Foto-App Nostalgio - Ordnung im Rahmen

Rahmenauswahl beim Programmstart
So langsam, aber sicher scheinen die Namen für Foto-Apps knapp zu werden. Kaum anders lässt sich erklären, wieso Nostalgio ausgerechnet Nostalgio heißt, denn mit Nostalgie hat das Programm gar nichts zu tun, sondern es geht um Rahmen. Und zwar um einfache, ganz praktische Rahmen.

Man könnte ja Schnörkel en masse einsetzen oder zur Auswahl stellen. Oder einfach mal ganz darauf verzichten und sich aufs Wesentliche konzentrieren. Und genau das macht Nostalgio aus Apples App Store für iPhone und iPad. Keine Schnörkel und auch sonst nichts, auf das man verzichten könnte, sondern nur die rudimentäre Funktion, mehrere Bilder in einer kleinen Collage zusammenzustellen. Und das rein mit rechten Winkeln, keine Schrägen, keine Diagonalen, schon gar keine Kreise oder ähnliches mit Kurven.

Die Rahmenform und -farbe ist auswählbar
So einfach das Design, so einfach ist die Bedienung der Foto-App – auch, wenn Tipps nur in Englisch eingeblendet werden. Aber es bedarf eigentlich auch nicht viel Anleitung, um Nostalgio richtig bedienen zu können. Und es sind ja auch nur einige wenige Schritte, die der Benutzer unternehmen muss, um am Ende sein fertiges Werk betrachten zu können.

Drei Felder mit drei Bildern - Die Rahmenfarbe lässt sich anpassen
Los geht es mit der Auswahl des Rahmens. Eine ganze Reihe steht dabei zur Auswahl, je nach Anzahl der verwendeten Fotos ganz unterschiedlich gestaltet. Die Auswahl lässt sich auch gleich einmal einschränken, in dem die Zahl der zu verwendenden Bilder eingegeben wird, nämlich zwei, drei oder vier. Für mehr Fotos ist die App nicht gemacht und viel mehr lassen sich im Rechteck auch nicht wirklich sinnvoll anordnen. Nachteil: Die Größe der einzelnen Bilder ist festgelegt und lässt sich auch nicht ändern. Man ist also dem Rahmen-Layout ausgeliefert, kann aber noch wählen zwischen Quadrat, Hochformat und Querformat. Zwar bietet die App bei der weiteren Bearbeitung auch einen Menüpunkt Rahmen an, wer diesen aber benutzt, kann nur nochmal neu anfangen – und sich dann natürlich einen anderen Rahmen aussuchen. Anpassen lässt sich dagegen die Rahmenart und die Farbe der Umrandung. Da ist dann immerhin noch ein wenig Individualität möglich.

Fehlfarben gibt es mittels Filter
Das Hinzufügen der Fotos ist einfach. Dabei können entweder Bilder aus den gespeicherten Fotos ausgewählt werden oder in jeden Rahmen direkt hineinfotografiert werden. Das spart dann die Auswahl im Nachhinein. Allerdings werden die Fotos, die aus der App Nostalgio heraus fotografiert werden, nicht zusätzlich gespeichert. Wer also ein Bild später noch einmal an anderer Stelle weiterverwenden möchte, sollte darauf gänzlich verzichten. Andererseits bietet sich natürlich an, damit mal eben einen Rahmen zu füllen und dann gleich in einem sozialen Netzwerk zu teilen.

Bearbeitungshinweise in Englisch
In Rahmen eingefügte Bilder können vergrößert und verkleinert werden, außerdem kann der Ausschnitt problemlos mit einem Finger ausgesucht werden. Was nicht möglich ist und als klarer Minuspunkt verbucht wird, ist das Drehen von Fotos. Gerade bei einer Collage kann es ja schon einmal sinnvoll sein, Bilder auch zu drehen und bei einer Foto-App, die mit satten 47 Megabyte Download zu Buche schlägt, könnte man das eigentlich auch erwarten.

Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, Bilder zu bearbeiten. Dazu gibt es ein simples Tool für das Beseitigen von roten Augen und einige andere grundlegende Dinge. Was vielleicht noch einen weiteren Blick lohnt, sind die Filter. Fehlfarben stehen ja nach wie vor hoch im Kurs und mit dem Filter-Tab können dann alle Bilder noch einmal farblich durch die Mangel gedreht werden.

Wer Bilder einem Ort zuweisen will, kann das nur mit dem aktuellen Ort tun
Zwei Dinge fallen am Ende negativ auf – und müssten ja eigentlich auch nicht sein. Zum einen lässt sich die Foto-App auch am iPad nur im ungünstigen Hochformat bedienen. Zum anderen werden die Collagen auf kleine 1.600 mal 1.200 Pixel heruntergerechnet. Das ist dann eine Größe, die für den Versand in E-Mails oder für soziale Netzwerke ausreicht, die Verknüpfungen liefert die App gleich mit, aber eigentlich kann beispielsweise das iPad neuerer Generation ja viel mehr Pixel darstellen. Die werden aber ganz offenbar nicht genutzt. Nostalgio ist ziemlich einfach gehalten, ein großer Wurf ist diese Foto-App nicht. Sie funktioniert, aber der Spaß-Faktor hält sich doch in Grenzen.

Nostalgio iPhone und iPad (0,89 Euro), ab iOS 5.0
Downloadgröße 47 MB, Entwickler: Apalon, Aktuelle Version 1.2
https://itunes.apple.com/de/app/nostalgio-create-edit-share/id749149884?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 08 / 2014

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