Foto-App PicLab HD – Filter für den Tag danach

Startbildschirm
Wer die iPhone und iPad Foto-App PicLab HD startet, der landet zuerst einmal bei der Kamera seines iPads oder iPhones. Aber man muss nicht unbedingt ein neues Foto aufnehmen, um es in diesem Programm bearbeiten zu können. Links unten ist ein Button, der zur Bildergalerie führt. Und dort kann auch ein bereits gespeichertes Foto ausgewählt werden. PicLab HD bietet einige Möglichkeiten, das dann zu bearbeiten.

Das Programm ist im Prinzip selbsterklärend. Was allerdings gleich zu Beginn negativ auffällt, ist die Tatsache, dass es nur im Hochformat funktioniert. Gerade am iPad wünscht man sich auch eine Möglichkeit für das Querformat, denn zum einen sind die meisten Fotos ja im Querformat aufgenommen, zum anderen lässt sich das iPad eigentlich nicht im Hochformat schräg aufstellen. In der B-Note gibt es dafür auf jeden Fall Abzüge.

Beschnittwerkzeug
Eine Leiste mit Buttons am unteren Bildende führt zu den verschiedenen Menüpunkten. Allerdings ist die Anordnung nicht unbedingt sehr sinnvoll, eigentlich sogar verkehrt herum. Das Beschnittwerkzeug findet sich ganz rechts außen. Dabei benötigt man das doch zuerst. Es bietet verschiedene vorgegebene Formate wie 16 × 9, die Größe kann aber auch individuell eingestellt werden, indem einfach der Rahmen vergrößert oder verkleinert wird. Mit einem Finger kann der Rahmen auch aus der Mitte heraus verschoben werden. Was leider fehlt und schmerzlich vermisst wird, ist ein Werkzeug, um Bilder drehen zu können. Das gehört doch eigentlich zu jeder Bildbearbeitung dazu.

Sättigung anpassen
Das zweitwichtigste Werkzeugmenü findet sich dann an drittletzter Stelle, dass nämlich, mit dem Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Belichtung eingestellt werden können. Das aber funktioniert ganz gut über einen Schieberegler. Man wählt auf der linken Seite zunächst aus, welcher Parameter verändert werden soll, und kann die Einstellung dann auf der rechten Seite am Schieberegler vornehmen. Ist alles so weit fertig und möchte man das Menü verlassen, genügt es, einmal auf den weißen Haken im blauen rechteckigen Feld zu tippen. Übrigens nicht zu verwechseln mit dem Haken im blauen runden Feld, damit wird nämlich die Bearbeitung insgesamt abgeschlossen.

Störungsfilter, Endzeitfilter
Was gibt es sonst noch? Eine Filmrolle, hinter der sich eine ganze Reihe von möglichen und unmöglichen Filtern verbirgt. Auch dabei gibt es einen Schieberegler, allerdings entsteht der Eindruck, als ob es doch nur schrittweise möglich ist, die Intensität der Filter zu verändern. Auf jeden Fall geht es nicht wirklich flüssig. Und wem das dann noch nicht genügt, der kann in dem Menü mit dem Zauberstab sogenannte Foto-Filter finden. Dabei handelt es sich um alle möglichen Störungsfilter, die vor allem dann geeignet sind, wenn das Foto so aussehen soll, als sei der Film beim Einlegen zum Teil belichtet worden. Diese Filter sehen alle ein bisschen nach Endzeit aus, man könnte das Menü durchaus auch “Der Tag danach“ nennen. Das sind Bilder wie aufgenommen am Tag nach der Atomkatastrophe.

Sticker, Textfeld
Zwei weitere Menüpunkte sind dann doch noch eine Erwähnung wert. Zum einen der Stift, hinter dem sich jede Menge Grafiken verbergen. Allerdings sind einige davon zusätzlich kostenpflichtig. Ganz gut lassen sich diese Grafiken und Sticker mit dem danebenliegenden Texteditor verbinden. Der ist sinnvollerweise durch ein Symbol mit zwei Buchstaben dargestellt. Die Schrift lässt sich fast beliebig vergrößern und verkleinern, es stehen außerdem verschiedene Schriftarten zur Verfügung. Und an Farbe mangelt es auch nicht.

Wer dann noch auf das Listensymbol links oben tippt, entdeckt ein wirklich sinnvolles Hilfsmittel. Denn damit kann man sich eine Liste aufrufen, in der verschiedene Ebenen angezeigt werden. So lässt sich jeder einzelne Sticker und jeder Schriftzug wieder einzeln anwählen oder einfach mit einem Wisch zur Seite auch entfernen.

Abschluss
Ganz am Ende ist der weiße Haken oben rechts der Eingang zum Ausgang. Es erscheint eine Liste mit Möglichkeit. Diese enthält, neben einer Verlinkungen zum E-Mail-Programm, auch Schnittstellen zu Facebook, Twitter und Instagram. Und als besonderes Extra ist es außerdem noch möglich, das fertige Bild als Postkarte verschicken zu lassen. Dazu wird das Bild ausgedruckt und dann per Post versendet, es fallen entsprechende Kosten an.

PicLab HD – Design Studio für iPhone und iPad (1,79 Euro), ab iOS 6.0
Downloadgröße 33,9 MB, Entwickler: Roberto Nickson, Aktuelle Version 1.061
https://itunes.apple.com/de/app/piclab-hd-design-studio/id688319243?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 02 / 2014

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