Foto-App Visage Lab - Tuning für Porträts

Das Ergebnis der autimatischen Optimierung
Wie gut funktioniert automatische Retusche für Porträts in einer Foto-App? Erstaunlich gut, wenn man sich die Ergebnisse von Visage Lab anschaut. Die Foto-App rechnet eine ganze Weile, um ein Bild zu optimieren und wer es dann noch weiterverwenden will, muss zwangsläufig Erweiterungen kaufen, mit der kostenlosen Grundversion ist das nicht möglich.

Die App rechnet ganz schön lange
Sechs verschiedene Optimierungen macht Visage Lab und das, ohne dass man dazu selbst tätig werden muss. Es reicht, ein Bild zu öffnen und dann geht’s auch schon los. Nicht allzu schnell, es bleibt ausreichend Zeit, die Werbung am oberen Rand des iPhones oder iPads anzuschauen. Wer keine Werbung will, muss dafür 89 Cent hinlegen. Die Prozent-Anzeige arbeitet sich also langsam vorwärts und erledigt nach eigenen Angaben, Glanz zu entfernen, mit Markup etwas Farbe ins Gesicht zu bringen, Zähne aufhellen, Farboptimierung und noch ein Makeup um die Augen. Dazu wird das Porträt dann gleich noch ein wenig weichgezeichnet, um Hautunreinheiten und Falten zu entfernen.

Eine ganze Reihe Filter gibt es dazu
Die Frage ist natürlich, wie gut dieser Automatismus funktioniert. Und siehe da: Er funktioniert ganz gut. Wobei das Glätten der Haut schon am Rande des Erträglichen ist, es besteht zumindest latent die Gefahr, dass die Gesichter genauso glattgebügelt werden, wie das auf dem Cover von Programmzeitschriften in der Regel der Fall ist. Aber es bleibt ansehnlich.

Ein zweiter Filter ersetzt den ersten
Allerdings muss ja niemand das Komplettpaket nehmen, denn einzelne Optimierungen lassen sich auch wieder entfernen. Dazu wird einfach das Retusche-Menü aufgerufen und dort lassen sich einzelne Punkte wieder abwählen. Man wählt „Auswählen“ und muss eine ganze Weile warten. Offenbar werden größere Rechenoperationen ausgeführt. Ein Vergleich zum Original ist jederzeit möglich, auch wenn sich beide Bilder nicht gleichzeitig nebeneinander anschauen lassen.

Größere Bilder gibt es nur gegen Geld
Ist das Porträt erst einmal optimiert, kann man bei den „Effekten“ noch einiges individualisieren. Es gibt verschiedene Filter zur Auswahl, außerdem lässt sich beispielsweise der Hintergrund ändern. Allerdings funktioniert das mehr schlecht als recht, denn es wird eine große weiche Kante um das Gesicht gelegt und dann ein Hintergrund eingefügt, der mit dem Porträt verschwimmt. Das sieht nicht gerade professionell aus. Oder man wählt eine Lichtstimmung? Das funktioniert auf jeden Fall besser, schließlich muss die Foto-App da nicht auf Verdacht die Grenze der Haare finden. Es gibt noch einige weitere Möglichkeiten für Filter. Allerdings lassen sich mehrere Filter nicht nacheinander anwenden. Wenn man einen zweiten Filter anwählt, so ersetzt dieser den ersten.

Die Optimierungen der Foto-App sind ganz ordentlich, allerdings kann der User damit fast nichts anfangen, es sei denn, er kauft verschiedene Erweiterungspakete. Will man sein Bild auch abspeichern, muss man dafür beispielsweise 1,79 Euro hinlegen, weitere Effekte gibt es für 89 Cent.

Naja - die Montage ist amateurhaft, dafür will man ja keine Pro-Version kaufen
Nun ist im Prinzip nichts dagegen einzuwenden, dass gute Foto-Apps auch etwas kosten. Wenn man aber eine App herausgibt, die nichts kostet, mit der die User aber gar keine Bilder abspeichern können, ist das nicht besonders ehrlich. Zumindest ein paar Grundfunktionen sollte die ursprüngliche Version einer App schon haben und dann kostet sie eben eine Kleinigkeit im App Store.

Visage Lab für iPhone und iPad (Grundversion gratis), ab iOS 6.0
Downloadgröße 30,9 MB, Entwickler: VicMan, Aktuelle Version 3.1.6
https://itunes.apple.com/de/app/visage-lab-best-face-photo/id489833171?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 01 / 2015

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