksee/id888457090?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 05 / 2015

5 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden