Foto-App VSCOcam - Fast perfekte Bildbearbeitung

Werkzeuge
Elegantes Design ist schon etwas wert – die Foto-App VSCOcam für iPhone und iPad hat das. Noch besser ist es, wenn das tolle Design nichts kostet – und auch noch etwas kann. So macht es dann noch mehr Spaß. Dieses kleine Programm zur Bildbearbeitung ist wirklich herausragend gut – mit nur einer kleinen Einschränkung.

Bilder lassen sich leicht geraderichten
Was also stört den Gesamteindruck ein bisschen? Es ist die Community, die an die Foto-App angeschlossen ist. Vor allem beim ersten Start der App ist das unangenehm, weil die Schaltfläche zum Überspringen gut versteckt und nur mit Mühe sichtbar ist. Dabei gibt es ja etablierte Communities für Fotografen zuhauf, da braucht es nicht noch eine eigene für eine kostenlose Bildbearbeitungs-App. Zumal man da erst einmal wieder die Nutzungsbedingungen rauskamen müsste, um herauszufinden, was mit den dort hochgeladenen Fotos dann passiert und inwieweit anderen dadurch ein Nutzungsrecht eingeräumt wird. Immerhin: Die weiteren Hinweise zu dieser Community sind nicht mehr so penetrant und stören dann nicht weiter.

Schieberegler für das Finetuning
Sonst aber ist die Foto-App überaus zurückhaltend gestaltet. Das Design setzt auf kleine Symbole ohne Beschriftung. Es empfiehlt sich also, bei der Einführung kurz aufzupassen oder eben einmal ausprobieren, was wohin führt. Dabei ist das schlichte Design kein Nachteil. Sicher, man muss sich darin zurechtfinden, aber nach dem ersten Durchgang sollte das klar sein. Aber so fällt es viel leichter, sich auf das Foto zu konzentrieren als wenn das von plakativen Schaltflächen umgeben ist. Beschränkung auf das Wesentliche eben.

Zuschneiden auf vorgegebene Formate
Der Werkzeugkasten von VSCOcam bringt alles mit, was man zur Bildverarbeitung braucht. Inklusive der Möglichkeit, Bilder nicht nur in 90-Grad-Schritten zu drehen, was bei anderen Apps ja oft schmerzlich vermisst wird. Zudem funktioniert das Drehen sehr komfortabel. Wie bei den anderen Werkzeugen auch lässt sich der Drehwinkel bequem mit einem Schieberegler anpassen. Die Änderungen werden dann mit dem kleinen Haken bestätigt – und der Haken ist wirklich nicht unauffällig.

Filterauswahl
Die Foto-App funktioniert am iPad – wie es auch sein sollte – im Hoch- wie im Querformat. Besonders angenehm ist aber, wenn man ans Finetuning gehen will und gerade ein hochformatiges Bild in Arbeit hat. Man dreht das Tablet einfach ins Hochformat und schon ist es deutlich größer. Das funktioniert sehr angenehm ohne Verzögerung.

Auch sonst ist es nicht besonders kompliziert, ins Detail zu gehen. Gerade bei Arbeitsschritten wie dem Nachschärfen lohnt sich ja ein genauerer Blick. Dazu kann das Foto einfach mit der Pinch-Geste, also mit zwei Fingern, die auseinander geschoben werden, vergrößert werden. Bequemer geht’s wirklich nicht.

Was soll mit dem Bild passieren
Herausragend ist außerdem noch die Möglichkeit, beispielsweise bei Farbbildern korrigierend in die Farbgebung eingreifen zu können. Dazu gibt es zwei Regler für eine Farbanpassung, die sich entweder auf die hellen oder auf die dunklen Bildbereiche beziehen. Aus dem Schwarzweiß-Labor ist das noch als Split-Tönung bekannt, zumindest in etwa.

Und weil heute nichts mehr ohne Filter geht, bringt VSCOcam auch einen ganzen Satz an solchen mit. Und weil die App durchdacht ist, lässt sich die Stärke der Filter jeweils individuell mit einem Schiebereger einstellen. Mehrere Filter lassen sich übrigens nicht auf ein Foto anwenden, es gibt aber die Möglichkeit, das mit dem Umweg über einen zwischenzeitlichen Export in den Bilderspeicher zu realisieren, so denn unbedingt gewünscht.

Schließlich bietet die App auch noch Anbindungen an jede Menge soziale Netzwerke, außerdem gibt es das iOS-eigene Menü, aus dem sich ein Foto direkt an einen entsprechenden Drucker im Netzwerk schicken lässt.

VSCOcam für iPhone und iPad (gratis), ab iOS 8.0
Downloadgröße 93,9 MB, Entwickler: Visual Supply Company, Aktuelle Version 4.2
https://itunes.apple.com/de/app/vsco-cam/id588013838?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 03 / 2015

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