Foto-App Shift - Filtern mit Sinn und Verstand

Zu Beginn kann das Bild zugeschnitten werden
Unter den vielen Filter-Programmen einen Favoriten zu finden, ist nicht wirklich einfach. Aber die Foto-App Shift für iPhone und iPad ist in jedem Fall in der engeren Auswahl. Sie hat zwar einige kleinere Schwächen im Design, überzeugt dafür aber mit einem guten Konzept und der Option, Filter so lange zu verbiegen bis sie passen und dann die Einstellungen speichern zu können.

Mit mehr als 71 Megabyte im Download gehört Shift zu den nicht geraden kleinen Apps. Allerdings kommt mit dem Programm gleich eine ganze Reihe von Filtern mit. Und diese lassen sich auch individuell anpassen. Ein paar Tipps (in Englisch) blendet die Software beim jeweiligen Aufrufen des entsprechenden Programmteils gleich ein, so dass zumindest der Einstieg recht leicht fällt. Der beginnt ohnehin mit der Option, das ausgesuchte Bild zuzuschneiden und zu drehen. Allerdings gibt es keine weitere Bildoptimierung in diesem Schritt. Ein bisschen Bildkosmetik im Ausgangsmaterial muss also mit einer anderen Foto-App vorab erledigt werden.

Der Regler unter dem Bild stellt die Stärke des Filters ein
Weil es bei der großen Anzahl von Filtern im nächsten Schritt nicht ganz so einfach ist, auf Anhieb den richtigen zu finden, schlägt Shift gleich mal vor, den Zufalls-Button zu wählen. Das kann dann zu einem Treffer führen, muss aber nicht. Aber ein erster Schritt ist somit erst einmal gemacht. Zurück geht es im Zweifelsfall immer mit dem Rückwärts-Button oben in der Mitte, daneben praktischer weise auch ein Button für vorwärts – Falls der User nochmals einen Blick zurückwerfen will.

Die verschiedenen Filter lassen sich in ihrer Stärke ganz einfach anpassen. Sobald ein Filter ausgewählt wurde, erscheint am unteren Rand ein Schieberegler und mit dem lässt sich die Intensität ganz einfach einstellen. Tatsächlich ist es so, dass ein Filter wie ein zweites Bild über das Originalfoto gelegt wird. Somit kann das eigentliche Bild fast schon ausgeblendet werden.

Wer einen zweiten Filtern anwenden will kann den ersten zuerst festzurren
Was Shift aber wirklich angenehm macht, ist die Möglichkeit, wirklich auch nochmal selbst Hand an die Voreinstellungen legen zu können. Unter „Adjust“ findet sich die Möglichkeit, Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Farbtemperatur anzupassen, wieder mit entsprechenden Reglern, gleichzeitig kann nach wie vor die Stärke des Filters korrigiert werden, das entsprechende Steuerelement wandert an den oberen Rand des Bildes. Weiter geht es immer mit dem grünen Haken – logisch irgendwie.

Eine nette Überraschung findet sich bei Farbe „Color“. Da gibt es verschiedene Optionen, die sich als ziemlich kleine Punkte direkt unter dem Bild auftun. Ganz klar ist uns das beim Ausprobieren nicht geworden, aber sie rufen verschiedene Effekte hervor. Zusätzlich lässt sich dann eben noch die Farbauswahl einstellen. Dabei geht es aber nicht um einfache Farben, sondern immer um Kombinationen, die ähnlich wie Aquarell aussehen. Die verschiedenen Farben lassen sich nicht nur über die vorgegebenen Optionen wählen, sondern der Farbton dann auch noch einstellen. Und als Extra tauchen, sobald man einfach mal auf das Bild tippt, zwei kleine Kreise auf. Die lassen sich bewegen und mit zwei Fingern um die eigene Achse drehen oder verschieben und dienen dazu, das Zentrum der jeweiligen Farben zu verschieben. Man kann also das Bild ganz bewusst verschieden einfärben – eine Seite blau, die andere mehr rot, mit einem fließenden Übergang.

Mittels zweier Punkte lässt sich der Farbverlauf steuern | Wie bei jeder App lassen sich auch mit Shift Laborfehler simulieren
Unter „Texture“ finden sich dann noch eine Reihe von Störungen, Kratzer, Flecken, Fehlbelichtungen, all das, was Fotografen früher, als noch hauptsächlich auf Film fotografiert wurde, unter allen Umständen vermeiden wollen. Aber da scheint sich ja die Meinung verfestigt zu haben, dass sich Retro-Look nur mit mangelhafter Qualität vereinbaren lässt.

Eigene Filter lassen sich abspeichern | Filter lassen sich löschen und umbenennen
Wer mit seiner Bearbeitung eigentlich zufrieden ist, trotzdem noch einen zweiten Filter auflegen will, kann das Bild so übernehmen und dann weiter daran arbeiten. Wer einen selbst umgebauten oder individualisierten Filter gut findet und später wieder verwenden will, kann ihn mit einem Fingertipp auf den gelben Stern abspeichern und natürlich auch entsprechend benennen. Ohnehin lassen sich alle Filter entweder löschen oder umbenennen, man muss den Filter nur lange festhalten und dann ins entsprechende Feld ziehen.

Das Ergebnis sieht manchmal auch wie aus dem LSD-Trip
Am Ende kann das Bild natürlich geteilt oder gespeichert werden. Angenehm ist, dass die App die volle Auflösung unterstützt.

Shift für iPhone und iPad (0,99 Euro), ab iOS 7.0
Downloadgröße 71,5 MB, Entwickler Pixite LLC, Version 2.0.1
https://itunes.apple.com/de/app/shift-create-custom-filters/id939767518?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 12 / 2015

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