Foto-App PixelPoint - Gut, aber mit Einschränkungen

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Die kostenlose Foto-App PixelPoint für iPhone und iPad ist ein netter Kasten für allerlei Spezialeffekte. Allerdings ist das kostenlos hier ein zweischneidiges Schwert. Denn wer die vielen vorgeschlagenen Filter auch wirklich anwenden möchte, muss dafür bezahlen. Und ob es die wert sind? Schließlich kostet da jeder Satz 89 Cent, das läppert sich dann doch und für das Geld gibt es auch schon ganz andere brauchbare Filter-Programme.

Hinweis
PixelPoint ist recht einfach zu bedienen, alle Texte sind ins Deutsch übersetzt. Das allerdings mehr schlecht als recht, da hat entweder jemand ein automatisches Übersetzungsprogramm oder einen schlechten Übersetzer zu Rate gezogen. Aber abgesehen von den Abzügen in der B-Note kann die Foto-App doch noch einiges bieten. Zum Beispiel eine übersichtliche Gestaltung mit fünf Menüpunkten am oberen Rand, um zu den fünf Menüs zu kommen. Wobei eigentlich nur zwei wirklich Beachtung verdienen, der Punkt „Verbessern“ und der für „Spezialeffekte“.

Unter „Verbessern“ gibt es einige Schieberegler mit sinnvollen Funktionen wie Helligkeit, Kontrast und Sättigung. Außerdem können damit Schatten und helle Bildteile angepasst werden. Das allerdings funktionierte im Test nur unzureichend, meist nur einmal in eine Richtung, anschließend verweigerte der Schieberegler die Mitarbeit. Er ließ sich zwar noch bewegen, am Bild selbst tat sich jedoch nichts. Dagegen funktionierte die Einstellung des Gamma-Werts problemlos. Was man dann wiederum vom darunterliegenden Reglerpaar „Verwischen und Schärfen“ nicht gerade behaupten kann. Wir hatten den Eindruck, manchmal wird da einfach eine Vignette hinzugefügt. Dabei ist die doch extra ausgewiesen, ebenso wie ein Beschnitt-Werkzeug. Beide funktionieren problemlos.

links: Anpassungen | rechts: Beschnitt
Interessant wird es dann ohnehin erst in der Rubrik „Spezialeffekte“. Dort sind zehn Filtergruppen hinterlegt, die sich auch alle einmal über das Bild legen lassen. Wer sie aber anwenden möchte, muss für jedes Paket 89 Cent bezahlen. Einige durchaus brauchbare Filter sind in jedem Fall dabei, beispielsweise der als Custom bezeichnete Schwarzweißfilter, mit dem sich die Farbsättigung stufenlos verringern lässt.

links: Sepiafilter | rechts: Retrofilter
Daneben gibt es einige Störfilter und farbliche Unfälle, ähnlich wie das bei Instagram der Fall ist, im Prinzip geht es um digitale Lomographie. Beachtenswert in dieser Reihe sind die fünf verschiedenen Sepiaton-Effekte, die Unterschiede sind deutlich zu sehen. Unter „Viewfinder“ findet sich eine Reihe von Retro-Filtern, die für ein quadratisches Bildformat sorgen – immer gepaart mit einer Menge Staub, die jeden Laboranten zu einer spontanen Putzorgie in der Dunkelkammer hingerissen hätten. Bei allen Anpassungen und Effekten müssen diese am Ende mit dem Haken unterm Bild bestätigt werden. Und wer zurück will, findet eine Schaltfläche, in der mehrere vorherige Ansichten des Bildes zur Auswahl gestellt werden.

Benachrichtigung
Durchdacht angebracht sind die drei Schaltflächen für die weitere Verwendung des Bildes. Oben rechts Speichern und daneben eine direkte Verbindung zu Facebook und Twitter. Dabei wird jedenfalls dann keine Zeit verloren.

PixelPoint für iPhone und iPad (gratis), ab iOS 6.0
Downloadgröße 16,2 MB, Entwickler: Oliver Rice. Aktuelle Version 1.5
https://itunes.apple.com/de/app/pixelpoint-foto-editor-und/id634011226?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 02 / 2014

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